Torreicher Saisonabschluss:
Unioner mit 4:0 gegen den FCA
Die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin besiegt am 34. Spieltag der Bundesliga-Saison 2025/26 die Konkurrenz des FC Augsburg deutlich und verdient mit 4:0. Einem Doppelpack von Andrej Ilić (10./42.) vor der Pause folgt ein Traumtor von András Schäfer zum 3:0. Kurz vor dem Ende besorgt der eingewechselte Wooyeong Jeong den 4:0-Endstand (89.).
1. FC Union Berlin: Klaus – Trimmel (65. Juranović), Doekhi, Leite, Rothe – Kemlein, Schäfer – Burke (85. Querfeld), Ansah (65. Jeong), Burcu (71. Skarke) – Ilić (85. Bogdanov)
FC Augsburg: Dahmen – Wolf (61. Pedersen), Matsima (61. Banks), Gouweleeuw, Zesiger, Fellhauer – Keitel (55. Massengo), Rieder – Kade, Gregoritsch (77. Ogundu), Kömür (55. Ribeiro)
Personal: Unions Cheftrainerin Marie Louise Eta sah nach dem verdienten Auswärtssieg in Mainz keinen Anlass, ihre Startelf umzubauen. Nur Vizekapitän Rani Khedira musste angeschlagen passen. Für ihn rückte der laufstarke András Schäfer in die Anfangsformation.
Zuschauer: 22.012
Tore: 1:0 Ilić (10.), 2:0 Ilić (42.), 3:0 Schäfer (54.), 4:0 Jeong (89.)
Klaus leitet zweimal ein, Ilić vollendet doppelt – Union mit Kontrolle und Spielwitz
Mit der im schwenkenden Fahnenmeer getränkten Waldseite im Rücken bestritt Union sein letztes Heimspiel dieser Spielzeit und zeigte in der Anfangsphase viel Ruhe am Ball. Die Gäste aus Augsburg liefen der Kugel zunächst hinterher, zogen sich kompakt zusammen und versuchten, die Räume eng zu halten. Doch genau daraus schlugen die Eisernen Kapital: Nach einem Augsburger Eckstoß erwischten sie die weit aufgerückten Fuggerstädter eiskalt. FCU-Keeper Carl Klaus, dessen Vertragsverlängerung am Vormittag bekanntgegeben wurde, pflückte die Hereingabe sicher herunter und schickte im selben Moment den schnellen Oliver Burke auf die Reise. Im Dreikampf mit Chrislain Matsima und Torhüter Finn Dahmen behauptete der Schotte, unterstützt von András Schäfer, den Ball und legte quer auf Andrej Ilić. Der Serbe schob die Kugel schließlich ins verwaiste Tor und brachte Union mit 1:0 in Führung (10.).
Das frühe Tor gab Union spürbare Sicherheit und so blieben die Berliner in den folgenden Minuten die spielbestimmende Mannschaft. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld, den Kapitän Christopher Trimmel gefühlvoll in den Strafraum schlug, stieg Andrej Ilić am höchsten. Sein Kopfball landete jedoch direkt in den Armen von Finn Dahmen (26.), der für Augsburg sicher zupackte. Zehn Minuten später wirbelten Ilyas Ansah und Livan Burcu durchs Mittelfeld, ließen auf engstem Raum gleich mehrere Augsburger ins Leere laufen und brachten die Alte Försterei kurz zum Raunen. Der Angriff fand jedoch kein Ziel, weil Matsima im Strafraum rechtzeitig dazwischen ging und die Szene entschärfte.
Drei Minuten vor dem Ende der ersten 45 Minuten schlug Union erneut zu. Wieder war es Klaus, der mit einem weiten Abschlag Burke fand. Der setzte sich per Kopf durch und schickte Ilić in die Tiefe. Der Angreifer blieb abermals eiskalt und vollendete souverän zum 2:0 (42.). So ging es wenig später mit diesem verdienten Vorsprung in die Pause, nachdem Patrick Ittrich, an seinem letzten Tag als Schiedsrichter, die erste Hälfte abgepfiffen hatte (45.).
