Pflichtsieg gegen Tabellenschlusslicht:
U23-Frauen starten makellos in das Jahr 2026
Nach der langen Winterpause ist die U23-Frauenmannschaft des 1. FC Union Berlin mit einem gelungenen Auftakt in das Fußballjahr 2026 gestartet und feiert bei Blau-Weiss Hohen Neuendorf einen knappen Auswärtserfolg. Die Unionerinnen benötigen allerdings fast das gesamte Spiel, ehe sie eine ihrer Chancen nutzen: Hannah Kratz erzielt in der 80. Spielminute nach einem Standard die Führung, die das Team bis zum Schlusspfiff verteidigt.
1. FC Union Berlin U23: Schulz – Wendling, Stibal, Worsch, Steiner – Laidler (64. Reichenbach), Schwoche, Kähler (73. Weihmann), Bashev (73. Staerke) – Okoro, Kratz
B.W. Hohen Neuendorf: Ulrich – Rojas Aninat, Burghardt, Schindler, Pistorius – Buchwalder, Windsperger, Henning, Almasalme – Tiede (66. Duchowny), Bettin
Zuschauer: 102
Tor: 0:1 Kratz (80.)
Heißer Start nach der Winterpause – Chancenplus für die Unionerinnen
Die Winterpause hatte sichtbar gut getan: Frisch, fokussiert und mit spürbarer Spielfreude starteten die Unionerinnen in die erste Pflichtspielbegegnung des Kalenderjahres. Das spiegelte sich auch gleich in der ersten gefährlichen Standardsituation des Spiels wider. Vivien Stibal nahm sich aus rund 25 Metern ein Herz und zog den Freistoß direkt auf das Tor, doch Schlussfrau Maria Ulrich ahnte diesen Versuch und war rechtzeitig zur Stelle (6.). Die Brandenburgerinnen aus Hohen Neuendorf antworteten im direkten Gegenzug mit ihrer ersten Chance der Partie: Sarah Tiede schnappte sich den Ball im Eisernen Strafraum vor der Keeperin Sherly Schulz, die Stürmerin umkurvte daraufhin die Torhüterin, scheiterte jedoch am linken Außenpfosten (8.).
Gut 14 Minuten später erspielten sich die Eisernen eine weitere Möglichkeit in Führung zu gehen. Elisabeth Steiner schickte Louisa Kähler über die linke Seite auf die Reise, die den Ball mit dem ersten Kontakt scharf in den Strafraum brachte. Dort ließ Carla Okoro die Hereingabe zunächst prallen, reagierte jedoch schneller als ihre Gegenspielerin, setzte nach und kam aus der Drehung zum Abschluss. Ihr Schuss verfehlte das Gehäuse schließlich nur um rund 50 Zentimeter.
Anschließend spielten nur noch die Berlinerinnen, doch die zwingenden Chancen ließen ein wenig auf sich warte. Erst drei Minuten vor dem Pausenpfiff wurde es noch einmal gefährlich, als eine herausragende Flanke aus der eigenen Hälfte von Stibal die einlaufende Steiner fand, die aus halblinker Position und rund acht Metern Entfernung nur knapp über die Latte zielte (42.). Wenig später fing Kähler dann noch einen Abschlag von Keeperin Ulrich ab und schoss sofort auf den Kasten der Hohen Neuendorferinnen. Sie platzierte den Ball jedoch zu zentral und somit verabschiedeten sich beide Mannschaften beim Halbzeitstand von 0:0 in die Kabinen.
Später Sieg durch Freistoß-Führung – Hohen Neuendorferinnen ohne Antwort
Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, da durften die mitgereisten Fans der Unionerinnen schon jubeln. Lucia Schwoche zog aus der zweiten Reihe ab und zwang Keeperin Ulrich zu einer Abwehr nach vorne. Okoro reagierte am schnellsten und schob den Abpraller mit dem ersten Kontakt ins Tor – doch der Treffer wurde von Schiedsrichterin Lilly-Sophie Ziemann aufgrund einer Abseitsstellung von der Stürmerin annulliert (50.).
Nur sechs Zeigerumdrehungen später zeigte dann die Heimmannschaft wieder ein Lebenszeichen durch Alexandra Almasalme, die wie Elisa Schindler und Marie Ulrich früher bei Union spielte. Der Winterneuzugang von Türkiyemspor wurde von Philia Henning auf die Reise geschickt und kam zentral im Strafraum frei vor Schulz zum Abschluss. Die Torhüterin reagierte jedoch glänzend und parierte den Schuss, zudem hätte ein mögliches Tor aufgrund einer Abseitsposition ohnehin nicht gezählt.
Es dauerte daraufhin wieder fast 20 Minuten, bis die nächste wirklich gefährliche Szene entstand. Eine verlängerte Flanke von Hannah Kratz erreichte die eingewechselte Sandra Weihmann, deren Schuss von Mara Rojas Aninat noch abgewehrt wurde. Den Abpraller nahm die ebenfalls eingewechselte Megan Reichenbach direkt und schob den Ball aus kurzer Distanz nur knapp am linken Pfosten vorbei (77.).
In der 80. Spielminute feierten dann erneut die Berlinerinnen: Ein Freistoß von Stibal aus dem Mittelkreis flog in den Strafraum der Hohen Neuendorferinnen, wo sich zwei Abwehrspielerinnen und Torfrau Ulrich gegenseitig behinderten. Die Kugel prallte durch alle hindurch zu Hannah Kratz, die ohne zu zögern zum Abschluss kam und die Führung für die Unionerinnen erzielte.
Die Gastgeberinnen fanden auf das späte Tor dann keine Antwort mehr, sodass die Unionerinnen ihr erstes Pflichtspiel im Jahr 2026 für sich entschieden. Mit diesem Erfolg festigen die Berlinerinnen in der Regionalliga Nordost den zweiten Rang in der Tabelle und liegen weiterhin punktgleich mit Hertha BSC.
Stimme zum Spiel
„Das erste Spiel nach der Winterpause ist immer schwierig. Man weiß nie so recht, wo man steht. Wir wussten, dass sich bei Hohen Neuendorf einiges personell verändert hat und wollten deshalb noch mehr den Fokus auf unser Spiel legen. Das ist uns punktuell auch gelungen, aber vor dem Tor waren wir zu inkonsequent. Wir freuen uns über die drei Punkte, wissen aber genau, woran wir arbeiten müssen“, erklärte Trainerin Anja Matthes die Herangehensweise an das Spiel.
Ausblick
Nach dem gelungenem Rückrundenstart geht es für die U23-Frauenmannschaft des 1. FC Union Berlin am Sonntag, dem 08.03.2026, mit einem Heimspiel gegen die zweite Auswahl des FC Carl Zeiss Jena weiter. Das Spiel wird um 15:15 Uhr im Trainingszentrum Oberspree angepfiffen, der Eintritt ist kostenlos.