Im Breisgau ohne Punkte:

Union unterliegt Freiburg mit 0:2

Mit einer 0:2-Niederlage beim SC Freiburg verabschiedet sich die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin in die letzte Länderspielpause des Jahres. Nach einer torlosen ersten Hälfte bringt ein unglückliches Eigentor von Rani Khedira die Gastgeber auf die Siegerstraße. Die Eisernen suchen in der Folge den Weg zurück ins Spiel, müssen nach dem Treffer von Yuito Suzuki zum 0:2 in der 67. Minute jedoch die Heimreise ohne Zählbares antreten. Frederik Rönnow pariert in der 85. Minute noch einen Foulelfmeter von Vincenzo Grifo.

Zwei Fußballspieler kämpfen um den Ball in einem Stadion, während Zuschauer im Hintergrund zu sehen sind.

1. FC Union Berlin: Rönnow – Haberer, Van den Bosch, M. Friedrich, Köhn (85.Rothe) – Imeri (46. Jeong), Schäfer, Khedira, Aebischer (77. Güther), Burcu (68. Ilić) – Skarke (46. Burke)

SC Freiburg: Backhaus – Treu (85. Kübler), Ginter, Lienhart, Makengo – Eggestein, Engelhardt (76. Osterhage) – Beste, Suzuki (85. Höler), Scherhant (68. Grifo) – Matanović (68. Goto)

Personal: Unions Cheftrainer Mauro Lustrinelli nahm im Vergleich zum Heimspiel gegen Köln keine Veränderungen vor und schickte dieselbe Startelf wie zuletzt aufs Feld.

Zuschauer: 33.400

Tore: 1:0 Eigentor Khedira (55.), 2:0 Suzuki (67.)

Rönnow im Fokus in zweikampfbetontem Duell – Keine Treffer vor dem Seitenwechsel

Die lange Anreise in den Breisgau war den Profimännern des 1. FC Union Berlin zunächst nicht anzumerken. Die Eisernen erwischten einen munteren Start und sorgten bereits nach zwei Minuten für den ersten gefährlichen Vorstoß. Tim Skarke setzte einem Steckpass hinter die Freiburger Abwehr nach, seine Hereingabe wurde jedoch vor dem einschussbereiten Livan Burcu geklärt. Die Gastgeber meldeten sich wenig später erstmals nach einem Standard an: Igor Matanović verlängerte eine Hereingabe per Kopf, doch Frederik Rönnow war zur Stelle und nahm den Ball sicher auf (9.). 

Mit fortschreitender Spielzeit übernahm die Mannschaft von Julian Schuster klar die Kontrolle über das Spielgeschehen und ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen. Wirklich zwingend wurden die Breisgauer zunächst jedoch nicht. Mehrere Hereingaben, unter anderem von Jan-Niklas Beste über die linke Seite, fanden keinen Abnehmer und stellten die Union-Defensive vor keine größeren Probleme (23.). In der 37. Minute hatte Freiburg die bis dahin beste Gelegenheit der Partie: Beste eroberte den Ball am Berliner Strafraum und bediente Yuito Suzuki, dessen Abschluss nur hauchdünn am Pfosten vorbeistrich. Zuvor hatte Frederik Rönnow den Ball mit einer starken Parade noch entscheidend abgefälscht. Fünf Zeigerumdrehungen später wurde es erneut gefährlich, als Yannik Engelhardt eine butterweiche Flanke in den Strafraum schlug, wo Matanović per Kopf zum Abschluss kam. Doch erneut war Rönnow zur Stelle und bewahrte seine Mannschaft mit einer starken Reaktion vor dem Rückstand. So ging es nach 45 Minuten torlos in die Kabinen.

Ein Fußballspieler in schwarzer Trikot-Uniform steht auf dem Spielfeld, während im Hintergrund Fans und Banner zu sehen sind.
Fußballspieler in schwarzer Sportkleidung steht auf dem Spielfeld, im Hintergrund Fans mit Fahnen und Bannern.
Fußballspiel mit zwei Spielern im Wettkampf um den Ball, umgeben von jubelnden Fans und Vereinsflaggen im Hintergrund.
Fußballstadion mit jubelnden Fans, die Fahnen und Banner schwenken, während das Spiel im Vordergrund läuft.
Zwei Fußballspieler auf dem Spielfeld während eines Spiels, umgeben von Fans und Vereinsbanner im Hintergrund.
Ein Fußballspieler dribbelt den Ball, während zwei Verteidiger ihn verfolgen. Stadion mit Fans im Hintergrund.

Unglückliches Eigentor bringt Freiburger Führung – Kein eiserner Ertrag nach 90 Minuten

Zur Pause reagierte Unions Cheftrainer Mauro Lustrinelli mit einem Doppelwechsel und brachte Wooyeong Jeong sowie Oliver Burke in die Partie. Am Spielverlauf änderte dies zunächst jedoch wenig. Die erste nennenswerte Gelegenheit nach dem Seitenwechsel gehörte den Gastgebern: Suzuki setzte sich mit Tempo gegen Janik Haberer und Jeong durch, zog aus halblinker Position im Strafraum ab, traf aber lediglich das Außennetz (52.). Nur wenige Minuten später ging Freiburg in Führung. Beste drang bis zur Grundlinie vor und brachte den Ball scharf vor das Tor. Kapitän Rani Khedira wollte vor dem einschussbereiten Suzuki klären, lenkte das Leder dabei jedoch unglücklich ins eigene Netz zum 0:1 (55.). 