Schäfer und Woo legen nach – Klaus mit weißer Weste zum Saisonabschluss
Der Motor von Union lief auch nach dem Seitenwechsel weiter heiß. Über die linke Seite leitete Tom Rothe die nächste Großchance ein: Der U21‑Nationalspieler steckte fein durch zu Burcu, der im Strafraum den Überblick behielt und in den Rückraum auf Burke zurücklegte. Dessen Abschluss parierte Finn Dahmen mit dem Fuß und verhinderte so den dritten Treffer der Eta‑Elf (47.). Kurz darauf fasste sich Trimmel aus rund 20 Metern ein Herz und zog einfach ab. Dahmen musste sich mächtig strecken, um den satten Versuch des Österreichers zu entschärfen. Wenig später war der Augsburger Schlussmann jedoch machtlos: Nach einer kurz ausgeführten Ecke nahm Schäfer halblinks im Strafraum Maß und jagte das Leder in den rechten oberen Winkel zum verdienten 3:0 für die Eisernen (54.).
Nachlassen war für die Rot‑Weißen auch nach dem dritten Treffer keine Option. Immer wieder boten sich Umschaltmomente und gute Gelegenheiten. So zog Burcu mit einem Schlenzer ab, der nur knapp am rechten Pfosten vorbeirauschte (60.). Gleichzeitig stand Union defensiv sicher. Die Köpenicker ließen kaum etwas zu, sodass die Mannschaft von Manuel Baum schlicht kein Durchkommen fand (75.).
In der letzten Viertelstunde der laufenden Spielzeit kam dann das Aluminium den Berlinern zur Hilfe. Der kurz zuvor eingewechselte Uchenna Ogundu zog aus spitzem Winkel wuchtig ab, doch sein Schuss klatschte mit voller Wucht an den Pfosten (79.). Am Ende konnte sich Klaus über seine erste weiße Weste in der Bundesliga freuen und die Mannschaft von Marie-Louise Eta sich versöhnlich mit einem 4:0-Erfolg über Augsburg in die Sommerpause verabschieden, da kurz vor dem regulären Ende noch Wooyeong Jeong das vierte Tor erzielte (89.).
Stimmen nach dem Spiel
“Es hat Spaß gemacht. Wir waren unglaublich spielfreudig, unglaublich griffig. Die Hintermannschaft hat wenig zugelassen, vorne wurden die Bälle gut festgemacht. Wir hatten gute Umschaltsituationen. Ich glaube, ich habe einen sehr guten Schlag und das kann bei hochstehenden Mannschaften eine Waffe sein”, so das Fazit von Carl Klaus nach dem Abpfiff.
“Natürlich hatten wir schwierige Phasen in dieser Saison, besonders in der Rückrunde. Ich muss sagen, dass auch das Spielglück nicht auf unserer Seite war. Es gab vier oder fünf Spiele, bei denen der erste Schuss immer ein Traumtor gegen uns war. In den letzten zwei Spielen haben wir das erste Tor gemacht”, so das kurze Saisonfazit von Andràs Schäfer im Anschluss.
“Es war heute eine Teamleistung. Danke an die Jungs, danke an den Staff, danke an die Fans. Fußballspiele gewinnen macht immer Spaß, dafür macht man das Ganze. Die Art und Weise war uns wichtig, da sind wir gute Schritte gegangen und haben Tag für Tag daran gearbeitet. Toll, dass das dann so geklappt hat. Nicht nur ein Spiel zu gewinnen, sondern auch in dieser Form”, lautet die Analyse von Cheftrainerin Marie-Louise Eta nach dem Duell.
Und niemals vergessen…
Die Profi-Mannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin verabschiedet sich nun in eine gut sechswöchige Pause. Die erste Einheit der Vorbereitung auf die nächste Bundesliga-Saison steht für den 1. Juli 2026 an. Erste Termine des Sommers sind hier zu finden.
Eisern Union!