Gegentor kurz vor Schluss:
U23-Frauen unterliegen SV Eintracht Leipzig-Süd
Die U23-Frauenmannschaft des 1. FC Union Berlin musste sich am vergangenen Sonntag knapp mit 1:2 dem SV Eintracht Leipzig-Süd geschlagen. Nachdem Megan Reichenbach in der 71. Minute den frühen Führungstreffer der Gäste (10.) egalisierte, gelang den Leipzigerinnen in der 89. Minute noch der späte Siegtreffer.
1. FC Union Berlin U23: Schulz – Muysers, Stibal, Gericke (80. Henning), Wendling – Frank (70. Weihmann), Seifert (46. Staerke), Schwoche – Steiner, Okoro (70. Reichenbach), Kähler
SV Eintracht Leipzig-Süd: Hauczinger – Wichmann, Birne, Schubert, Weber – Oberstein (77. Güldenpfennig), Ruf, Petters (70. Leise), Jankowski (70. Müller) – Reißmann, Förster (50. Grajqevci)
Zuschauer: 75
Tore: 0:1 Reißmann (10.), 1:1 Reichenbach (71.), 1:2 Müller (89.)
Leipziger Halbzeitführung – Zwei Aluminiumtreffer verhindern höheren Rückstand
Die Unionerinnen fanden im ersten Durchgang nur mühselig in die Partie und waren bereits in der 2. Minute auf eine Rettungstat von Torhüterin Sherly Schulz angewiesen, die einen Kopfball aus kurzer Distanz nach einer Ecke stark parierte. In der 9. Spielminute verhinderte dann die Unterkante der Latte den Rückstand der Eisernen. Kurz darauf konnte Leipzig-Süd allerdings doch in Führung gehen: Nach einem Unioner Ballverlust am eigenen Strafraum infolge eines Abstoßes konnte Emily Reißmann das Leder frei vor Schulz im Tor unterbringen.
Die Torschützin hätte in der 22. Minute fast den Doppelpack geschnürt, scheiterte mit ihrem Heber in der 22. Minute jedoch am Innenpfosten. Die Köpenickerinnen hatten hingegen Probleme, ihr Offensivspiel aufzuziehen und konnten im ersten Durchgang keinen nennenswerten Abschluss verbuchen. Pech hatten die Rot-Weißen allerdings, als in der 41. Minute ein klarer Elfmeter nach Foul an Leona Seifert verwehrt wurde.
Reichenbach trifft nach Einwechslung – Leipzig mit dem Lucky Punch
Die U23-Frauen kamen deutlich verbessert aus der Halbzeitpause und gaben unmittelbar nach Wiederanpfiff die ersten gefährlichen Abschlüsse in Richtung Tor ab. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich gab es in der 57. Minute, als erst Carla Okoro an der gegnerischen Schlussfrau scheiterte und der Nachschuss von Nila-Ann Staerke anschließend von einer Verteidigerin kurz vor der Torlinie geblockt wurde.
Der Ausgleich lag zweifelsfrei in der Luft und in der 71. Minute erlöste Megan Reichenbach ihr Team. Die Angreiferin brauchte nach ihrer Einwechslung nicht mal 50 Sekunden, um den Ball im Tor unterzubringen: Nachdem eine Flanke von Greta Muysers an den Pfosten flog, sprang der Ball direkt vor die Füße von Unions Nummer 7, die das Spielgerät per Direktabnahme ansatzlos unter die Latte setzte.
Union war nach der deutlichen Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit auf den Siegtreffer aus und so wurde in der 80. Minute mit Colleen Henning auch noch eine weitere Angreiferin für Innenverteidigerin Pauline Gericke eingewechselt. In der 87. Minute wäre der Mut fast belohnt worden, doch Louisa Kähler traf mit einem satten Distanzschuss aus 23 Metern nur die Latte. Stattdessen gelang der Lucky Punch zwei Minuten später den Gästen: Donika Grajqevici tankte sich auf der linken Seite durch und scheiterte im Strafraum noch an Sherly Schulz, doch Emma Müller brachte den Nachschuss im Netz unter.
Stimme nach dem Spiel
„Es ist eine Niederlage, die sehr weh tut. Die ersten 20 Minuten haben wir heute etwas verschlafen, dann haben wir uns mehr und mehr ins Spiel gekämpft. Wir haben viel investiert, ohne das Spielglück auf unsere Seite zu bekommen“, so die Einschätzung von Trainerin Anja Matthes.
Ausblick
Am kommenden Sonntag, dem 26.04.2026, gastieren die U23-Frauen zum Lokalderby bei Türkiyemspor Berlin im Willy-Kressmann-Stadion. Die Partie wird um 14 Uhr angepfiffen.