Gelungene Generalprobe:
Unionerinnen bezwingen PSG mit 3:1
Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin bestreitet im neuen Auswärtstrikot den letzten Härtetest ihrer Sommervorbereitung auswärts in Paris und besiegt dabei Paris Saint-Germain Feminine mit 3:1. Lia Kamber bringt Union nach 14. Minuten in Führung ehe Charlier drei Minuten später zum 1:1 ausgleicht (17.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte trifft Lia Kamber zum Doppelpack und erhöht die Führung der Unionerinnen auf 2:1. Kurz nach Wiederanpfiff erzielt Jill Janssens das 3:1 und baut die Führung weiter aus (47.).
1. FC Union Berlin: Bösl (46. Böhi) – Janssens (76. Weiß), Tysiak (90. Heikkinen), Steuerwald (62. Steinert), Schneider – Egli (90. Helgesen), Veit (46. Campbell), Gräwe (76. Halverkamps), Kamber, Weidauer (62. Heiseler), Reissner (62. Bauereisen)
Paris Saint-Germain: Szperkowska (63. Toussaint) – Ferreira Costa Das Chagas, De Almeida, Dudek, Elimbi Gilbert – Charlier (70. Kanjinga), Groenen, Ebayilin (63. Yaya), Feller (56. Morissaint (63. Feller)) – Karchaoui (70. Jourde), Leuchter
Tore: 0:1 Kamber (14.), 1:1 Charlier (17.), 1:2 Kamber (45.+3), 1:3 Janssens (47.)
Drückende Hitze – Kamber mit einem Doppelpack
Beide Mannschaften starteten engagiert in die Partie. Von Beginn an prägten intensive Zweikämpfe das Spielgeschehen, während die Unionerinnen die Gastgeberinnen mit einem starken Pressing früh unter Druck setzten. Doch die Mannschaft aus der französischen Hauptstadt hielt dagegen und störte den Berliner Spielaufbau mit einem konsequenten Pressing. In der 7. Minute erhielten die Pariserinnen ihren ersten Freistoß. Der Ball landete zentral vor dem Tor, konnte jedoch von Union-Keeperin Cara Bösl souverän entschärft werden.
In der 14. Minute hatten die Unionerinnen ihre erste große Torchance: Nach einem Abschlag der PSG-Spielerinnen setzte Sophie Weidauer auf der rechten Seite stark nach und eroberte den Ball zurück. Anschließend spielte sie eine flache Hereingabe in den Strafraum vor das Tor der PSG-Keeperin Oliwia Szperkowska, wo Lia Kamber lauerte, die den Ball aus kurzer Distanz ins Netz transportierte. Doch davon ließen sich die Pariserinnen nicht beeindrucken. Nur drei Minuten später nutzten sie eine Unachtsamkeit im Zentrum der Unionerinnen konsequent aus und verlagerte das Spielgeschehen auf die Seite der Berlinerinnen. Alyssa Charlier kam anschließend vor dem Tor zum Abschluss. Ihr Schuss wurde noch abgefälscht und war dadurch für Union-Keeperin Cara Bösl unhaltbar. So gelang den Französinnen in der 17. Minute der Ausgleich. In den folgenden Minuten entwickelte sich eine umkämpfte Partie. Die Pariserinnen kamen dabei immer wieder gefährlich vor das Tor der Berlinerinnen und erspielten sich Abschlussmöglichkeiten. Doch Keeperin Cara Bösl war mehrfach zur Stelle und hielt ihren Kasten mit wichtigen Paraden sauber (31.).
Mit andauernder Spielzeit fanden die Unionerinnen zunehmend besser in die Partie und ließen den Ball sehenswert durch die eigenen Reihen laufen. Besonders über die rechte Seite konnte Union immer wieder gefährlich werden (43.). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit bot sich den Köpenickerinnen dann noch einmal eine große Gelegenheit. Nach einem Fehlpass einer Pariser Innenverteidigerin am Strafraum schaltete Lia Kamber gedankenschnell, fing den Ball ab und schob ihn zur erneuten Führung ins Netz ein (45.+3). Mit diesem Treffer zum 1:2 ging es wenig später in die Halbzeitpause.
