Glücklos im Top-Spiel

Union verliert gegen effektive Dortmunder 0:3

Die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin muss sich im Flutlichtspiel des 19. Spieltags Borussia Dortmund mit 0:3 geschlagen geben. Emre Can bringt den Tabellenzweiten mit einem Strafstoß in Führung (10.), in der zweiten Halbzeit sorgen Nico Schlotterbeck (53.) und Maximilian Beier (84.) für den Endstand, bei dem engagierte Unioner nichts unversucht lassen, letztlich aber ohne Erfolg bleiben.

Ein Spieler in roter Kleidung dribbelt den Ball, während ein Verteidiger in gelber Kleidung ihn zu stoppen versucht.

1. FC Union Berlin: Rönnow – Haberer (86. Trimmel), Doekhi, Querfeld, Leite (76. Burke), Juranović (65. Nsoki) – Kemlein (76. Schäfer), Khedira – Jeong, Ilić, Ansah (65. Burcu)

Borussia Dortmund: Kobel – Can (69. Anselmino), Anton, Schlotterbeck – Ryerson (90. +3 Mane), Bellingham, Nmecha (90. +3 Özcan), Svensson – Fabio Silva (79. Chukwuemeka), Guirassy, Beier

Personal: Unions Cheftrainer Steffen Baumgart nahm im Vergleich zum Punktgewinn gegen den VfB Stuttgart zwei Änderungen in der Startelf vor: Für Livan Burcu und András Schäfer rückten Ilyas Ansah sowie Wooyeong Jeong gegen Borussia Dortmund in die Anfangsformation.

Zuschauer: 22.012

Tore: 0:1 Can (FE/10.), 0:2 Schlotterbeck (53.), 0:3 Beier (84.)

Früher Strafstoß bringt BVB in Führung – Unioner drücken auf den Ausgleich

Die Fans des 1. FC Union Berlin zelebrierten das 60. Vereinsjubiläum ihres Klubs vor Anpfiff mit einer beeindruckenden Choreografie. Die Anfangsphase der Partie zum Abschluss des heutigen Bundesliga-Spieltags war geprägt von vielen intensiven Zweikämpfen im Mittelfeld. Aus einem unfairen Einsteigen von Emre Can gegen Ilyas Ansah resultierte die erste Gelegenheit: Den fälligen Freistoß brachte Josip Juranović in den Strafraum, wo Andrej Ilić am höchsten stieg, den Kopfball jedoch direkt in die Arme von Gregor Kobel setzte (6.). 

Beim ersten Vorstoß des BVB kam Serhou Guirassy etwas glücklich durch die Unioner Abwehrreihe. Der Guineer jagte dem Ball hinterher, während Frederik Rönnow aus seinem Kasten eilte. Guirassy spitzelte das Spielgerät am herauseilenden Dänen vorbei, Rönnow berührte leicht den Ball, aber auch klar den Stürmer, so entschied Schiedsrichter Robert Hartmann auf Strafstoß. Kapitän Emre Can trat an und verwandelte sicher zum 0:1 (10.). Nach dem Rückstand benötigten die Eisernen einige Minuten, um wieder zur gewohnten Stabilität zurückzufinden. In dieser Phase schlichen sich kleinere Fehler im Spielaufbau ein, die zunächst Felix Nmecha und anschließend Fabio Silva zu Abschlüssen nutzten, beide verfehlten jedoch das Unioner Tor (18.). 

Zehn Minuten später waren die Hausherren wieder deutlich aktiver und kamen nach einem Eckball zur Chance auf den Ausgleich: Diogo Leite setzte seinen Kopfball gefährlich aufs Tor, doch Gregor Kobel konnte das Leder noch vor der Linie entschärfen. Auch in der Folge suchten die Eisernen immer wieder mit Flanken den Weg in das vorderste Drittel, fanden jedoch entweder keinen Abnehmer oder scheiterten an der Dortmunder Abwehr (40.). So ging es mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeitpause.

Ein Fußballspieler in roter Kleidung dribbelt den Ball, während ein gegnerischer Spieler in gelber Kleidung ihn verteidigt.
Spielszene mit Spielern in gelben und roten Trikots, die um den Ball kämpfen, während Fans im Hintergrund jubeln.
Ein Fußballspieler in roter Kleidung dribbelt den Ball auf dem Spielfeld, umgeben von jubelnden Fans im Hintergrund.
Ein Fußballspieler in rotem Trikot dribbelt den Ball, während ein Spieler in schwarzem Trikot ihm folgt. Im Hintergrund eine große Menschenmenge.
Spielszene mit einem Fußballspieler in rotem Trikot, der den Ball dribbelt, während ein gegnerischer Spieler in gelbem Trikot ihn verfolgt.
Ein Fußballspieler in roter Kleidung dribbelt den Ball, während ein gegnerischer Spieler in gelber Kleidung ihn verfolgt. Zuschauer im Hintergrund.

