Nach vier ungeschlagenen Partien:

U17 verliert gegen den Tabellenführer St. Pauli

Am elften Spieltag der Hauptrunde verloren die B-Junioren des 1. FC Union Berlin mit 2:4 (2:2) gegen den FC St. Pauli. In einer torreichen und weitestgehend ausgeglichenen Partie setzten sich die Hamburger am Ende durch.

1. FC Union Berlin: Gagzow – Etobe Epie, Tscheschlog, Tomas (90. Dudenhausen), Adler – Badem, Sonntag, Kleemann, Ahrens, Lauricella (70. Sorg) – Sekyere (70. Tekwe)

FC St. Pauli: Dapo – Räthke, Voigt, Otten – Ramaj (61. Camara), Bärwind, Robayo Alvarez (69. Dressel), Amoah Duah (87. Wiegemann), Trabert (87. Maric) – Dandji (87. Zepeta), Bangura Touray (69. Novakovic)

Tore: 1:0 Sekyere (12.), 1:1 Robayo Alvarez (31.), 2:1 Lauricella (34.), 2:2 Amoah Duah (36.), 2:3 Dandji (67.), 2:4 Novakovic (75.)

Zuschauer: 78

Union geht zweimal in Führung, St. Pauli schlägt zweimal zurück

Bei sonnigen Frühlingstemperaturen spielte die Eiserne U17 erstmals seit Anfang November wieder im Stadion An der Wuhlheide. In den ersten Minuten hatten die St. Paulianer viel Ballbesitz und gleich zu Beginn musste sich Gagzow direkt einmal auszeichnen. Den ersten Abschluss verzeichneten die Rot-Weißen durch einen direkten Freistoß, doch der von Sonntag getretene Standard flog in die Arme des Hamburger Keepers. Allerdings gingen die Eisernen kurz darauf in Führung: Sekyere gewann einen Zweikampf kurz vor der Strafraumgrenze, nutzte sein Tempo und brachte den Ball scharf in die Mitte, wo ein gegnerischer Verteidiger ins eigene Tor abfälschte.  Auch der nächste gefährliche Angriff gehörte den Hausherren: Sonntag setzte sich an der Strafraumkante gegen zwei Verteidiger durch, schloss mit dem Vollspann ab, doch der Torwart parierte sehenswert. Nach einer halben Stunde hatten die Gäste die große Chance auf den Ausgleich, doch der freistehende Schienenspieler von St. Pauli scheiterte am Schlussmann der Hausherren.

Nur Momente darauf wurde Gagzow dann aber bezwungen: Ein gewitzter halbhoher Steckpass in den Lauf des St.Paulianers war der Auslöser, den der eingelaufene Angreifer über den Unioner-Keeper zum Ausgleich chippte. Die Eisernen sammelten sich und hatten durch Lauricella die direkte Antwort parat, der aus der kurzen Distanz überlegt einschob. Jetzt wurde es wild, denn auch St. Pauli steckte nach dem erneuten Rückstand nicht auf und kam nur zwei Minuten später durch einen Flachschuss ins lange Eck zum erneuten Ausgleich. Im Anschluss stoppten beide Mannschaften die Offensivbemühungen und somit ging es mit einem 2:2 in die Halbzeitpause.

Kiezkicker entscheiden zweiten Durchgang für sich

Der zweite Durchgang begann verhalten und beide Teams agierten unsicherer als noch im ersten. Das hatte viele Fouls und Nicklichkeiten zu Folge. Nach rund sechzig Minuten wurden die Gäste wieder aggressiver im Spiel nach vorne und die Eisernen kamen kaum mehr aus der eigenen Hälfte heraus. In den Folgeminuten fanden die Köpenicker aber wieder den Anschluss und kamen durch Sonntag zu einer guten Gelegenheit auf den Führungstreffer, doch den Schuss aus dem Rückraum parierte der Hamburger Schlussmann. Der nächste Angriff der Kiezkicker resultierte in einem Elfmeter. Nach einem minimalen Kontakt zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Beim Schuss ins rechte obere Eck blieb Gagzow chancenlos.

Auch die nächste erwähnenswerte Situation gehörte dem FC St. Pauli: Ein Mittelfeldakteur der Gäste fasste sich aus der Distanz ein Herz und knallte das Leder mit hoher Geschwindigkeit in die linke untere Ecke. Die Eisernen fanden in den Schlussminuten keinen Zugang zum gegnerischen Tor mehr. Alle offensiven Akzente wurden von den Kiezkickern im Keim erstickt. Der zweite Durchgang bot insgesamt auf beiden Seiten nicht viel Sehenswertes. Die Hamburger machten aus wenig Möglichkeiten zwei Treffer und die Eisernen fanden auf diese keine Antwort. So durchriss die Ungeschlagenen-Serie der B-Junioren nach vier Ligaspielen ohne Niederlage.

Stimme zum Spiel

„Die erste Hälfte war sehr offen und wir haben es gegen den Ball ziemlich gut gemacht“, lautet das erste Fazit von U17-Trainer Arthur Jujko. „Im zweiten Durchgang haben wir zwei taktische Anpassungen im Mittelfeld angenommen, die zunächst nicht ganz so gut funktioniert haben. Kurz vor dem Elfmeter haben wir dann wieder besser gespielt, aber der Gegentreffer war dann ein bisschen der Knackpunkt im heutigen Spiel. Trotzdem haben wir uns gut präsentiert, aber am Ende hat es nicht für mehr gereicht.“

Ausblick

Am nächsten Sonntag, dem 03.05., sind die Eisernen beim Chemnitzer FC zu Gast. Das Rückspiel in der DFB-Nachwuchsliga wird im Sportforum-Hauptstadion in Chemnitz ausgetragen. Beginn der Partie ist um 14:00 Uhr.

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U17 JuniorenNachwuchsSaison 2025/26