Union spielbestimmend – Janssens mit dem Siegtreffer
Die Berlinerinnen starteten in die zweite Halbzeit dort, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatten. Sie übernahmen sofort die Kontrolle und setzten die Gastgeber aus Paris früh unter Druck. Bereits in der 47. Spielminute gelang es Jill Janssens, die Führung weiter auszubauen: Nach einem Freistoß fasste sie sich aus der Distanz ein Herz und traf sehenswert aus gut 20 Metern Entfernung zum 3:1 für die Unionerinnen. Diese bestimmten zunehmend das Spielgeschehen und sorgten mit Standardsituationen für Gefahr vor dem gegnerischen Tor (65.). Das hohe Pressing und das schnelle Offensivspiel der Gäste stellten die Defensive von Paris Saint-Germain immer wieder vor Herausforderungen. Beide Trainerteams nutzten die zweite Halbzeit für personelle Veränderungen. Die frischen Kräfte waren dem Spiel unmittelbar anzumerken, wodurch die Intensität der Partie noch einmal zunahm. Das Tempo wurde deutlich angezogen und beide Mannschaften suchten konsequent den Weg nach vorne.
Die erste große Chance in der zweiten Hälfte der Partie erspielten sich die Gastgeberinnen in der 74. Minute: Ein ausgeführter Eckstoß kam dem Tor der Berlinerinnen gefährlich nah, segelte aber knapp am Gehäuse der eingewechselten Nadine Böhi vorbei. Anschließend kamen die PSG-Spielerinnen besser in die Partie und erhöhten den Druck auf die Berliner Defensive. Einen weiteren gefährlichen Angriff der Französinnen entschärfte Nadine Böhi nur fünf Spielminuten später mit einer starken Parade. In den folgenden Minuten verlagerte sich das Spielgeschehen zunehmend in die Hälfte der Unionerinnen. Paris Saint-Germain übernahm mehr Ballbesitz und suchte immer wieder den Weg nach vorn. Gleichzeitig wurde die Partie zunehmend intensiver und aggressiver. In den zahlreichen Zweikämpfen schenkten sich beide Mannschaften nichts. Die Unionerinnen hielten stark dagegen und verteidigten ihre Führung mit großem Einsatz und hoher Konzentration. So endete die Partie mit einem 3:1-Erfolg für die Unionerinnen.
Stimmen nach dem Spiel
“Ich freue mich sehr, dass wir das letzte Spiel der Vorbereitung gegen so einen starken Gegner gewonnen haben. Wir haben alles versucht umzusetzen, was wir uns für die Vorbereitung und die kommende Saison vorgenommen haben. Wir haben mutig gespielt und gut als Team agiert. Jetzt ist es wichtig, dass wir alles, was wir heute auf den Platz gebracht haben, für das Bayernspiel und die kommende Saison mitnehmen”, so das Fazit von Naika Reissner im Anschluss des Spiels.
“Ich denke heute haben wir als Team einen sehr starken Auftritt hingelegt. Wir haben von Anfang an und bis zum Schluss mutig gespielt und das umgesetzt, was wir in den letzten Wochen erarbeitet haben. Ich bin sehr stolz und dankbar, hier heute zwei Tore gemacht zu haben, allerdings war das auch nur mit dem Team möglich, da wir alle gut miteinander gespielt haben. Wir freuen uns jetzt natürlich riesig auf die kommende Saison und das Auftaktspiel gegen Bayern und wollen dort mit der gleichen Mentalität wie heute in das Spiel starten”, so Doppeltorschützin Lia Kamber.
“Wenn am Ende ein 3:1 gegen Paris Saint-Germain auf der Ergebnistafel steht, dann ist das natürlich sehr positiv. Wir haben heute viele Dinge umgesetzt, die wir uns auch vorgenommen hatten. Wir sind sehr glücklich mit dem Ergebnis, aber vor allem darüber, weitere Fortschritte mit dem Team gemacht zu haben. Wir freuen uns jetzt auf das Auftaktspiel gegen den FC Bayern München und wissen, dass da wieder eine Mannschaft mit sehr viel Qualität auf uns zukommt”, so die Analyse von Cheftrainerin Marie-Louise Eta nach dem Spiel.
Ausblick auf die kommenden Tage
Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin tritt im Anschluss an die Partie die Rückreise nach Berlin an. Bereits am morgigen Sonntag nimmt das Team wieder das Training auf, um die Vorbereitung auf die erste Pflichtspielwoche der neuen Saison fortzusetzen. Zum Saisoneröffnungsspiel der Google-Pixel Frauen Bundesliga empfängt der 1. FC Union Berlin am Freitag, dem 21.08.2026, den Rekordmeister FC Bayern München im Stadion An der Alten Försterei. Tickets für das erste Pflichtspiel, das um 18:20 Uhr angepfiffen wird, sind weiterhin im freien Verkauf hier erhältlich.