Wölfe treffen zweimal aus der Distanz:
Union muss sich Wolfsburg 1:2 geschlagen geben
Die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin verliert die Partie gegen den VfL Wolfsburg mit 1:2. Nach elf Minuten bringt Patrick Wimmer die Gäste mit einem sehenswerten Außenrist‑Treffer in Führung. Bereits im ersten Durchgang erspielen sich die Eisernen mehrere Möglichkeiten, bleiben jedoch ohne Torerfolg. Direkt nach dem Seitenwechsel landet der erste Abschluss der Wolfsburger erneut im Netz – das 0:2 (46.). Das Team von Cheftrainerin Marie‑Louise Eta zeigt Moral, sucht konsequent den Weg nach vorn und erzielt nach mehrfachem Scheitern am VfL-Keeper und am Pfosten durch Oliver Burke in der 86. Minute den Anschluss. Trotz des Aufbäumens in der Schlussphase gelingt den Eisernen kein weiterer Treffer.
1. FC Union Berlin: Rönnow – Trimmel (88. Haberer), Doekhi, Querfeld, Leite, Rothe (68. Köhn) – Kemlein (76. Schäfer), Khedira (88. Burcu) – Ansah (68. Skarke), Ilić, Burke
VfL Wolfsburg: Grabara – Maehle, Belocian, Vavro, Koulierakis, Zehnter (90.+3 Jenz)– Eriksen (86. Arnold), Souza – Wimmer (69. Gerhardt), Pejčinović (90.+3 Shiogai)–, Amoura (69. Daghim)
Personal: Unions Cheftrainerin Marie‑Louise Eta nahm in ihrer ersten Startelf vier Veränderungen im Vergleich zum Auftritt in Heidenheim vor. Für Derrick Köhn, Janik Haberer, Alex Král und András Schäfer rückten Tom Rothe, Aljoscha Kemlein, Kapitän Christopher Trimmel und Ilyas Ansah in die Anfangsformation.
Zuschauer: 22.012
Tore: 0:1 Wimmer (11.), 0:2 Pejčinović (46.), 1:2 Burke (86.)
Unions engagierter Auftritt bleibt ohne Ertrag – Außenrist‑Schlenzer bringt Wölfe-Führung
Mit der neuen Cheftrainerin Marie-Louise Eta schrieb der 1. FC Union Berlin im Stadion An der Alten Försterei am heutigen Abend zwar Bundesligageschichte, im Mittelpunkt stand jedoch der Kampf um den Klassenerhalt in der Partie gegen den VfL Wolfsburg. Die Eisernen besannen sich daher früh auf ihre bekannten Stärken bei ruhenden Bällen: Nach einer Ecke von Kapitän Christopher Trimmel setzte Danilho Doekhi einen Kopfballaufsetzer Richtung Tor, doch VfL-Keeper Kamil Grabara war zur Stelle und fing den Ball sicher ab (9.).
Auf der Gegenseite nutzte dann Patrick Wimmer den ersten klaren Abschluss der Gäste. Der österreichische Nationalspieler drehte im Zentrum auf, schoss den Ball mit dem Außenrist auf das Tor und platzierte ihn unhaltbar zum 0:1 im langen Eck (11.). Die Berliner suchten daraufhin schnell eine Lösung zum Ausgleich. Nach einer Hereingabe von Trimmel bot sich Ilyas Ansah die nächste Möglichkeit, doch sein Abschluss geriet zu zentral, sodass Kamil Grabara erneut sicher parierte (15.). Nur wenige Minuten später tauchte Ansah wieder gefährlich auf: Nach einer abermaligen Flanke von Trimmel setzte er seinen Kopfball jedoch knapp am Tor vorbei (20.).
Beim nächsten Abschluss der Unioner versuchte sich Rani Khedira aus der zweiten Reihe, doch sein Schuss flog wenige Meter über den Querbalken (33.). Fünf Minuten vor der Pause wurde es erneut gefährlich: Tom Rothe nahm am linken Fünfmeterraumeck einen Volley direkt, setzte den Ball jedoch haarscharf über das Tor (40.). Trotz aller Bemühungen ging es für die Eisernen mit einem 0:1‑Rückstand in die Kabine.
