Spieltagsfinale unter Flutlicht:
Richtungsduell gegen Werder Bremen
Zum Abschluss des 25. Spieltages heißen die Profimänner des 1. FC Union Berlin am Sonntag, dem 08.03.2026, die Spieler des SV Werder Bremen willkommen. Zehn Partien stehen bis zum Saisonende noch an und beide Vereine durchlaufen derzeit eine sportlich anspruchsvolle Phase. Entsprechend groß ist der Wunsch, mit einem Sieg im Stadion An der Alten Försterei ab 17:30 Uhr den Spieltag erfolgreich zu gestalten.
Die Ausgangslage
Die Grün-Weißen von der Weser beendeten am vergangenen Wochenende ihre Serie von 14 Begegnungen ohne Sieg. Gleichzeitig war der 2:0-Heimerfolg gegen das Tabellenschlusslicht aus Heidenheim die erste Pflichtspielpartie im Jahr 2026, in der die Bremer ohne Gegentor blieben. Trotz dieses Befreiungsschlages steckt Werder weiterhin im Abstiegskampf und ringt um jeden Zähler, damit der Gang in die zweite Liga vermieden wird.
Mit sechs Punkten Vorsprung auf Bremen haben die Unioner zwar ein kleines Polster auf die Abstiegsränge, doch Sicherheit bedeutet das keinesfalls. Der Elfmeter in der vierten Minute der Nachspielzeit am vergangenen Sonnabend gegen Borussia Mönchengladbach erwies sich als Rückschlag in letzter Sekunde und besiegelte eine besonders bittere Niederlage.
Trotz des jüngsten Erfolgs verläuft die Saison für die Bremer weiterhin alles andere als zufriedenstellend: Nach 24 Bundesligaspielen stehen lediglich 22 Punkte zu Buche, wobei 15 davon bereits aus den ersten zehn Partien stammen. Auch deshalb zog die Vereinsführung nach nur sieben Monaten der Zusammenarbeit die Reißleine und trennte sich von Cheftrainer Horst Steffen. Sein Nachfolger Daniel Thioune konnte die fehlende Durchschlagskraft der Offensive bislang allerdings noch nicht entscheidend verbessern.
Seit seinem Amtsantritt Anfang Februar stellt Werder eine der harmlosesten Offensivreihen der Liga, da kein anderes Team in diesem Zeitraum den Ball seltener im Kasten unterbrachte. Aber auch zuvor zeigte sich der Angriff der Grün-Weißen wenig treffsicher. Sie liegen mit lediglich 25 erzielten Treffern auf Rang 16 der insgesamt geschossenen Tore, obwohl sie zu den Teams mit den meisten Abschlüssen gehören. Darüber hinaus kassierte die Mannschaft von der Weser ligaweit die drittmeisten Tore.
Ein Hoffnungsschimmer bleibt jedoch die individuelle Qualität im Kader: Allen voran prägt Romano Schmid das Spiel der Werder wie kein anderer. Der Österreicher überzeugt ligaweit mit starken Werten in den Zweikämpfen, einer hohen Laufintensität und zahlreichen Flanken aus dem Spiel heraus. Mit sechs Vorlagen und zwei eigenen Treffern ist er zudem der gefährlichste Scorer im Team. Auch Winterneuzugang Jovan Milosevic bringt mit drei Toren in weniger als 300 Einsatzminuten frischen Wind in die Offensive.
Der direkte Vergleich zwischen den Unionern und Bremern blickt inzwischen auf elf gemeinsame Bundesliga-Partien sowie eine Pokalbegegnung zurück. Dabei konnten sich die Eisernen in der Hälfte der Duelle behaupten und sechs Siege verbuchen. Ein weiteres Aufeinandertreffen endete ohne Gewinner, während die Grün-Weißen fünfmal, inklusive des Pokalspiels in 2010, als Sieger vom Rasen gingen.
Vor knapp acht Monaten unterschrieb Oliver Burke bei den Köpenickern und steht nun bereits zum zweiten Mal gegen seinen ehemaligen Verein auf dem Platz. Zwischen 2022 und 2025 absolvierte der Schotte insgesamt 46 Partien für die Hanseaten und erzielte dabei neun Scorerpunkte. Dazu wurde er in diesem Zeitraum zweimal nach England ausgeliehen, ehe er Anfang Juli vergangenen Jahres zu Union wechselte.
Auch Derrick Köhn war vor seiner Ankunft in Berlin verliehen worden, allerdings vom Bosporus an die Weser. In der vergangenen Saison bestritt der Verteidiger 30 von 37 möglichen Pflichtspielen für die Grün-Weißen und trug dabei zwei Tore sowie zwei Vorlagen bei.
Tom Rothe, Robert Skov und Diogo Leite werden auch im Spiel gegen Werder Bremen nicht im Kader der Eisernen stehen.
„Wir hatten eine sehr gute Trainingswoche und wollen am Wochenende genau dort anknüpfen. Uns ist bewusst, dass wir deutlich besseren Fußball spielen und eine ganz andere Intensität auf den Platz bringen können als zuletzt. Bremen reist mit einem befreienden Heimsieg nach Berlin, war aber ohnehin immer ein Team, das sich viele Chancen herausspielt. Dem müssen wir von Beginn an mit voller Konzentration begegnen“, fasste Cheftrainer Steffen Baumgart auf der Pressekonferenz zusammen.
Werder-Trainer Daniel Thioune verdeutlichte im Vorfeld: „Sie agieren ein stückweit wie Heidenheim. Sie haben eine sehr physische Herangehensweise. Zudem kommen sie über das Tempo, weshalb erneut die Restverteidigung wichtig sein wird - gerade in den Umschaltsituationen. Darüber hinaus gehen sie oft auf den zweiten Ball, was nicht heißen soll, dass ihnen ein spielerischer Ansatz fehlt. Auch mit ihren Standardsituationen generieren sie oft gefährliche Momente. Am Ende wird es so sein, dass sie in ihrem Heimspiel Aktionen schaffen werden, die wir konsequent verteidigen müssen.”
Wie gewohnt öffnet das Stadion An der Alten Försterei zwei Stunden vor Anpfiff, die Partie ist im Heim- und Gästebereich ausverkauft.
Es bestehen weiterhin umfangreiche Verkehrsbeeinträchtigungen im ÖPNV, unter anderem wird auf der Straßenbahnstrecken “Altstadt Köpenick” ein Schienenersatzverkehr eingesetzt. Allen Besuchern wird eine frühzeitige Anreise empfohlen.
Weitere Informationen sind im Fanbrief der Berliner Polizei zu finden.
Die Partie wird live von DAZN übertragen. Darüber hinaus gibt es einen Audiostream im rbb24 Inforadio und bei rbb24. Wie gewohnt informiert Union auch im vereinseigenen Live-Ticker über die Partie.