Umkämpfte Partie:
Unionerinnen unterliegen Inter Mailand mit 0:1
Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin unterliegt zur offiziellen Saisoneröffnung im Stadion An der Alten Försterei Inter Mailand mit 0:1. Nach 13 Minuten erzielt Brittany Raphino den Treffer des Tages per Kopf in einer ausgeglichenen Partie.
1.FC Union Berlin: Böhi (72. Smolarczyk) – Janssens (87. Heikkinen), Tysiak, Steuerwald (87. Skaara Helgesen), Schneider (72. Steinert) – Gräwe (60. Weidauer), Veit (87. Halverkamps) – Bauereisen (60. Reissner), Kamber, Egli (72. Weiß) – Heiseler (72. Campbell)
Inter Mailand: Runarsdottir – Bartoli, Milinkovic (55. Van Diemen), Andres Sanz, Schough (55. Detruyer) – Tomasevic (82. Santi), Magull (76. Vilhjalmsdottir), Glionna, Bugeja (55. Robustellini), Tomaselli (55. Polli) – Raphino
Zuschauer: 5.236
Tore: 0:1 Raphino (13.)
Raphino bringt Inter in Führung – Zäher Schlagabtausch in der Sommerhitze
Vor Spielbeginn begrüßten die Union-Fans ihre Mannschaft der neuen Saison bei der offiziellen Teamvorstellung lautstark auf dem Rasen.
Das Spiel startete dann direkt mit einem Hochkaräter für die Mailänderinnen: Nach starkem Kombinationsspiel inklusive gut getimten Steckpass kam der Ball flach in den Fünfmeterraum, wo Haley Bugeja mit der Fußinnenseite das Tor nur knapp verfehlte (2.). Gute zehn Minuten später klingelte es nach einer Freistoßflanke von links im Kasten der Eisernen. Die gut getretene Hereingabe von Lina Magull verwertete die freistehende Brittany Raphino aus sechs Metern im linken Toreck per Kopf zum 1:0 (13.).
Kurz nach der Trinkpause kamen die Norditalienerinnen abermals gefährlich vor das Berliner Tor. Nachdem sich Martina Tomasevic den Ball in der eigenen Hälfte abholte, schickte sie die einlaufende Benedetta Glionna mit einem hohen Ball in die Tiefe, welche aus rund 20 Metern zum Chip ansetzte, jedoch ihre Meisterin in Nadine Böhi fand, die den Versuch sicher festhielt (23.). Danach trudelte das Spiel etwas vor sich hin. Union investierte nach vorne einiges, aber konnte sich keine nennenswerten Chancen herausspielen. Deshalb ging es mit dem 1:0 für die Nerazurri in die Pause.
Keine weiteren Tore – Unionerinnen lassen Ausgleich liegen
Der zweite Abschnitt begann mit druckvollen Unionerinnen, die sichtlich motiviert aus der Kabine kamen. Die erste Chance im zweiten Durchgang verzeichnete jedoch Inter Mailand durch die eingewechselte Marie Detruyer, welche links im Strafraum nicht richtig zum Abschluss kam und den Ball in Richtung Tor grätschte (58.). Nach knapp einer Stunde folgte dann auch die erste gute Chance für die Eisernen: Nach einem Angriff über die linke Seite rollte der Ball einmal quer durch den Strafraum, bevor Lisa Heiseler am zweiten Pfosten nur haarscharf das Leder verpasste.
Infolgedessen präsentierten sich die Unionerinnen immer mutiger: Nach einer starken Flanke von links stieg Eileen Campbell zum Kopfball hoch, setzte diesen aber zu unplatziert in die Arme der Inter-Torfrau Cecilia Runarsdottir (80.). Auch die letzten Bemühungen kurz vor Spielende brachten nichts mehr ein, weshalb sich die Unionerinnen in diesem offenen Test knapp mit 0:1 geschlagen geben mussten.
Stimmen nach dem Spiel
„Wir haben uns sehr auf das erste Heimspiel dieser Saison gefreut. Es war ein guter Test, um neue Schlüsse zu ziehen. Das Ergebnis ist natürlich etwas ärgerlich, weil wir eigentlich sehr gut mitgehalten haben. Aber nichtsdestotrotz können wir auf der Leistung definitiv aufbauen“, erklärte Innenverteidigerin Samantha Steuerwald nach dem Testspiel.
„Mein erstes Spiel hier war richtig cool und ich freue mich, dass so viele Fans gekommen sind. Wir hatten gute Chancen, aber wir können im letzten Drittel noch effektiver werden. Mit Paris erwartet uns jetzt noch ein richtig guter Gegner. Aber sich mit den Besten zu messen, macht sowieso am meisten Spaß und ich denke, das ist eine gute Generalprobe“, ergänzte Lisanne Gräwe nach ihrem ersten Spiel im Stadion An der Alten Försterei.
„Mit großer Vorfreude auf das Stadion und auf Inter Mailand sind wir die Partie heute angegangen. Dieses gute Gefühl haben wir mit ins Spiel genommen und sind gut, aber auch ein wenig nervös in das Spiel gestartet. Im letzten Drittel müssen wir noch mehr investieren, aber die Mädels hätten heute mehr verdient. Das Ergebnis ist ein wenig enttäuschend, aber mit der Leistung bin ich einverstanden”, lautete das Fazit von Unions Cheftrainerin Marie-Louise Eta nach der Partie.
Ausblick auf die kommenden Tage
Die Eta-Elf startet am Dienstag um 14 Uhr mit einer öffentlichen Einheit am Trainingszentrum Oberspree in die Woche. Am Samstag folgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit der letzte Test der Sommervorbereitung gegen Paris Saint-Germain, bevor die Eisernen am Freitagabend, dem 21.08., um 18:20 Uhr mit dem Auftaktspiel der Frauen-Bundesliga gegen Bayern München vor heimischem Publikum ihre zweite Spielzeit im Fußballoberhaus eröffnen. Tickets für die Ligaeröffnung gibt es hier.