Siegesserie fortgesetzt:
Union feiert 2:1 Heimsieg gegen Nürnberg
Die Partie zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem 1. FC Nürnberg nimmt nach einer zähen ersten Halbzeit kurz vor der Pause deutlich an Fahrt auf. Eileen Campbell bringt die Eisernen nach einer guten halben Stunde in Führung (32.), ehe Lara Meroni nur wenige Minuten später für die Gäste ausgleicht (39.). Noch vor dem Seitenwechsel sorgt jedoch Nele Bauereisen mit ihrem Treffer zum 2:1 für die erneute Führung und gleichzeitig dem Sieg der Köpenickerinnen (43.).
1. FC Union Berlin: Böhi – Schneider, Tysiak, Steuerwald, Pujols (88. Steinert) – Janssens, Hausicke (33. Veit), Kamber (72. Gräwe), Reissner (72. Weidauer) – Campbell, Bauereisen (88. Egli)
1. FC Nürnberg: Romero – Bleil, Lobanova, Varley, Homann – Lein (55. Proniez), Brengel (55. Coutel), Miller, Meroni – Pápai (72. Bednorz), Lapassouse
Personal: Die Startelf blieb im Vergleich zum 4:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart unverändert.
Zuschauer: 7.042
Tore: 1:0 Campbell (32.), 1:1 Meroni (39.), 2:1 Bauereisen (43.)
Holpriger Start - Campbell und Bauereisen sorgen für Pausenführung
Spielerisch taten sich die Unionerinnen zunächst schwer. Die Gäste aus Franken störten früh im Pressing und verhinderten, dass die Mannschaft von Marie-Louise Eta ins gewohnte Kombinationsspiel fand. Zwar brachte Lia Kamber einen Freistoß nach rund einer Viertelstunde gefährlich in den Strafraum, die Aktion wurde jedoch wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen (16.). Insgesamt blieben Torchancen auf beiden Seiten zunächst aus.
Nach einer halben Stunde nahm die Begegnung dann Fahrt auf. Eileen Campbell setzte einen Volley aus 20 Metern noch deutlich über das Tor (30.), wenig später durften die Zuschauerinnen und Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei aber erstmals jubeln: Jill Janssens setzte sich auf der rechten Seite stark durch und brachte den Ball scharf vor das Tor. Dort behauptete sich Campbell gegen ihre Gegenspielerin sowie die herauskommende Torhüterin und köpfte zur 1:0-Führung ein (32.).
Kurz nach dem Führungstreffer reagierte das Trainerteam der Eisernen und nahm die bereits verwarnte Lina Hausicke vorsorglich vom Feld. Für sie kam Jella Veit in die Partie (33.). Die Freude über die Führung währte allerdings nicht lange. Nachdem Nürnberg durch Lobanova bereits per Kopf nur knapp das Ziel verfehlt hatte (38.), nutzten die Gäste wenig später eine Hereingabe von der Außenbahn zum Ausgleich. Lara Meroni reagierte im Fünfmeterraum am schnellsten und traf zum 1:1 (39.).
In einer nun deutlich lebhafteren Schlussphase der ersten Halbzeit fanden die Unionerinnen die passende Antwort: Naika Reissner setzte sich auf der linken Seite durch und brachte den Ball gefährlich in die Mitte. Die Nürnberger Defensive konnte zunächst klären, doch das Leder landete direkt vor den Füßen von Nele Bauereisen, die aus kurzer Distanz zur erneuten Führung einschob (43.). Mit dem 2:1 ging es wenig später in die Halbzeitpause.
Druckvolle zweite Halbzeit bleibt ohne weiteren Treffer
Die Unionerinnen kamen mit deutlich mehr Energie aus der Kabine und übernahmen zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen. Die erste Möglichkeit ließ nicht lange auf sich warten: Nach einer Direktabnahme von Bauereisen verfehlte der Ball das Nürnberger Tor knapp (47.).
