Torspektakel in Lankwitz:

U19 zieht ins Halbfinale des Berlin-Pokals ein

In einem von Höhepunkten gespickten Viertelfinale setzte sich die U19 des 1. FC Union Berlin mit 9:4 (3:1) beim BFC Preussen durch.

Zwei Fußballspieler im Wettkampf auf einem dunklen Spielfeld, umgeben von zuschauenden Fans.

1. FC Union Berlin: Gagzow – Bohn (60. Minute Pliquett), Kühling, Prosche, Barry (73. Kischke) – Blaszczak (82. Sonntag), Sakoufakis, Drahn (87. Zunk), Pepinski, Ali (60. Megaptche) – Engel  

BFC Preussen: Ahmad – Elgezawy, Badur, Sahin, El Khanji – Majdouba, Minko, Abou-Chaker, Ameen, Aydin – Wanyama  

Tore: 0:1 Pepinski (9.), 1:1 Minko (18.), 1:2 Engel (22.), 1:3 Sakoufakis (45.), 1:4 Ali (50.), 1:5 Engel (54.), 2:5 Minko (58.), 3:5 El Khanji (66.), 4:5 Karimi (73.), 4:6 Kühling (74.), 4:7 Engel (77.), 4:8 Megaptche (83.), 4:9 Prosche (90.) 

Zuschauer: 200 

Union dominierte ersten Durchgang  

Das Flutlicht war gerade angeschaltet, da eröffnete der Unparteiische das Berlin-Pokal Viertelfinale auf dem Kunstrasenplatz im Preussen-Stadion. Beide Mannschaften starteten rasant und direkt war viel Tempo in der Partie. Die erste Torannäherung konnten die Eisernen nach fünf Minuten verbuchen, doch nach einer scharfen Hereingabe, köpfte Ali über das Tor. Kurz darauf fiel dann das 1:0. Sakoufakis steckte den Ball in den Lauf von Pepinski, der mit viel Übersicht überlegt in die lange Ecke einschob.  

Auch nach dem Führungstreffer blieben die Unioner das spielbestimmende Team, liefen den Gegner immer wieder aggressiv an und kamen vermehrt zu Torabschlüssen. Doch Preussen glich in dieser Phase überraschend aus: Ein weiter Einwurf flog über alle Köpenicker Defensivspieler und gelangte zum BFC-Angreifer. Gagzow wehrte den ersten Schuss noch stark ab, doch im zweiten Versuch landete der Ball im Netz.  

Die Antwort der Eisernen ließ nicht lange auf sich warten: Ausschlaggebend war ein schöner Angriff über die rechte Außenbahn, Pepinski brachte den Ball scharf vor das Tor und Engel erhöhte auf 2:1. Nur Augenblicke später hatten die Hausherren wieder die Möglichkeit auf den Ausgleich, doch Union-Schlussmann Gagzow parierte den Abschluss.  

Nach einer halben Stunde flachte die spannende Pokalpartie etwas ab und beide Mannschaften brachten mehr Ruhe in ihr Spiel. Des Weiteren kam es vermehrt zu Standardsituationen, die aber sowohl für die Hausherren als auch für die Köpenicker Gäste nichts einbrachten. Das Pokalspiel wurde dann in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit aggressiver, was in vielen harten Fouls und gelben Karten auf beiden Seiten resultierte. Kurz vor der Halbzeitpause erhöhten die Rot-Weißen noch auf 3:1. Wieder ging es über die rechte Seite und erneut war Pepinski Vorlagengeber, diesmal fungierte Sakoufakis als Vollstrecker. Damit gingen die Köpenicker mit einer komfortablen Führung in die Halbzeitpause.  

Aufholjagd von Preussen scheiterte, Unioner mit voller Offensivpower  

Direkt nach Wiederanpfiff hatten die Rot-Weißen den vierten Treffer auf dem Fuß, aber der Schlussmann der Hausherren hielt die Lankwitzer mit einer Parade im Spiel. Aber nur Augenblicke danach fiel der vierte Treffer auf Seiten der Eisernen. Wieder ging es über Rechtsaußen, wo Pepinski sich erneut als Vorlagengeber auszeichnete. Diesmal setzte er Ali in Szene, der den Keeper überwand und die Führung ausbaute. Der fünfte Treffer ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten: Erneut war es Pepinski, der von rechts in die Mitte passte und Engel, der das Tor erzielte.  

Aber auch der BFC tauchte plötzlich wieder vor dem Tor der Eisernen auf und das erfolgreich. Die Unioner bekamen den Ball nicht geklärt, was die Gastgeber eiskalt ausnutzten und den Abstand verkürzten. Auch der nächste Treffer gehörte den Hausherren, diesmal war es ein Freistoß. Die scharfe Hereingabe flog an Gagzow vorbei und über Umwege landete der Ball im Köpenicker Gehäuse.  

Die Eisernen waren auch in der Folge defensiv nicht völlig sattelfest, was die Lankwitzer ausnutzten. Wieder bekamen die Rot-Weißen den Ball nicht geklärt und Preussen erzielte den Anschluss. Die Reaktion der Unioner brauchte jedoch nicht lange und im direkten Gegenangriff erhöhte Kühlung per Lupfer auf 6:4. Engel setzte kurze Zeit später, nach Hereingabe vom eingewechselten Megaptche, noch einen drauf und die Eisernen hielten die Hausherren wieder auf Distanz. Der BFC Preussen konnte der Offensivpower nicht mehr viel entgegenwirken und so fiel auch noch das 8:4 durch einen schönen Flachschuss von Megaptche. Den Schlusspunkt setzte aber Prosche, der nach Eckball von Sonntag einköpfte. Damit gewannen die Köpenicker das Viertelfinale am Ende souverän mit 9:4 und zogen ins Halbfinale ein. 

Stimme zum Spiel 

„Wir freuen uns über den Einzug ins Halbfinale", sagt U19-Trainerin Marie-Louise Eta. „Wir sind das Spiel sehr gut angegangen, haben schöne Tore erzielt und insgesamt in der ersten Halbzeit sehr souverän gespielt. In der zweiten Halbzeit sind wir direkt gut gestartet und haben Tore nachgelegt. Aufgrund zwei schneller Gegentore, wo wir zu passiv verteidigen wurden wir nochmal kurz wacklig und der Gegner kam wieder ran. Die Jungs haben aber gut darauf reagiert, weiter den Weg nach vorne gesucht und das Spiel dann auch verdient für sich entschieden. Neun Tore musst du erstmal schießen. Es ist gut, dass wir nach den intensiven Wochen und Monaten jetzt einmal durchatmen können. Wir werden neue Energie sammeln, um in den nächsten Pflichtspielen wieder voll anzugreifen.“

Ausblick

Die U19 hat an den kommenden zwei Wochenenden spielfrei und greift nach der Osterpause am Sonntag, dem 12.04., wieder an. Dann geht es auf heimischen Geläuf gegen den FSV Mainz 05. Beginn der Partie ist um 11:00 Uhr.

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U19 JuniorenNachwuchsSaison 2025/26