Austausch im Stadion An der Alten Försterei:
Fachtagung „Profivereine machen Schule“
Mehr als 100 Schul- und Fachbereichsleitungen folgten in der vergangenen Woche der Einladung ins Stadion An der Alten Försterei. Die Fachtagung „Profivereine machen Schule – Status quo und Perspektive: Von der AG zur bewegten Ganztagsgrundschule“ bot den idealen Rahmen, um darüber zu diskutieren, wie Bewegung als fester Bestandteil des Schulalltags Bildung positiv beeinflussen kann.
Mit insgesamt 34 Schulen kooperiert der 1. FC Union im Bereich der Sportförderung. Wöchentlich sind Trainerinnen und Trainer an den Schulen und bringen ihre Kompetenzen im Bereich des Fußballs und der allgemeinen Bewegungserziehung ein. Darüber hinaus ist Union Bestandteil der jeweiligen Schulkultur im pädagogischen Bereich. Ein wichtiger Baustein hierbei ist die Zusammenarbeit im Bereich Profivereine machen Schule.
Zur Fachtagung eingeladen hatte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gemeinsam mit den sechs Berliner Profisportvereinen 1. FC Union Berlin, ALBA BERLIN, BR Volleys, Eisbären Berlin, Füchse Berlin und Hertha BSC. Die Vereine sind seit 2012 maßgeblich an der Entwicklung und Umsetzung der Programminhalte von „Profivereine machen Schule“ beteiligt.
Den Auftakt machten die Gastgeber des 1. FC Union Berlin: Lutz Munack, Geschäftsführer Nachwuchs- und Amateurfußball, gab einen kurzen Input zur Bedeutung des Vereins als Bildungspartner sowie die Einbettung des Themas Bewegung in den Alltag von Kindern. Unter der Moderation von Christian Arbeit, Geschäftsführer Kommunikation, diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, der Senatsverwaltung und den beteiligten Vereinen anschließend im Rahmen einer Podiumsdiskussion über bisher Erreichtes sowie zukünftige Entwicklungsperspektiven. Im Mittelpunkt standen Fragen nach der Rolle von Bewegung im Schulalltag, dem Mehrwert von Sport für den Bildungserfolg sowie den Möglichkeiten nachhaltiger Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen.
Im darauffolgenden zweistündigen Workshopteil wurden diese Themen vertieft. Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Fragen der Finanzierung von Bewegungs- und Sportangeboten, der Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams sowie der einrichtungsübergreifenden Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Schulen.
Den Abschluss der Fachtagung bildeten die Präsentationen der Ergebnisse aus den insgesamt fünf Workshops sowie die Informationsstände der beteiligten Profivereine. Das große Interesse und die intensive Beteiligung machten deutlich, dass viele der anwesenden Schulen wertvolle Impulse für ihre Praxis mitnehmen konnten und offen für weiterführende Kooperationen mit dem organisierten Sport sind.
„Wir durften heute zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Berliner Schulen in unserem Stadion begrüßen. So unterschiedlich die Voraussetzungen und Bewegungsangebote an den einzelnen Schulen auch sind, eint sie die Überzeugung, dass Bewegung und Sport einen wichtigen Beitrag zum Bildungserfolg leisten. Die Fachtagung hat einmal mehr gezeigt, welches Potenzial in einer engen Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen und Sportvereinen steckt. Voraussetzung dafür ist, dass sich Sportvereine als Bildungsakteure verstehen und Schulen ihnen auf Augenhöhe begegnen. Genau diesen offenen und konstruktiven Austausch haben wir heute erleben dürfen“, erklärt Christoph Gorkow, Koordinator für Kita- und Schulsport, im Anschluss.