Ex-Unioner Schlotterbeck erhöht – Union trotz Schlussoffensive ohne Torerfolg

Unverändert kamen beide Teams aus der Kabine und auch die Verhältnisse auf dem Platz knüpften an den ersten Durchgang an. Die Unioner im Sondertrikot anlässlich ihres Jubiläums hatten etwas mehr Spielanteile, während die Borussen versuchten, die knappe Führung zu verwalten. Dennoch gehörte die erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel den Gästen: Jobe Bellingham zog aus rund 18 Metern ab, der leicht abgefälschte Ball wurde für Frederik Rönnow zur Herausforderung, die Unions Nummer 1 jedoch stark bewältigte. Die anschließende Ecke führte dann allerdings zum zweiten Treffer der Dortmunder durch eine Co-Produktion zweier Ex-Unioner. Die Flanke von Julian Ryerson fand Nico Schlotterbeck am zweiten Pfosten, der sich per Kopf die Chance nicht nehmen ließ (53.). 

In einer hitzigen Phase der Partie bewahrte insbesondere Janik Haberer einen kühlen Kopf und zog immer wieder clever ein Foul, doch aus den getretenen ruhenden Bällen konnten die Eisernen keinen Ertrag schlagen (66.). In der 74. Minute fand ein Eckstoß von Haberer den Kopf von Ilić, doch wieder war der Schweizer Kobel zur Stelle. 

Mit der Umstellung auf die Viererkette versuchte Unions Cheftrainer Steffen Baumgart seiner Mannschaft nochmal einen Impuls von außen zu geben. Die geplante Schlussoffensive blieb allerdings größtenteils aus. Die Eisernen versuchten es zwar immer wieder, entfachten dabei aber keine Torgefahr. Stattdessen war es der BVB, der in der 84. Minute die vorzeitige Entscheidung erzielte. Nach Vorarbeit von Jobe Bellingham nahm Maximilian Beier das Spielgerät sehenswert mit und schloss trocken ins lange Eck ab, sodass Rönnow chancenlos war. Nach fünf Spielen in Folge ohne Niederlage in der Bundesliga mussten sich die Unioner Borussia Dortmund mit 0:3 geschlagen geben.

Fußballspiel bei Nacht, Spieler in roter Kleidung steht im Fokus, seine Bewegung zeigt einen Pass, Fans im Hintergrund.
Ein Torwart in grüner Ausrüstung steht bereit, während Fans mit gelben und schwarzen Fahnen im Hintergrund jubeln.
Fußballspiel zwischen zwei Mannschaften, in dem ein Spieler den Ball führt, während andere Spieler in Aktion sind. Hintergrund mit Fans.
Ein Fußballspieler in rotem Trikot dribbelt den Ball, während andere Spieler in der Nähe stehen. Zuschauer sind im Hintergrund zu sehen.
Spielszene aus einem Fußballspiel: Ein Torwart springt hoch, während Spieler anderer Mannschaften im Vordergrund stehen. Fans im Hintergrund.
Spielszene im Fußballspiel, Spieler heben ab, um einen Ball hoch in der Luft zu köpfen, mit Spielern und jubelndem Publikum im Hintergrund.

Stimmen nach dem Spiel

“Wir haben heute über 90 Minuten alles reingehauen. Insgesamt gewinnen sie das Spiel am Ende deutlich, ohne dass sie so viel mehr Spielanteile hatten. Das zeichnet letztlich auch so eine Topmannschaft der Liga aus. Wir haben alles auf dem Platz gelassen, aber der Gegner hat es heute einfach besser gemacht”, so das Fazit von Leopold Querfeld nach dem Abpfiff. 

“Wir sind eigentlich ganz gut ins Spiel reingekommen. Auch zum Ende der ersten Hälfte hatten wir dann wieder Druckphasen, wo wir uns belohnen müssen. Nach dem Seitenwechsel kassieren wir dann das zweite Tor nach einem Standard, was uns so ein bisschen den Stecker gezogen hat. Danach hatten wir dann zwar auch noch einige gute Ansätze, aber der BVB hat uns heute einfach gezeigt, warum sie ein Topteam sind”, ergänzte Aljoscha Kemlein im Anschluss.

“Ich glaube, wir waren in der ersten Halbzeit schon dran. Der Elfmeter hat uns natürlich nicht in die Karten gespielt, wir hatten trotzdem immer wieder Halbchancen. Insgesamt haben wir es aber über 90 Minuten nicht so gut gemacht, dass wir die drei Punkte verdient hätten. Der BVB hat es heute gut gemacht”, lautet die Analyse von Cheftrainer Steffen Baumgart nach dem Duell.

Ausblick auf die kommenden Tage

Mit einem nichtöffentlichen Training beendet die Mannschaft am morgigen Sonntag die Woche und startet am Dienstag, dem 27.01.2026, um 11 Uhr vor den Augen der Fans in die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim am nächsten Bundesligaspieltag.

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