Gemischte Gefühle in der WM-Qualifikation:
Länderspielbilanz der Union-Nationalspielerinnen
In den vergangenen beiden Wochen waren sieben Spielerinnen des 1. FC Union Berlin mit ihren Nationalteams unterwegs, sechs von ihnen bestritten mit ihren A-Nationalmannschaften die Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien.
Tore für Weidauer & Eurlings – Kein Debüt für Reissner
Die belgische Nationalmannschaft um Hannah Eurlings legte einen nahezu perfekten Start in die WM-Qualifikation hin: In zwei Aufeinandertreffen im ungarischen Budaörs ließen die Belgierinnen der israelischen Mannschaft keine Chance. Beim 3:0-Erfolg der „Red Flames” bereitete Unions Nummer 14 jeweils ein Tor vor und erzielte das 2:0 selbst, beim 5:0-Sieg im zweiten Spiel blieb Eurlings ohne direkte Torbeteiligung. Amber Tysiak, die ebenfalls für das belgischen Team nominiert war, reiste vorzeitig ab und kam daher nicht zum Einsatz.
Athanasia Moraitou und die griechische Nationalmannschaft konnten beide Heimspiele in der Liga C, Gruppe 4 für sich entscheiden. Beim ersten Aufeinandertreffen gegen Georgien gewann die „Ethniki“ mit 3:0. Moraitou stand 69 Minuten auf dem Rasen und die ehemalige Unionerin Eleni Markou erzielte den ersten Treffer der Griechinnen. In der zweiten Begegnung stand Unions Nummer 77 beim 2:0-Sieg gegen die Färöer über die komplette Distanz auf dem Platz.
Erfreulicherweise absolvierte auch Fatma Şakar für die türkische Nationalmannschaft beide Partien von Beginn an. Die Außenverteidigerin von Union war nachnominiert worden und wusste bei den beiden Erfolgen der Türkinnen in der Liga B, Gruppe 2 zu überzeugen: Beim 3:0-Sieg gegen Malta spielte Şakar 72 Minuten, beim 1:0-Sieg in Nordirland 68 Minuten.
Die vierte Nationalspielerin, die mit einer perfekten Länderspielbilanz nach Berlin zurückkehrt, ist Lia Kamber. Mit der Schweiz spielt Unions Nummer 41 in der gleichen Gruppe wie Sakar mit der Türkei. Die „Nati” setzte sich gegen Nordirland mit 2:0 und gegen Malta mit 4:1 durch. Kamber wurde bei beiden Partien jeweils eingewechselt und absolvierte ihre Länderspiele Nummer vier und fünf.
Zum Auftakt in die Liga A, Gruppe 2, startete die polnische Nationalmannschaft um Tanja Pawollek mit zwei Spielen gegen die Top-Nationen Niederlande und Frankreich mit einem harten Programm in die WM-Qualifikation. Im heimischen Gdansk rangen die Polinnen den Niederlanden ein 2:2 ab, Pawollek bereitete dabei das Führungstor für Top-Stürmerin Ewa Pajor vor. In der zweiten Partie mussten sie sich Frankreich mit 1:4 geschlagen geben. In beiden Partien stand Unions Mittelfeldmotor jeweils in der Startelf.
Zum ersten Mal war Naika Reissner bei der österreichischen A-Nationalmannschaft dabei und konnte sich unter Nationaltrainer Alexander Schriebl beweisen. Die Österreicherinnen verloren beide Partien gegen Slowenien und Norwegen in der deutschen Gruppe (Liga A, Gruppe 4) mit jeweils 0:1, Reissner kam jedoch nicht zum Einsatz und wartet daher noch auf ihr Länderspieldebüt.
Sophie Weidauer ist die einzige Spielerin, die nicht mit einer A-Nationalmannschaft unterwegs war. Die Stürmerin reiste mit der deutschen U23-Nationalmannschaft nach Norwegen, um den Einzug ins Final Four der Länderspielrunde zu schaffen. Durch eine 1:3-Niederlage gelang der Auswahl von Trainer Michael Urbansky dies allerdings nicht. Besser lief es vier Tage später im Länderspiel gegen Belgien: Sophie Weidauer führte die deutsche Mannschaft dort als Kapitänin aufs Feld, erzielte das frühe 1:0 und Deutschland fuhr einen souveränen 4:2-Sieg ein.
Fotoquellen: Vera Loitzsch/DFB - TFF - EPO - PZPN - RBFA - SFV / Sébastien Ross - ÖFB/Jasmin Walter