Nichts zu holen auf dem Schlossberg:

Union verliert 1:3 in Heidenheim

Es bleibt dabei, die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin kann sich gegen den 1. FC Heidenheim 1846 im Fußball-Oberhaus keinen Dreier erarbeiten. Auch am 29. Spieltag der aktuellen Saison muss sich die Elf von Cheftrainer Steffen Baumgart mit 1:3 geschlagen geben. Nach dem Doppelpack von Mathias Honsak (9./36.) kann Leopold Querfeld nach dem Seitenwechsel verkürzen (75.), kurz darauf stellt Budu Zivzivadze den alten Abstand jedoch wieder her (79.).

1. FC Union Berlin: Rönnow – Haberer, Doekhi, Querfeld, Leite (69. Burcu), Köhn (62. Rothe) – Schäfer (69. Ansah), Khedira, Král (84. Güther) – Burke (62. Skarke), Ilić 

1. FC Heidenheim 1846: Ramaj – Busch, Mainka, Föhrenbach, Behrens – Dinkçi (88. Beck), Niehues, Schöppner (88. Kerber), Honsak (77. Ibrahimović) – Pieringer (77. Dorsch), Schimmer (69. Zivzivadze) 

Personal: Unions Cheftrainer Steffen Baumgart wechselte im Vergleich zum Punktgewinn gegen den FC St. Pauli auf einer Position: Für Wooyeong Jeong startete Alex Král in Heidenheim. 

Zuschauer: 15.000 

Tore: 1:0 Honsak (9.), 2:0 Honsak (36.), 2:1 Querfeld (75.), 3:1 Zivzivadze (79.) 

Heidenheimer Honsak trifft doppelt aus kurzer Distanz – Union verpasst frühe Führung

Die Berliner hatten in den ersten Minuten in Heidenheim die besseren Möglichkeiten. Bereits in der dritten Minute tauchte der aufgerückte Linksverteidiger Derrick Köhn frei vor dem Tor auf, setzte seinen Abschluss jedoch über den Kasten. Zuvor war Oliver Burke stark freigespielt worden und legte im Strafraum mustergültig auf den besser postierten Köhn quer. Doch der ghanaische Nationalspieler brachte den Ball aus gut fünf Metern nicht im Tor unter. Stattdessen gehörte der deutlich bessere Beginn dann den Heidenheimern, die in der 9. Minute durch Mathias Honsak das 1:0 erzielten. Nach einer Hereingabe von Marvin Pieringer von der rechten Seite lief der Flügelspieler im Fünfmeterraum ein und drückte die Flanke über die Linie. 

Nach einer guten Viertelstunde luden die Heidenheimer die Eisernen zum Ausgleich ein. Ein langer Ball von Frederik Rönnow hinter die Abwehrreihe des FCH führte zu einem Missverständnis zwischen der TSG-Leihgabe Hennes Behrens und Schlussmann Diant Ramaj. Burke roch den Braten, spritzte dazwischen, blieb jedoch im Eins-gegen-eins am herausstürzenden Keeper hängen. 

Nach der ereignisreichen Anfangsphase verlagerte sich das Geschehen zunehmend ins Mittelfeld. Zahlreiche kleine Unterbrechungen auf beiden Seiten verhinderten, dass ein echter Spielfluss entstand. In dieser zerfahrenen Phase schlugen die Hausherren erneut zu und erhöhten auf 2:0. Wieder war es Honsak, der mit viel Tempo in den Fünfmeterraum startete. Nach einer Kopfballverlängerung von FCH-Kapitän Patrick Mainka landete das Spielgerät genau vor seinen Füßen und der Offensivmann traf in der 36. Minute zum zweiten Mal ins Ziel. Dabei blieb es auch und so lautete der Halbzeitstand 0:2 aus Sicht der Eisernen.

Ein Fußballspiel mit Spielern in hellblauen und roten Trikots, im Hintergrund sieht man Fans und Banner.
Spielszene im Stadion: Ein Spieler in blauem Trikot dribbelt den Ball, während ein Gegner in rotem Trikot ihn verfolgt.
Ein Fußballspieler tritt einen Ball, während ein gegnerischer Spieler ihm gegenübersteht. Im Hintergrund sind Zuschauer und Vereinsfahnen zu sehen.
Ein Fußballspieler in hellblauem Trikot steht auf dem Spielfeld, während ein Gegner in dunklem Trikot in seiner Nähe läuft. Fans mit Fahnen im Hintergrund.