Eiskalte Niedersachsen erhöhen – Burke mit dem Anschluss der Berliner
Denkbar ungünstig startete der 1. FC Union Berlin dann in den zweiten Durchgang, als die Gäste aus Wolfsburg unmittelbar nach Wiederanpfiff einen hohen Ballgewinn erzwangen, der bei Angreifer Dženan Pejčinović landete. Der Stürmer fackelte nicht lange und schlenzte den Ball aus halblinker Position von der Strafraumkante präzise ins lange Eck – das 0:2 aus Sicht der Eisernen (46.). Union versuchte, den erneuten Rückschlag schnell abzuschütteln. Nur 180 Sekunden später zog Ilyas Ansah aus rund 20 Metern ab und zwang Kamil Grabara zu einer Parade, bei der der Wolfsburger Keeper den Ball gerade noch am Pfosten vorbeilenkte.
Kurz darauf nahm es der erfahrene Trimmel mit mehreren Wolfsburgern auf und behauptete den Ball an der Eckfahne. Mit Unterstützung von Khedira befreiten sich die Eisernen und brachten eine Flanke auf den serbischen Offensivspieler Andrej Ilić, dessen Kopfball leicht abgefälscht nur an den Pfosten prallte (57.). Bis weit in die Schlussviertelstunde hinein gelang es den Köpenickern, die Mannschaft von Dieter Hecking in die eigene Hälfte zu drücken. Die Räume wurden jedoch zunehmend enger und die Defensive der Niedersachsen ließ kaum etwas zu.
Bei einem Torschussverhältnis von mittlerweile 14 zu 5, gelang es dem Schotten Oliver Burke nach schönem Steckpass von Ilić, den Ball in den Maschen zum 1:2 zu versenken (86.). In der Nachspielzeit warfen die Eisernen nochmals alles nach vorne: Zuerst rettete aber der Wolfsburger Torwart einen Abschluss von Doekhi in letzter Sekunde auf der Linie (90.+3) und konnte auch den Kopfball von Köhn sicher fangen. Da auch die letzte Köpenicker Ecke tief in der Nachspielzeit nichts mehr einbrachte, blieb es beim 1:2 aus Sicht der Eisernen und damit drei Punkten für den VfL Wolfsburg.
Stimmen nach dem Spiel
“Jeder weiß, wie eng es da unten ist. Wir hätten heute einen Punkt gut gebrauchen können. 26:5 Torschüsse ist schon eine Statistik, die einziges aussagt. Letztendlich kriegst du zwei Tore, das war zu einfach für den Gegner, sowas müssen wir abstellen. Ich glaube, das Wichtigste war, wie wir uns heute präsentiert haben. Wir haben eine neue Trainerin und neue Inhalte und Ziele, die wir umzusetzen haben. Das ist auch nicht so einfach, aber ich glaube, wir haben es unter dem Strich gut gemacht”, so das Fazit von Union-Kapitän Christopher Trimmel nach dem Abpfiff.
“Wie man gesehen hat, wir haben alles gegeben. Wir haben versucht, vor der Pause das 1:1 und am Ende das 2:2 zu machen. Wenn du nach der Halbzeit auf den Platz gehst und so schnell das Tor kassierst, ist das unglücklich. Wir versuchen für das nächste Mal, das sowas nicht passiert und dass wir dann einfach wieder ins Spiel kommen und Tore schießen”, ergänzte Derrick Köhn im Anschluss.
“Ich bin natürlich enttäuscht, dass wir dieses Spiel verloren haben. Die Jungs hatten sich viel vorgenommen und viele Dinge wurden auch gut umgesetzt. Wir haben uns heute auch viele Torchancen erspielen können, am Ende haben dann aber immer Kleinigkeiten gefehlt. Insgesamt kann man sagen, dass das Ergebnis nicht wirklich zum Spiel passt”, lautet die Analyse von Cheftrainerin Marie-Louise Eta nach dem Duell.
Ausblick auf die kommenden Tage
Mit einem öffentlichen Training startet die Mannschaft von Cheftrainerin Marie-Louise Eta in die neue Woche. Am Montag, dem 20.04.2026 öffnet sich das Tor zum Trainingsplatz um 11 Uhr und die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel am kommenden Freitagabend bei RasenBallsport Leipzig beginnt.