Wenig später leitete Campbell mit einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte die nächste gefährliche Aktion ein. Die Angreiferin schickte Reissner auf die Reise, die mit viel Tempo bis in den Strafraum der Gäste vordrang. Ihre Hereingabe verpasste Campbell anschließend nur um Haaresbreite (50.). Die Eisernen blieben am Drücker und kamen in der 54. Minute durch einen Freistoß aus aussichtsreicher Position zur nächsten Gelegenheit. Kamber zirkelte den Ball stark über die Mauer, doch Nürnbergs Schlussfrau Romero kratzte den Schuss noch aus dem Winkel.
Die Gastgeberinnen erhöhten nun den Druck spürbar. Nach einem feinen Heber von Veit kam Reissner per Flugkopfball zum Abschluss, doch scheiterte ebenfalls an Romero (56.). Wenig später setzte Veit erneut eine Mitspielerin in Szene, diesmal war es Bauereisen, welche aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf (61.). Kurz darauf folgte die bis dahin größte Möglichkeit auf das 3:1: Nach einer zunächst geklärten Ecke zog Janssens aus rund 16 Metern ab und traf mit ihrem Distanzschuss nur das Lattenkreuz (63.).
Nach einem missglückten Nürnberger Spielaufbau bot sich Veit wenige Minuten vor Schluss eine weitere gute Gelegenheit. Ihr Abschluss von der Strafraumgrenze schlug jedoch lediglich im Außennetz ein (85.). Kurz vor dem Ende musste dann Torschützin Bauereisen nach einer längeren Behandlungspause ausgewechselt werden. Für die Schlussminuten kamen Egli und Steinert für Bauereisen sowie Pujols in die Partie (88.).
In den verbleibenden Minuten verteidigten die Unionerinnen ihre knappe Führung souverän und brachten den 2:1-Heimsieg vor rund 7.000 Zuschauern über die Zeit. Mit dem dritten Sieg in Folge setzte die Mannschaft von Marie-Louise Eta ihren erfolgreichen Lauf fort.
Stimmen nach dem Spiel
“Es war ein sehr umkämpftes Spiel, bei dem wir alles auf dem Platz gelassen haben. Ich bin froh, dass wir dieses Spiel 2:1 zu Hause gewonnen haben. Das heutige Spiel zeigt, dass wir das Zeug dazu haben, auch solche Spiele für uns zu entscheiden und das ist ein guter Schritt im weiteren Verlauf in der Liga”, schätzt Nele Bauereisen das Spiel ein.
Eileen Campbells Fazit nach dem Spiel lautet: “Es war heute nicht unser bestes Spiel, aber auch diese Spiele muss man gewinnen und ich bin froh, wenn ich meinen Teil dazu beitragen kann. Wir haben die Duelle vor allem in der zweiten Halbzeit angenommen und haben somit wenig zugelassen und uns dadurch die drei Punkte sichern.”
“Es war ein hart erkämpfter Sieg. Wir mussten heute sehr viel investieren. Die erste Halbzeit war noch ein bisschen zäh, aber uns sind dennoch zwei Treffer gelungen. In der zweiten Halbzeit hatten wir deutlich mehr Schwung und hätten den Deckel draufmachen müssen. So war das Spiel bis zum Ende offen, aber letztendlich ist es ein sehr verdienter Sieg”, resümierte Cheftrainerin Marie-Louise Eta.
Ausblick auf die kommenden Tage
Ab dem morgigen Montag starten die Unionerinnen in die nächste Trainingswoche. Am Mittwoch, dem 21.10.2026 steht um 11 Uhr eine öffentliche Trainingseinheit am Trainingszentrum Oberspree an. Der Fokus richtet sich dabei auf die nächsten Aufgaben gegen den Hamburger SV. Zunächst gastieren die Berlinerinnen am Sonntag, dem 25.10.2026, in der Frauen-Bundesliga in Hamburg. Nur wenige Tage später steht das Wiedersehen im DFB-Pokal an: Im Achtelfinale treffen beide Teams am Sonnabend, dem 31.10.2026, erneut aufeinander. Karten gibt es über den Ticketshop des HSV zu kaufen.