Der Gegentreffer belebte allerdings die Offensive der Köpenicker, denn die Eisernen antworteten wenig später mit ihrer ersten Möglichkeit nach dem Rückstand. Nach einer Hereingabe vor das Freiburger Tor brachte der SC-Spieler Jordy Makengo aus kurzer Distanz den Ball mit dem Standbein auf das Tor. Freiburgs Schlussmann Mio Backhaus war aufmerksam und nahm die Kugel sicher auf (58.). Drei Minuten später tauchte nach einer präzisen Hereingabe Oliver Burke frei vor dem Tor auf, brachte seinen Abschluss aber nicht aufs Gehäuse und setzte den Ball drüber. 

Doch die Bemühungen halfen nicht, stattdessen erhöhte die Mannschaft von Julian Schuster. Nach einem Ballgewinn von Derry Scherhant, der dann Suzuki bediente, konnte der Offensivakteur mit einem Lupfer auf die 2:0 stellen (67.). In der Schlussphase verbuchten die Köpenicker zwar etwas mehr Ballbesitz und verlagerten das Spielgeschehen zunehmend in die Freiburger Hälfte, doch die Defensive des SC Freiburg, immerhin die viertbeste der Liga, verteidigte weiterhin aufmerksam und konsequent. Auf der Gegenseite rückte Rönnow noch einmal in den Mittelpunkt: Der dänische Schlussmann parierte zunächst einen Foulelfmeter des eingewechselten Vincenzo Grifo stark (85.) und bewahrte seine Mannschaft damit vor einem höheren Rückstand. Wenig später bewies er erneut seine Klasse, als er einen platzierten Kopfball mit einem starken Reflex noch vor der Torlinie entschärfte. So beendete der Unparteiische die Begegnung mit dem Endstand von 0:2 aus Sicht der Eisernen.

Ein Fußballspieler führt einen Eckball aus, während das Stadion voller Zuschauer ist.
Ein spannendes Fußballspiel mit Spielern in roten und schwarzen Trikots auf einem Fußballfeld mit Zuschauern im Hintergrund.
Ein Fußballspieler führt einen Schuss während eines Spiels aus, im Hintergrund ist ein Schiedsrichter und ein Mitspieler zu sehen.
Ein Torwart springt, um einen Elfmeter zu halten, während ein Spieler mit der Nummer 32 schießt. Im Hintergrund jubelnde Fans.
Spieler des 1. FC Union Berlin in schwarzem Trikot mit der Nummer 23 schaut während eines Spiels ins Publikum.
Ein Fußballspieler trägt ein schwarzes Trikot mit der Aufschrift "raisin" und dribbelt den Ball auf dem Spielfeld.

Stimmen nach dem Spiel

„In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv. Dass wir ohne Gegentor geblieben sind, hatten wir vor allem Freddy zu verdanken, der ein starkes Spiel gemacht hat. Nach dem Seitenwechsel wollten wir mutiger auftreten und offensiver agieren, da kam das erste Gegentor natürlich zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Insgesamt wissen wir aber, dass wir uns steigern müssen“, zog Zeno Van den Bosch nach dem Schlusspfiff Bilanz. 

„Wir müssen anerkennen, dass die Niederlage heute verdient war. In vielen Phasen haben wir nicht die nötige Präzision auf den Platz gebracht und sind nur selten in unser Pressing gekommen. Dadurch konnte Freiburg uns immer wieder tief in die eigene Hälfte drücken, während es uns kaum gelang, für Entlastung zu sorgen. Gleichzeitig haben wir in dieser Saison bereits gezeigt, dass wir es besser können und uns auf einem guten Weg befinden. Nun gilt es, die Energie, die wir im Defensivspiel investieren, auch in unseren Offensivaktionen auf den Platz zu bringen und die richtige Balance zu finden. Daran werden wir in den kommenden Wochen arbeiten“, ergänzte Kapitän Rani Khedira nach dem Schlusspfiff. 

„Mit der Art und Weise, wie die Gegentore entstanden sind, können wir nicht zufrieden sein. Gleichzeitig müssen wir anerkennen, dass Freiburg heute der verdiente Sieger war. Über weite Strecken haben wir zwar engagiert verteidigt, es ist uns aber zu selten gelungen, für Entlastung zu sorgen. Zudem haben wir die Bälle in entscheidenden Situationen zu schnell wieder abgegeben. Die Länderspielpause werden wir nun intensiv nutzen, um genau an diesen Punkten zu arbeiten und uns weiterzuentwickeln“, analysierte Cheftrainer Mauro Lustrinelli nach dem Abpfiff. 

Ausblick auf die kommenden Tage

Die Profimänner des 1. FC Union Berlin verabschieden sich aufgrund der letzten Länderspielphase des Kalenderjahres in eine Woche ohne Bundesliga-Spielbetrieb. Für die Eisernen, die nicht mit ihren Nationalmannschaften unterwegs sind, steht dennoch eine Partie auf dem Programm: Im Rahmen eines Testspiels trifft Union auswärts auf den Zweitligisten VfL Wolfsburg. Anstoß der Begegnung im Wolfsburger AOK Stadion ist am Donnerstag, dem 12.11.2026, um 14:30 Uhr.

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Profis MännerBundesligaSaison 2026/2726/27-M-09-SCFFCU

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