Gegen effektive Kraichgauer:

Union unterliegt in Sinsheim mit 1:3

Die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin muss sich am 20. Bundesliga-Spieltag der TSG 1899 Hoffenheim mit 1:3 geschlagen geben. Die Gastgeber aus dem Kraichgau gehen kurz vor der Halbzeitpause durch einen Doppelpack von Andrej Kramarić mit 2:0 in Führung (42./45.). Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff erhöht ein Eigentor von Diogo Leite die Hoffenheimer Führung (47.). Der Anschlusstreffer von Rani Khedira in der 68. Spielminute läutet zwar eine Unioner Schlussoffensive ein, die letztlich jedoch glücklos bleibt.

Spielszene eines Fußballspiels mit Spielern in roten und blauen Trikots auf dem Rasen.

1. FC Union Berlin: Rönnow – Haberer, Doekhi, Querfeld, Leite (75. Burcu), Nsoki (54. Köhn) – Kemlein (83 Král), Khedira – Burke (54. Ansah), Ilić, Jeong (54. Schäfer)

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Coufal, Hranac, Kabak, Hajdari – Prömel, Avdullahu, Kramarić (83. Prass) – Lemperle (46. Moerstedt), Asllani (78. Bebou), Touré (90+1. Akpoguma)

Personal: Unions Cheftrainer Steffen Baumgart wechselte zum Auswärtsspiel im Kraichgau auf zwei Positionen: Für Ilyas Ansah und Josip Juranović standen Oliver Burke sowie TSG-Leihgabe Stanley Nsoki in der ersten Elf. 

Zuschauer: 19.341

Tore: 1:0 Kramarić (FE/42.), 2:0 Kramarić (45.), 3:0 Leite (ET/47.), 3:1 Khedira (68.)

Khedira mit der Gelegenheit zur Führung – TSG trifft vom Punkt und per Kopf

Beim Tabellendritten der Bundesliga präsentierten sich die Unioner in den Anfangsminuten fokussiert und bissig in den Zweikämpfen, sodass die Gastgeber nicht ihr gewohntes Spiel aufziehen konnten. Die Eisernen störten den Hoffenheimer Spielaufbau früh und erzwangen so einen Ballgewinn im Strafraum der TSG. Kapitän Rani Khedira versuchte anschließend, Deutschlands aktuelle Nummer eins zu umkurven, doch Oliver Baumann warf sich entschlossen in den Weg und verhinderte die frühe Führung (7.).

Auch in der Folge blieben es vor allem die Unioner, die durch hohe Ballgewinne zu guten Aktionen im vordersten Drittel kamen. Oliver Burke und Danilho Doekhi eroberten das Spielgerät in der Hälfte der Kraichgauer, wobei Letzterer eine Hereingabe in den Sechzehner schlug, die Andrej Ilić jedoch nicht verwerten konnte (20.). Erst nach knapp einer halben Stunde verzeichnete die Mannschaft von Christian Ilzer ihren ersten Abschluss, als der langjährige Hoffenheimer Andrej Kramarić aus etwas mehr als 20 Metern links am Tor vorbeischoss. 

Fünf Minuten vor dem Ende des ersten Durchgangs gingen Leopold Querfeld und Fisnik Asllani gleichzeitig zum Ball, dabei kam der Österreicher in den Augen des Unparteiischen einen Schritt zu spät und traf den Kosovaren an der Wade. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Andrej Kramarić zur 1:0-Führung (42.). Drei Minuten später konterten die Hoffenheimer, als Ex-Unioner Grischa Prömel das Spielgerät nach vorne trieb. Am Ende fand Bazoumana Touré mit seiner Hereingabe den Kopf von Andrej Kramarić, der in die lange Ecke zum 0:2-Halbzeitstand einnickte (45.). 

Ein Spieler in rot-gestreifter Uniform passt den Ball, während zwei Gegner in dunkler Kleidung in Angriffspostion stehen.
Ein Fußballspieler in rot-weißer Uniform dribbelt am Gegner in blauer Uniform vorbei, während Zuschauer im Hintergrund zuschauen.
Fußballspiel mit einem Spieler in rotem Trikot, der den Ball vor einem gegnerischen Spieler in blauem Trikot dribbelt.
Ein Fußballspieler in roter Uniform wird von einem Spieler in blauer Uniform im Wettkampf um den Ball bedrängt.

