Frankfurt reicht ein Tor:
0:1 gegen die SGE bedeutet Unions Niederlage
Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin unterliegt vor heimischer Kulisse am dritten Spieltag der Google-Pixel Frauen-Bundesliga Saison 2026/27 Eintracht Frankfurt mit 0:1 und wartet weiter auf die ersten Zähler der Saison. Ein Kopfball von Laura Freigang nach einem SGE-Freistoß in Minute 26 bleibt der einzige Treffer des Tages, Nadine Böhi pariert Minuten später einen Elfmeter der Gäste und verhindert so eine höhere Niederlage.
1. FC Union Berlin: Böhi - Janssens, Schneider, Steuerwald, Steinert (61. Pujols) – Gräwe, Hausicke (71. Veit), Kamber – Campbell (82. Egli), Heiseler (61. Weidauer), Reissner (61. Bauereisen)
Eintracht Frankfurt: Altenburg - Lührßen, Doorsoun-Khajeh, Wolter, Ilestedt – Memeti (88. Tolhoek), Açikgöz, Raso (66. Krumbiegel) – Ivelj, Blomqvist (80. Bennison), Freigang (88. Østenstad)
Personal: Unions Cheftrainerin Marie-Louise Eta veränderte die Startelf auf vier Positionen: Lisa Heiseler war zurück im Sturmzentrum, Judith Steinert rückte in die Startelf auf, Reissner ersetzte Egli auf der Außenbahn. Auch Neuzugang Lina Hausicke gab ihr Debüt in der Anfangsformation der Unionerinnen.
Zuschauer: 5.717
Tor: 0:1 Freigang (26.)
Union unglücklich – Frankfurt geht in Führung
Beide Mannschaften starteten engagiert in die Partie und lieferten sich von Beginn an intensive Zweikämpfe. Die erste Torchance gehörte früh den Gästen: Hayley Emma Raso kam im Strafraum zum Abschluss, doch Union-Torhüterin Nadine Böhi war aufmerksam und sicherte den Ball problemlos (2.). Nur drei Minuten später setzten auch die Berlinerinnen das erste Ausrufezeichen in der Partie. Nach einem Fehler im Frankfurter Aufbauspiel setzte sich Lia Kamber auf der linken Seite durch, ihr Abschluss landete jedoch nur am Außennetz (5.). Nach einer gespielten Viertelstunde ertönten im Stadion An der Alten Försterei erstmals wieder die gewohnten Fangesänge, die zuvor aus Protest gegen die Spielansetzung verstummt waren. Kurz darauf bot sich den Gastgeberinnen die nächste große Gelegenheit: Kamber gewann den Ball im Mittelfeld und leitete direkt auf Naika Reissner weiter, die Lisa Heiseler in Szene setzte. Die Union-Kapitänin kam aus kurzer Distanz zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch knapp (19.).
In der Folge erhöhte Frankfurt den Druck und wurde wenig später gleich mehrfach vor dem Berliner Tor gefährlich. Sowohl Tomke Schneider als auch Nadine Böhi verhinderten jedoch noch mit wichtigen Defensivaktionen den möglichen Rückstand der Eisernen. Nach einem Freistoß von Ereleta Memeti verlängerte Laura Freigang das Spielgerät per Kopf Richtung Tor und brachte die Gäste in Führung. Neuzugang Lina Hausicke fälschte den Ball unhaltbar ab und veränderte so die Flugkurve (26.).
Anschließend gestaltete sich die Partie weitgehend ausgeglichen. Die Schlussphase der ersten Halbzeit blieb von hoher Intensität und zahlreichen Zweikämpfen geprägt. In der 35. Minute entschied die Schiedsrichterin auf Elfmeter für Frankfurt, doch Nadine Böhi parierte den Strafstoß souverän und hielt die Eisernen im Spiel. Weitere nennenswerte Aktionen blieben bis zum Halbzeitpfiff aus, sodass es mit der 1:0-Führung für die Gäste in die Pause ging.
Union drängt auf Ausgleich – Frankfurt verteidigt Führung
Nach dem Seitenwechsel starteten beide Mannschaften mit hohem Tempo in die zweite Hälfte der Partie und es entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spielgeschehen. Torchancen blieben auf beiden Seiten jedoch Mangelware, da die Defensivreihen konzentriert arbeiteten und nur wenig zuließen.
Die gefährlichste Gelegenheit des zweiten Durchgangs bot sich den Berlinerinnen spät in der 81. Spielminute: Nach einem sehenswerten langen Pass in den Lauf von Jill Janssens setzte sich die Außenverteidigerin stark durch und brachte den Ball gefährlich in den Strafraum. Eileen Campbell kam zum Abschluss, konnte ihren Schuss jedoch nicht präzise genug platzieren (82.). Auch in den folgenden Minuten blieb die Partie hart umkämpft. Beide Teams lieferten sich intensive Duelle, während klare Torchancen weiterhin selten blieben. In den letzten Spielminuten wurde Nadine Böhi zwar noch einige Male geprüft, war jedoch stets zur Stelle und hielt das Tor sauber (90.). Mit dem Ergebnis der ersten Halbzeit endete schließlich die Partie. Trotz einer engagierten Leistung und einer konzentrierten Defensivarbeit mussten sich die Unionerinnen im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt knapp mit 0:1 geschlagen geben.
Stimmen nach dem Spiel
„Wir haben heute eine gute Teamleistung auf den Platz gebracht und gut gespielt. Leider fiel dann das Gegentor, da müssen wir noch konsequenter dranbleiben und uns auch ein gewisses Spielglück erarbeiten. Wir arbeiten im Training täglich daran, nach vorne zu spielen und mutiger zu werden. Wenn wir das weiter trainieren und im Spiel anwenden, dann kommen auch die Tore, davon bin ich überzeugt“, fasste Nadine Böhi die Partie zusammen.
„Die letzten Tage ging alles ganz schnell. Umso mehr freue ich mich, dass ich heute hier spielen durfte, auch wenn ich heute natürlich gerne gewonnen hätte. Wir haben es in vielen Spielphasen gut gemacht, vorne hat uns dann leider ein bisschen die Klarheit gefehlt. Daran müssen wir jetzt ansetzten und weiter daran arbeiten“, so Lina Hausicke nach ihrem Startelf-Debüt im Stadion An der Alten Försterei.
„Grundsätzlich sind wir heute gut in die Partie gestartet, hatten eine gute Intensität auf dem Platz, auch mit dem Ball. Durch den Freistoß geraten wir dann in den Rückstand, aber haben als Mannschaft gut reagiert. Wir haben uns einige Möglichkeiten erspielt und Nadine konnte den Elfmeter klären. Leider haben wir es dann im letzten Drittel ein wenig verpasst die richtigen Entscheidungen zu treffen, aber die Mannschaft hat immer an sich geglaubt und nicht aufgegeben. Natürlich sind wir heute auch enttäuscht, wenn wir mit null Punkten dastehen“, erklärte Cheftrainerin Marie-Louise Eta nach dem Heimspiel am Montagabend.
Ausblick auf die kommenden Tage
In den kommenden Tagen steht für das Team eine intensive Trainingswoche auf dem Programm, ehe am Wochenende bereits die nächste Auswärtspartie auf die Mannschaft wartet. Am Sonnabend, dem 12.09.2026, gastiert die Eta-Elf in Köln und trifft im Franz-Kremer-Stadion auf die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Köln. Der Anpfiff der Partie erfolgt um 14:00 Uhr.