Makellos in der Rückrunde:

U23-Frauen nehmen Revanche am 1. FFV Erfurt

Eine Woche nach der Teilnahme an der Endrunde der Deutschen Futsalmeisterschaft ist die U23-Frauenmannschaft des 1. FC Union Berlin in den Liga-Alltag zurückgekehrt und konnte den 1. FFV Erfurt mit 3:0 besiegen. Hannah Kratz und Carla Okoro brachten Union mit einem Doppelschlag in Führung, ehe Elisabeth Steiner in der Nachspielzeit den Endstand herstellte (74./76./90+5.).

Spielerin in rotem Trikot jubelt nach einem Tor auf dem Fußballplatz, im Hintergrund eine Torhüterin und eine weitere Spielerin.

1. FC Union Berlin U23: Schulz – K. Orschmann, Stibal, Skaara Helgesen (72. Wendling) – Şakar, Köster (35. Kratz), Schwoche, Seifert, Kähler (62. Steiner) – Reichenbach (72. Weihmann), Okoro

1. FFV Erfurt: Büchner – Groll, Nüßner (82. Preißel), Berger – Krug (81. Stahl), Uhl, Sautter, Freywald (46. Osburg), Mittelsdorf – Schrenk, Visargova (56. Huck)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Kratz (74.), 2:0 Okoro (76.), 3:0 Steiner (90+5.)

Erfurt scheitert am Pfosten – Umkämpftes Remis zur Pause

Im Trainingszentrum Oberspree wurde am Sonntag schnell deutlich, dass sich beide Mannschaften ein intensives Duell liefern würden. Bereits in der Anfangsphase war die Partie von zahlreichen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt. Die erste Torchance gehörte den Gästen aus Thüringen, die das Hinspiel mit 3:0 gewonnen hatten und den Unionerinnen damals die erste Saisonniederlage zufügten: In der 11. Minute traf Lea Schrenk aus 16 Metern den Außenpfosten. Da sie bei ihrem Schussversuch zudem leicht gehalten wurde, entschied die Schiedsrichterin im Anschluss auf Freistoß von der Strafraumkante für Erfurt. Den hart platzierten Versuch von Schrenk auf das Torwarteck kratzte FCU-Schlussfrau Sherly Schulz stark aus dem Winkel (12.).

Die Eisernen taten sich zunächst schwer, gegen den kompakten Erfurter Abwehrblock zu klaren Tormöglichkeiten zu kommen. Den ersten Abschluss für Union verbuchte Carla Okoro nach 23 Minuten, deren Direktabnahme jedoch deutlich am Tor vorbeiging. In dieser Szene verletzte sich zudem unglücklicherweise Profispielerin Leonie Köster, die wenige Minuten später durch Hannah Kratz ersetzt werden musste (35.). Kurz vor der Halbzeit prüfte Megan Reichenbach erstmals die gegnerische Schlussfrau, die den Versuch jedoch sicher abfing (39.). Auf der Gegenseite war erneut Schulz bei einem weiteren Abschluss von Schrenk zur Stelle (40.).

In der 45. Minute hatten einige Unionerinnen nach einer Ecke bereits den Torschrei auf den Lippen, doch Erfurts Keeperin Anne Büchner lenkte den Kopfball von Leona Seifert aus kurzer Distanz mit einem starken Reflex über die Latte. So ging es schließlich torlos in die Halbzeitpause.

Eine Fußballspielerin in rot fällt während eines Spiels auf dem Rasen, während eine Gegenspielerin in Grau sie tackelt.
Zwei Frauen im Fußballspiel sprinten dem Ball hinterher, eine trägt grüne und die andere rote Trikots auf einem Kunstrasenplatz.
Zwei Spielerinnen im roten Trikot verteidigen gegen eine Spielerin im grauen Trikot, während der Ball im Spiel ist.
Zwei Fußballspielerinnen in roten und grauen Trikots kämpfen um den Ball auf einem Kunstrasenplatz.

Doppelschlag bringt Union auf Siegerstraße – Steiner setzt Schlusspunkt

Nach dem Seitenwechsel waren es zunächst die Unionerinnen, die Pech mit dem Aluminium hatten: Ein Distanzschuss von Hannah Kratz klatschte in der 53. Minute an die Latte. Insgesamt blieb es eine ausgeglichene Partie, in der auch Erfurt weiterhin zu Chancen kam, doch Sherly Schulz entschied das Privatduell mit Lea Schrenk stets für sich (54.). Zudem gehörte der dritte Aluminiumtreffer des Spiels den Gästen: Aus noch größerer Entfernung als Kratz auf der Gegenseite traf Jasmin Sautter die Latte (64.).

Kratz sollte derweil mit ihrem nächsten Abschluss rund zehn Minuten später mehr Erfolg haben, wenngleich erneut wieder das Aluminium involviert war: Eine Flanke von Fatma Şakar wurde immer länger und landete schließlich am Innenpfosten, woraufhin Kratz schnell reagierte und den Abpraller aus kurzer Distanz über die Linie drückte (74.). Und die Eisernen legten direkt nach: Nur 40 Sekunden nach dem Wiederanpfiff erhöhte Carla Okoro auf 2:0 (76.). Ein Diagonalball von Lucy Wendling erreichte im Strafraum Elisabeth Steiner, die vor dem Tor stark für die eingelaufene Okoro querlegte.

In der Schlussviertelstunde verwalteten die Rot-Weißen das Ergebnis souverän, zumal die Gäste nach einer Verletzung und ausgeschöpftem Wechselkontingent die letzten Minuten in Unterzahl bestreiten mussten. Kurz vor Schluss verhinderte Wendling mit einer starken Grätsche im Fünf-Meter-Raum noch den Erfurter Anschlusstreffer (90+2.). Stattdessen trug sich auf der Gegenseite auch Steiner noch in die Torschützenliste ein, nachdem diesmal sie von Okoro bedient wurde (90+5.). Es war zugleich die letzte Aktion der Partie.

Eine Fußballspielerin in rot versucht, die gegnerische Torfrau in blau zu überwinden, während sie auf das Tor zuläuft.
Eine Spielerin in rotem Trikot schießt den Ball auf einem Fußballfeld mit einem großen Banner im Hintergrund.

Stimme nach dem Spiel

„Es war kein leichtes Spiel. Erfurt war sehr diszipliniert gegen den Ball und lauerte immer wieder auf Fehler. Anders als im Hinspiel konnten wir aber Ruhe bewahren und uns am Ende mit drei konsequent ausgespielten Angriffen belohnen. Nun gilt es, schnell zu regenerieren und die Woche für eine gute Vorbereitung auf das nächste Spiel zu nutzen“, erklärte Trainerin Anja Matthes im Anschluss der Partie.

Ausblick

Am kommenden Sonntag empfangen die zweitplatzierten Unionerinnen um 13 Uhr den Tabellenvierten RasenBallsport Leipzig II auf dem Fritz-Lesch-Sportplatz in der Dörpfeldstraße.

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NachwuchsU23 JuniorinnenSaison 2025/26