Eiserne mit dem Anschlusstreffer – Schmidt-Elf antwortet postwendend

Kaum zurück aus der Kabine und wieder auf dem Rasen erspielten sich die Unioner einige Standardsituationen, aus denen sie jedoch kein Kapital schlugen. Bei strahlendem Sonnenschein in Baden-Württemberg brachte eine gute Stunde später der gebürtige Heidenheimer Tim Skarke gemeinsam mit Tom Rothe etwas Frische in die Partie. Skarke leitete prompt den nächsten Angriff ein, doch Alex Král blieb am dicht gestaffelten Defensivblock der Gastgeber hängen (65.). 

Nur zwei Minuten später setzte Unions Nummer 21 erneut über die linke Seite an und bediente Rothe. Dessen Hereingabe fand den Kopf von Andrej Ilić, doch Schlussmann Ramaj pflückte den Versuch sicher herunter. Auch den nächsten Kopfball des Serben lenkte der Heidenheimer Schlussmann noch gerade so über die Latte. Doch die folgende Ecke brachte schließlich den Anschlusstreffer: Die Eisernen setzten die Gastgeber im Strafraum unter Druck, sodass die FCH-Defensive nicht sauber klären konnte. Am Ende stand Leopold Querfeld goldrichtig und jagte die Kugel in der 75. Minute wuchtig ins Netz zum 1:2. 

Die Hoffnung der mitgereisten Union-Anhänger hielt jedoch nur kurz an. Bereits vier Minuten nach dem Anschlusstreffer setzte sich der eingewechselte Budu Zivzivadze mit etwas Glück gegen mehrere Köpenicker durch, drang halblinks in den Strafraum ein und jagte den Ball wuchtig in den Winkel zum 3:1 (79.). Sechs Minuten vor dem Ende schrieb der 1. FC Union Berlin dennoch Bundesliga-Geschichte: Der vor drei Tagen 16 Jahre alt gewordenen Linus Güther kam in die Partie und ist somit der jüngste Spieler des Vereins und der zweitjüngste Bundesligaspieler jemals.  

In der fünfminütigen Nachspielzeit wurde nach VAR-Überprüfung ein zweiter Treffer des Heidenheimers Zivzivadze wegen Abseits aberkannt und so blieb es bei der 1:3-Niederlage der Unioner auf dem Schlossberg.

Torwart in grauer Uniform führt einen Abschlag aus, im Hintergrund sind Fans und Banner zu sehen.
Ein Fußballspieler in blauer Trikotfarbe dribbelt den Ball, während zwei Spieler in roten Trikots ihn verfolgen.
Spieler in hellblauem Trikot dribbelt den Ball auf dem Spielfeld, umgeben von Fans und Sicherheitskräften.

Stimmen nach dem Spiel

“Es war ein desolater Auftritt von uns, dessen sind wir uns bewusst. Wir haben jetzt noch fünf Spiele zu gehen und müssen uns daher unbedingt aufrappeln. Ich bin aber davon überzeugt, dass so viel Qualität in der Mannschaft steckt, dass wir es am Ende über die Ziellinie bringen können”, so das Fazit von Rani Khedira nach dem Abpfiff.

“Es fällt mir schwer, das Spiel in Worte zu fassen. Ich denke, jeder kann sich vorstellen, dass wir uns heute mehr vorgenommen haben. Der Start ins Spiel war auch gar nicht so schlecht, dann bekommen wir aber zwei einfache Gegentore, aber das soll keine Ausrede sein. Wir haben es einfach versäumt, unsere Leistung auf den Platz zu bekommen”, ergänzte Leopold Querfeld im Anschluss.

“Unabhängig von dem enttäuschenden Ergebnis sind wir auch von unserer Leistung enttäuscht. Wir haben es nicht geschafft, über die 90 Minuten auf Augenhöhe mit den Heidenheimern zu agieren. Da müssen wir uns definitiv an die eigene Nase fassen, auch wenn es der FCH sicher gut gemacht hat. Jetzt müssen wir im Training beweisen, dass wir es nächstes Wochenende besser machen wollen”, lautet die Analyse von Cheftrainer Steffen Baumgart nach dem Duell.

Ausblick auf die kommenden Tage 

Nach der Rückreise nach Berlin am heutigen Abend wird morgen vormittags trainiert. Ab Dienstag beginnt die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg.

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