Nach früher Führung:
Union und Köln teilen sich die Punkte
Der 1. FC Union Berlin trennt sich am 8. Spieltag der Bundesliga mit 1:1 vom 1. FC Köln. Nach einer starken ersten Halbzeit und der frühen Führung durch Janik Haberer (10.) kontrollieren die Eisernen die Partie über weite Strecken, verpassen jedoch den zweiten Treffer nachzulegen. In einer umkämpften zweiten Hälfte sorgt schließlich Malek El Mala nach einem Eckball für den Ausgleich der Gäste (78.).
1. FC Union Berlin: Rönnow – Habererer (75. Trimmel), van den Bosch, Friedrich, Köhn – Schäfer, R. Khedira – Imeri (61. Kemlein), Aebischer (84. Latte Lath), Burcu (75. Jeong) – Skarke (61. Burke)
1. FC Köln: Schwäbe – Sebulonsen (61. Castro-Montes), Schmied, Simpson-Pusey, Sosa – Maina (71. M. El Mala), Okon-Engstler, Krauß, Johannesson (61. Moore) – Bülter, S. El Mala
Personal: Im Vergleich zu der letzten Begegnung mit Effezh nimmt Cheftrainer Mauro Lustrinelli fünf Änderungen in der Startelf vor: Rönnow, Friedrich, Köhn, Burcu und Imeri rücken in das Erstaufgebot. Auf der Bank nehmen Raab, Jeong, Querfeld, Grey und Rothe Platz.
Zuschauer: 22.012
Tore: 1:0 Haberer (10.), 1:1 M. El Mala (78.)
Haberer trifft zur Führung – Union geht mit Vorsprung in die Pause
Die Eisernen erwischten den besseren Start und kamen früh zur ersten Möglichkeit als Kastriot Imeri, nach einer Ecke den abgewehrten Ball volley nahm, das Tor jedoch knapp verfehlte (9.). Nach einer sehenswerten Kombination auf der linken Seite gelangte Livan Burcu bis an die Grundlinie und brachte den Ball in den Strafraum. Tim Skarke hielt die Situation gegen den herausstürmenden Kölner Schlussmann am Leben und legte anschließend uneigennützig quer auf Janik Haberer, der aus kurzer Distanz zur verdienten 1:0-Führung einschob (10.).
Auch danach blieb Union die aktivere Mannschaft und ließ defensiv kaum etwas zu. Die einzige nennenswerte Kölner Offensivaktion durch Linton Maina wurde wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen (32.). Kurz vor der Pause verpassten die Köpenicker das 2:0, als Livan Burcu mit einem starken Distanzschuss an einer Parade von Marvin Schwäbe und anschließend an der Latte scheiterte (42.).
So ging es nach einer konzentrierten ersten Halbzeit mit einer verdienten 1:0-Führung in die Kabinen.
Kölner Ausgleich nach Standard – Union muss mit einem Punkt leben
Die zweite Halbzeit war über weite Strecken von intensiven Zweikämpfen und wenig Torraumszenen geprägt. Eine strittige Szene sahen die Zuschauer in Minute 65, als Derrick Köhn nach einem Tempolauf im Strafraum durch einen Kölner zu Fall gebracht wurde, der Schiedsrichter jedoch nicht auf Strafstoß für die Eisernen entschied.
Stattdessen schlugen die Gäste gut zehn Minuten vor dem Ende zu. Nach einer kurz ausgeführten Ecke fand Alessio Castro-Montes am zweiten Pfosten Malek El Mala, der aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich traf (78.). In der Schlussphase suchten beide Teams den Weg nach vorn, klare Möglichkeiten blieben jedoch aus. Die letzte Torchance gehörte dann dem FC, der Distanzschuss von Krauß flog allerdings knapp über das Tor (90.+2).
So blieb es nach 90 Minuten beim 1:1-Unentschieden im Stadion An der Alten Försterei.
Stimmen nach dem Spiel
"In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht und dies wollten wir in der zweiten Halbzeit wiederholen. Dann haben wir ein unglückliches Gegentor bekommen. Wir wollten ein Zeichen setzen und ich denke, das ist uns einigermaßen gelungen. Es fehlte am Ende etwas Glück. Wenn man den einen letzten Pass ein wenig besser spielt, kann man daraus auch mehr Chancen kreieren. Daran werden wir im Training nun weiterarbeiten", lautet die Einschätzung von Derrick Köhn.
Marvin Friedrich über seine Rückkehr und die Partie: "Es ist ärgerlich, dass wir die Punkte noch aus der Hand gegeben haben. Dass das Gegentor durch einen Standard fiel, ist umso ärgerlicher. Wir haben gut verteidigt, aber haben uns in der zweiten Halbzeit zu tief fallen lassen. Die Konter, die wir hatten, hätten wir besser ausspielen müssen. So ist das Ergebnis für uns bitter. Trotzdem habe ich mich sehr darüber gefreut, wieder hier im Stadion auflaufen zu dürfen."
"Nach dem Spiel am Dienstag haben wir heute die richtige Reaktion gezeigt und uns mit einer verdienten Führung zur Pause belohnt. Im zweiten Durchgang ist es uns nicht mehr so gelungen, die gleiche Intensität auf den Platz zu bringen, weshalb wir den Ausgleich hinnehmen mussten. Dennoch können wir aber auf unsere Kompaktheit aufbauen und daran in der nächsten Woche anknüpfen", zog Unions Cheftrainer Mauro Lustrinelli sein Fazit am Mikrofon.
Ausblick auf die kommende Woche
Am kommenden Sonntag steht für die Profimänner des 1. FC Union Berlin bereits die nächste Bundesliga-Aufgabe an, dann sind die Eisernen ab 17:30 Uhr beim SC Freiburg gefordert. Anschließend folgt die Länderspielpause, die das Team von Cheftrainer Mauro Lustrinelli am 12.11.2026 für ein Testspiel beim VfL Wolfsburg nutzt.