Frostiges Umfeld, brennende Unioner:

Eiserne wollen sich bei der TSG revanchieren

Am 20. Spieltag der Bundesliga trifft die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin in Sinsheim auf die TSG 1899 Hoffenheim. Das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison ging an die Kraichgauer (2:4), entsprechend motiviert dürften die Eisernen in die Partie gehen, um sich für diese Niederlage zu revanchieren. Das Rückrundenspiel wird am Sonnabend, dem 31.01.2026, um 15:30 Uhr angepfiffen.

Spielszene im Fußball mit einem Spieler in rot-weißer Uniform, der den Ball dribbelt, während ein Gegner ihn verfolgt. Zuschauer im Hintergrund.

Die Ausgangslage

Während die Mannschaft von Cheftrainer Steffen Baumgart gut erholt und motiviert nach Sinsheim reist, mussten die Hoffenheimer unter der Woche ein Nachholspiel in Bremen bestreiten. Allerdings gewannen sie dieses mit 2:0, womit die TSG ihre aktuelle Form unterstrich: in diesem Jahr noch ohne Punktverlust und seit sechs Spielen ungeschlagen.

Die Unioner hingegen mussten vergangenes Wochenende ihre erste Niederlage im Jahr 2026 hinnehmen, dabei riss ihre Serie von fünf Spielen in Folge ohne Pleite. Die Gegner aus Dortmund waren am Sonnabend effizienter und trafen mit fünf Schüssen auf das Tor dreimal ins Netz, während den Köpenickern kein Torerfolg vergönnt war.

Ein Fußballspieler in einem gelben Trainingsoberteil sprintet auf einem Trainingsplatz, während andere Spieler und ein Trainer zuschauen.
Fußballspieler in Trainingskleidung üben auf dem Platz, während einer den Ball dribbelt. Hintergrund mit Tor und Zaun.

Die Kraichgauer haben seit der Niederlage gegen Dortmund (0:2) am 13. Spieltag keine Partie mehr verloren und kletterten bis auf Rang drei der Tabelle. Auch die Gesamtstatistik unterstreicht diese Platzierung: Zwölf Siege und lediglich vier Niederlagen bedeuten jeweils den drittbesten Wert der Liga, zudem stehen mit nur drei Unentschieden – gemeinsam mit Leipzig und Stuttgart – die drittwenigsten Punkteteilungen zu Buche. 

Diese äußert positive Saisonbilanz der Hoffenheimer lässt sich unter anderem auf die zweitbeste Offensive der Liga zurückführen. Dabei sticht hervor, dass der Torerfolg nicht auf einzelne Stürmer zurückzuführen ist, sondern vielmehr aus dem Zusammenspiel der gesamten Mannschaft entsteht. Entsprechend ausgeglichen präsentiert sich auch die vereinsinterne Torschützenliste: Gleich vier verschiedene Spieler führen diese mit jeweils sechs Treffern an.

Doch auch defensiv ist die TSG keineswegs zu unterschätzen. Mit ihrer hohen Intensität im Spiel formen sie eine stabile Abwehr, die in der laufenden Saison erst 22 Gegentore zugelassen hat, was ligaweit der drittbeste Wert ist. Einen großen Anteil daran hat Vladimir Coufal, der in den Kategorien Sprints, intensive Läufe sowie insgesamt absolvierte Kilometer ligaweit die Spitzenposition einnimmt.

Nach bislang 13 Aufeinandertreffen hat Union immer noch leicht die Nase vorne: Die Eisernen gewannen bislang sechs Partien, während die Hoffenheimer mit ihrem Sieg in der Hinrunde auf insgesamt fünf Erfolge aufstockten. Lediglich zweimal trennten sich die Mannschaften mit einem Unentschieden. Ein 0:0 hingegen gab es noch nie.

Gleich mehrere Akteure beider Mannschaften treffen auf ehemalige Weggefährten und frühere Wirkungsstätten. Im Kader der Eisernen befinden sich drei Spieler mit Vergangenheit im Kraichgau. So trugen mit Stanley Nsoki, Robert Skov und Janik Haberer ehemals das Blau-Weiße Trikot der Hoffenheimer. 

Doch auch auf Seiten der Hoffenheimer gibt es zwei Spieler mit besonderer Union-Vergangenheit: Grischa Prömel prägte zwischen 2017 und 2022 maßgeblich die sportliche Entwicklung des Vereins. In seinen 141 Einsätzen erzielte der Mittelfeldspieler 20 Tore und war ein fester Bestandteil der Mannschaft, die gemeinsam die Bundesliga erreichte. Darüber hinaus durchlief Fisnik Asllani einen großen Teil der Nachwuchsabteilung der Eisernen und machte bereits in den Junioren-Bundesligen mit bemerkenswerten Torquoten auf sich aufmerksam.

Tom Rothe, Robert Skov und Josip Juranović werden im Spiel bei der TSG nicht im Kader stehen.

Cheftrainer Steffen Baumgart erläuterte auf der Pressekonferenz: „Hoffenheim zählt aktuell zu den besten Mannschaften der Liga, da sie ein Team mit einem klaren Plan sind, den sie konsequent auf den Platz bringen. Ein starkes Gegenpressing, viele gewonnene zweite Bälle und ein solides vertikales Spiel zeichnen die Kraichgauer aus. Im Hinspiel haben wir die Gegentore gegen Hoffenheim zu einfach kassiert, das wollen wir am Sonnabend unbedingt vermeiden. Ziel ist es, die Stärken des Gegners so lange wie möglich zu neutralisieren und von Beginn an unsere Qualitäten mit hoher Intensität auf den Rasen zu bringen.“

Für das Auswärtsspiel in der PreZero Arena reisen gut 1.400 Unioner mit nach Sinsheim. Ebenfalls vor Ort sein wird auch das Union-Fahr-Zeughaus. Hinweise zum Stadionbesuch gibt es hier. 

TextDie Partie wird live von Sky im Einzelspiel und von DAZN in der Konferenz übertragen. Darüber hinaus gibt es einen Audiostream im rbb24 Inforadio und bei rbb24. Wie gewohnt informiert Union auch im vereinseigenen Live-Ticker über die Partie.

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