Fanclubtagung 2026:
Fanclubs mit eigenem Kandidaten für die Aufsichtsratswahl
Die Fanclubs des 1. FC Union Berlin haben auf ihrer diesjährigen Tagung beschlossen, erstmals einen eigenen Kandidaten für die im September stattfindende Wahl zum Aufsichtsrat aufzustellen. Ein entsprechender Antrag wurde mit den Ja-Stimmen von 66 der 74 anwesenden stimmberechtigten Fanclubs bei acht Enthaltungen und ohne Gegenstimme angenommen.
Mit der Auswahl einer geeigneten Person wurde der Fanclubrat beauftragt. Die Entscheidung, einen eigenen Vertreter in das Kontrollgremium des Vereins zu entsenden, soll der wachsenden Zahl von in Fanclubs organisierten Unionern Rechnung tragen. Derzeit sind 4.296 Anhänger in 124 offiziellen Fanclubs organisiert und damit Teil einer stetig wachsenden Organisationsform. Fanclubmitglieder sind zudem auch in der Fan- und Mitgliederabteilung (FuMA), der Stiftung, dem Wirtschaftsrat, dem Eisernen V.I.R.U.S. sowie in Arbeitsgruppen des 1. FC Union Berlin aktiv.
„Die Entwicklung unserer Fanclubstruktur ist beeindruckend und zeigt, dass sich immer mehr Unioner aktiv an der Gestaltung des Vereinslebens beteiligen möchten. Die Entscheidung der Fanclubs für die Kandidatur eines eigenen Vertreters für den Aufsichtsrat halte ich daher für folgerichtig und begrüße sie sehr“, so Thomas Thiele, Mitglied des Fanclubrates des 1. FC Union Berlin. „Ein weiterer Vertreter organisierter Fans neben dem Vertreter der Fan- und Mitgliederabteilung stärkt die Verankerung von Faninteressen in der Führung unseres Klubs.“
Weitere Themen der Fanclubtagung
Im Rahmen der einmal jährlich stattfindenden Tagung aller Fanclubs des 1. FC Union Berlin informierte Union-Präsident Dirk Zingler über die aktuelle Lage des Klubs und stand anschließend für Fragen der Fanclub-Vertreter zur Verfügung. Gemeinsam mit den Vertretern von Fanarbeit und Fanclubrat übernahm er die Ehrung langjähriger Fanclubs.
Sven Mühle, Leiter Fanarbeit, berichtete anschließend über die generelle Entwicklung der Fanclubs und ermunterte interessierte Unioner: „Jeder neue Union-Fanclub, der sich an unsere Fanclub-Ordnung hält, ist gern gesehen. Wer sich für eine Fanclub-Gründung interessiert, ist herzlich eingeladen, sich über das Anmeldeformular auf der Homepage oder persönlich an die Fanarbeit zu wenden.“
Neben den Union-Fanclubs (UFC) Combinat Cöpenick, Havelland Unioner und Kohorte Mittellinie, die ihre zweijährige Probezeit bestanden haben und nun zum EUFC (Eingetragener Union-Fanclub) ernannt wurden, befürwortete die Fanclubtagung, dass die drei UFC Gegengerade´22, Legion Coepenick und Sportschau Unioner ab sofort als EUFC auf Probe geführt werden. Zusätzlich wurden folgende zwölf Fanclubs als UFC aufgenommen: Alte Förster, Eiserne Retter Südthüringen, Blockfreunde Waldseite, Eiserne Gürkchen, Waldseite United, Eiserne Verbundenheit, Non Plus Ultra Union, Eiserne Ladies Fans, Sektor Drei Loyalisten, Eisernes SPECKtakel, Eisern Union Italia und Union de Hierro. Mit den beiden letztgenannten sind nun bereits 7 internationale Fanclubs (UFCi) registriert.
Für den Fanclubrat berichtete Jörg Reuter von der Arbeit im vergangenen Jahr, die geprägt war von Dialog, Vernetzung und der Stärkung der Fanclubstrukturen: Fanclubs wurden bei auftretenden Problemen unterstützt, der Club-Fan-Dialog und andere Arbeitsgruppen aktiv begleitet, die Zusammenarbeit mit der FuMA intensiviert und ein „Unionfanclub-Stammtisch“ ins Leben gerufen. Zudem hat der Fanclubrat soziale, inklusive und vereinspolitische Themen begleitet und die Interessen der Fanclubs gegenüber dem Verein vertreten.
Joachim „Ajax“ Müller, Geschäftsstellenleiter der Stiftung „UNION VEREINT. Schulter an Schulter“ berichtete ausführlich über die verschiedenen Projekte der Stiftung und verdeutlichte damit, wie aktiv das Motto „Der Starke hilft dem Schwachen“ bei Union gelebt wird.
Im Rahmen des nächsten Fanclub-Stammtischs am 27. 08.2026 (17:00 Uhr im Fanhaus) findet die persönliche Vorstellung der vom Fanclubrat vorgeschlagenen Kandidatin oder des Kandidaten statt. Alle Mitglieder der Union-Fanclubs sind herzlich eingeladen.