Eine wichtige Stimme ist verstummt:
Union trauert um André Rolle
Der 1. FC Union Berlin trauert um André Rolle. Der langjährige Stadionsprecher, der die Spiele an der Alten Försterei zwischen 1990 und 2003 mit seiner markanten Stimme prägte, ist am Abend des 5. Januar 2026 verstorben.
Als kleiner Junge sah André 1967 seine ersten Spiele im Stadion An der Alten Försterei. In Altenburg geboren, wuchs er im traditionellen Union-Einzugsgebiet Berlin-Adlershof auf. Seit Mitte der 1980er-Jahre engagierte er sich ehrenamtlich in der Klub-Kommission für Öffentlichkeitsarbeit – als Schriftsetzer und Polygraph unterstützte er die Arbeit an vielen Druckerzeugnissen.
André übernahm 1990 die Position des Stadionsprechers – schnell fand er die Anerkennung der Anhänger und Fans. Mit einer Unterbrechung blieb er bis 2003 für sie die „Stimme der Alten Försterei“. Sachlichkeit und Witz kennzeichneten seine Moderationen in diesen fast 13 Jahren. Das ikonische „Und niemals vergessen …“ nach seinen Ansagen wurde zum geltenden Standard – wie auch „Eisern Union!“ die Antwort von den Rängen bleiben wird.
Rund um die Jahrtausendwende und die erstmalige Zweitligazugehörigkeit des 1. FC Union Berlin war er im Verein für Marketing und Merchandise mitverantwortlich.
Darüber hinaus war André unter anderem von 2003 bis 2019 Organisator des jährlich ausgetragenen Union-Preisskat-Turniers sowie Initiator und Teil des Orgateams der „Exilertreffen“ für auswärtig wohnende Union-Fans. Er engagierte sich im Eisernen V.I.R.U.S., der Fan- und Mitgliederabteilung sowie der Eisernen Hilfe und war auch an vielen weiteren Veranstaltungen, die das Gemeinsame der Unioner prägten und prägen, beteiligt.
Für sein Engagement zeichnete der Klub ihn 1988 mit der Ehrennadel in Bronze und 2014 mit der Silbernen Ehrennadel aus.
André Rolle verstarb im Alter von 68 Jahren. Seiner Familie und seinen Freunden gilt die herzliche Anteilnahme unseres Klubs. Der 1. FC Union Berlin wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren – Eisern Union!