Einzug ins Pokalfinale:

U19 besiegt Hertha in der Alten Försterei

Im Halbfinale des diesjährigen Berlin-Pokals setzen sich die A-Junioren des 1. FC Union Berlin souverän mit 4:2 (3:0) gegen den Stadtrivalen Hertha BSC durch und ziehen nach einer dominanten Vorstellung verdient ins Finale ein. Von Beginn an übernahmen die Eisernen die Kontrolle über das Spielgeschehen und legten bereits in der ersten Halbzeit den Grundstein für den späteren Erfolg.

Fußballspieler feiern ein Tor auf dem Spielfeld, während gegnerische Spieler im Hintergrund stehen.

1. FC Union Berlin: Wisbereit – Bohn (72. Minute Wilp), Kühling, Prosche, Barry - Sliskovic, Blaszczak (58. Sakoufakis), Megaptche (90. Matjani), Ali (58. Adesiyan), Güther (82. Pepinski) - Bogdanov 

Hertha BSC: Seibert – Slusar (64. Krumhaar), Gashi, Hagenah (64. Aydogan), Adelenu – Bagci, Krizic (77. Zornic), Karbuzoglu (58. Wehbe), Ünal (70. Iyi), Todorovic - Zornic (64. Numic) 

Zuschauer: 5067 

Tore: 1:0 Güther (4. Minute), 2:0 Ali (33.), 3:0 Megaptche (43.), 3:1 Ünal (56.), 4:1 Sakoufakis (67.), 4:2 (89. Bagci) 

Frühe Führung und klare Kontrolle 

Die Partie im Stadion An der Alten Försterei begann bei warmen frühlingshaften Temperaturen und entwickelte sich von Beginn an zu einer intensiven und umkämpften Begegnung. Die A-Junioren des 1. FC Union Berlin erwischten dabei einen perfekten Start: Bereits in der 3. Spielminute setzte sich Bogdanov über die rechte Außenbahn durch und spielte den Ball scharf in die Mitte. Dort fand er Güther, der eiskalt blieb und zur frühen 1:0-Führung einschob. 

In der Folge blieben die Eisernen die spielbestimmende Mannschaft und suchten konsequent den Weg in die Nähe des gegnerischen Strafraums. Nur wenige Minuten später kam Megaptche zum Abschluss, scheiterte jedoch am Herthaner Schlussmann. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Gäste aus dem Westend zwar besser in die Partie, konnten jedoch kaum echte Torgefahr entwickeln. Das Spiel war geprägt von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld, wobei sich auf beiden Seiten aufgrund einer gewissen Nervosität auch kleinere Fehler einschlichen. 

Nach etwa einer Viertelstunde übernahmen die Gastgeber wieder zunehmend die Kontrolle und verzeichneten mehr Ballbesitz. In der 25. Minute bot sich dann die nächste große Chance: Nach einer Ecke von Güther kam Megaptche im Strafraum zum Abschluss, setzte den Ball jedoch über das Tor. 

Defensiv standen die Eisernen weiterhin kompakt und ließen kaum Möglichkeiten für die Gäste zu. Kurz darauf folgte die nächste Großchance: Ali setzte sich auf der rechten Seite stark durch, ließ einen Verteidiger stehen und schloss ab. Sein Schuss wurde jedoch in letzter Sekunde von einem Hertha-Verteidiger auf der Linie geklärt. 

Der verdiente Ausbau der Führung ließ dennoch nicht lange auf sich warten. Nach einem starken Lauf von Ali über die linke Außenbahn spielte er den Ball in die Mitte zu Güther, der einen Gegenspieler aussteigen ließ und erneut auf Ali durchsteckte. Dieser behielt die Übersicht und erhöhte per Volley auf 2:0.  

Union blieb weiterhin druckvoll und belohnte sich kurz vor der Pause mit dem dritten Treffer: Bogdanov spielte einen präzisen Pass in die Tiefe auf Güther, der den Torhüter umkurvte und anschließend uneigennützig quer auf Megaptche legte. Dieser musste nur noch einschieben und stellte auf den 3:0-Halbzeitstand.  

Effiziente Eisernen machen den Finaleinzug perfekt 

Auch nach dem Wiederanpfiff kamen die Gastgeber aus Köpenick gut in die Partie, wurden jedoch zunächst zweimal durch Abseitsentscheidungen des Unparteiischen in ihren Angriffsaktionen gestoppt. Gleichzeitig präsentierten sich auch die Gäste aus Charlottenburg verbessert und brachten vermehrt Bälle in gefährliche Räume. 

In der 55. Spielminute gelang Hertha schließlich der Anschlusstreffer: Nach einer Flanke von der linken Seite setzte sich ein Gästespieler im Kopfballduell durch und brachte den Ball zum 3:1 im Tor unter. Die Reaktion der Eisernen ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Union erhöhte direkt wieder den Druck: Sakoufakis trieb den Ball aus dem Mittelfeld nach vorne und bediente Bogdanov, der jedoch nur hauchdünn am Torhüter der Gäste scheiterte. Kurz darauf folgte die nächste Großchance, die jedoch erneut von einem Hertha-Verteidiger geblockt wurde. 

Der längst fällige Ausbau der Führung gelang dann wenig später: Nach einem langen Ball von Kühling aus der eigenen Hälfte setzte sich Güther stark gegen gleich drei Gegenspieler durch und legte auf den mitgelaufenen Sakoufakis ab. Dieser blieb ruhig und verwandelte souverän ins lange Eck zum 4:1. 

Auch im weiteren Spielverlauf blieben die Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft. Die Intensität in den Zweikämpfen blieb hoch, während sich das Spielgeschehen zunehmend zwischen den Strafräumen abspielte und klare Torchancen zunächst ausblieben. 

Kurz vor dem Abpfiff gelang den Gästen aus Charlottenburg jedoch noch ein weiterer Treffer: Über die rechte Seite vorgetragen, traf ein Hertha-Spieler aus spitzem Winkel in die kurze Ecke und verkürzte auf 4:2. 

In der Schlussphase sah ein Verteidiger der Gäste nach einer Notbremse noch die Rote Karte. Der anschließende Freistoß brachte jedoch keine weitere Gefahr ein. So blieb es beim verdienten 4:2-Erfolg für den 1. FC Union Berlin, der damit ins Finale des Berlin-Pokals einzieht. Dort treffen die Eisernen auf den Berliner SC. 

Stimme zum Spiel 

„Das war heute ein Highlight für die Jungs, da haben sie sich so darauf gefreut. Und dann haben sie sich diesen Sieg auch im Spiel wirklich verdient. In der Defensive haben wir auch leiden müssen, in der Offensive hatten wir viele Chancen und hätten uns durchaus auch noch öfter belohnen können. Insgesamt war es einfach ein richtig geiles Spiel", so Daniel Schulz, Trainer der U19.

Ausblick  

Am Sonntag, dem 19. April, empfängt die U19 des 1. FC Union Berlin die Gäste aus Paderborn. Anpfiff der Partie ist um 12:00 Uhr im Stadion An der Wuhlheide.  

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NachwuchsSaison 2025/26U19 Junioren