Eigentor kurz nach der Pause – Khediras Anschlusstreffer lässt Hoffnung aufkeimen

Alles andere als gelungen war der Beginn des zweiten Durchgangs aus Sicht der Gäste, denn die Hoffenheimer erzielten mit dem ersten Angriff nach dem Seitenwechsel das 0:3. Erneut nutzte Touré den Raum vor sich, zog mit hohem Tempo die Außenbahn entlang und brachte eine scharfe Flanke in den Strafraum. Diese wollte Diogo Leite vor dem einlaufenden TSG-Angreifer klären, traf dabei jedoch unglücklich ins eigene Tor (47.). 

Die große Chance auf den Treffer zum 1:3 hatte der eingewechselte András Schäfer in der 60. Minute, als der ebenfalls reingekommene Ilyas Ansah einen langen Ball festmachte und per Hacke auf den ungarischen Mittelfeldspieler weiterleitete. Mit dem linken Fuß zielte Schäfer auf die lange Ecke, doch TSG-Keeper Baumann konnte den Abschluss mit dem Fuß parieren. Dann zappelte der Ball doch im Netz der Hoffenheimer, als erneut Ansah einen hohen Ball ablegte und Khedira diesen im Tor unterbrachte. Nach kurzer Überprüfung eines möglichen Foulspiels im Vorfeld zählte der Treffer zum 3:1 (68.). 

In der Schlussviertelstunde drückten die Eisernen auf den zweiten Treffer, kamen jedoch nicht mehr zu vielversprechenden Torgelegenheiten. In der 86. Minute durfte sich Livan Burcu aus aussichtsreicher Freistoßposition rund 20 Meter vor dem Tor probieren, zirkelte die Kugel allerdings in die Hoffenheimer Mauer. Trotz großer Bemühungen gelang es den Rot-Weißen nicht mehr, das Spiel noch spannender zu gestalten. 

Ein Fußballspiel mit Spielern in roten und blauen Trikots, die einen Ball im Stadion verfolgen. Fans sind im Hintergrund sichtbar.
Spielszene mit Fußballspielern in rot-gestreiften Trikots auf dem Feld, im Hintergrund Fans und Vereinsbanner.
Spielszene mit mehreren Fußballspielern auf dem Platz, einer Spieler in rot-gestreiftem Trikot versucht, den Ball zu spielen.
Zwei Fußballspieler kämpfen um den Ball auf einem Spielfeld, während Zuschauer im Hintergrund sitzen.

Stimmen nach dem Spiel

Ich denke, bis zum ersten Treffer von Hoffenheim waren wir heute die bessere Mannschaft. Dass sie dann direkt das zweite Tor nachlegen, ist natürlich sehr ärgerlich. Wir haben nichtsdestotrotz ein gutes Spiel gemacht. Davon können wir uns heute aber nichts kaufen, so das Fazit von Torschütze Rani Khedira nach dem Abpfiff. 

In der ersten Halbzeit waren wir sehr gut im Spiel und haben uns auch einige Chancen erarbeitet. Ähnlich wie im Hinspiel gibt es dann kurz vor der Pause den Elfmeter gegen uns, was einfach enorm bitter ist. Kurz darauf kassieren wir auch noch den zweiten Treffer und stehen zur Halbzeit in der Kabine, schauen uns an und wissen gar nicht, wieso wir hier hinten liegen. Auch nach dem 0:3 haben wir aber nicht aufgehört, Fußball zu spielen und bis zum Ende alles gegeben, ergänzte Leopold Querfeld im Anschluss. 

Meiner Meinung nach haben wir eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Wir hatten zwei, drei gute Gelegenheiten und gehen durch eine Elfmeter-Entscheidung, die ich kritisch beurteile, in Rückstand. Der Konter zum 0:2 darf uns zwei Minuten später nicht passieren. Dass die Jungs sich auch von dem 0:kurz nach der Pause nicht beeindrucken ließenzeigt aber, dass sie Charakter haben, lautete die Analyse von Cheftrainer Steffen Baumgart nach dem Duell. 

Ausblick auf die kommenden Tage 

Nachdem die Mannschaft um Cheftrainer Steffen Baumgart am späten Abend nach Berlin zurückgekehrt ist, beginnt am Montag die neue Trainingswoche. Am kommenden Dienstag, dem 03.02.2026, findet um 11 Uhr eine öffentliche Trainingseinheit statt, ehe am Freitagabend bereits das nächste Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt im Stadion An der Alten Försterei ansteht. 

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