Erfolgreicher Start ins neue Jahr:
Union mit 2:1-Sieg beim Test in Aue
Die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin testet am Montagabend über 120 Minuten beim Drittligisten FC Erzgebirge Aue und gewinnt am Ende mit 2:1. Die frühe Führung erzielt Aljoscha Kemlein mit einem überlegten Schuss aus dem Rückraum (9.), ehe Oliver Burke sechs Minuten vor dem Seitenwechsel auf 2:0 stellt. In der 108. Minute gelingt Maximilian Schmid der Anschlusstreffer für die Veilchen.
1. FC Union Berlin: Rönnow (42. Raab (81. Klaus)) – Trimmel (61. Preu), Doekhi (61. Prosche), Querfeld (61. Král), Leite (61. Nsoki), Köhn (61. Juranović) – Haberer (61. Jeong), Kemlein (61. Schäfer) – Burke (61. Ljubičić), Ilić (61. Ansah (91. Gray)), Burcu (61. Markgraf (91. Sliskovic))
FC Erzgebirge Aue: Uhlig (61. Lord) – Fallmann (61. Seidel), Malone (61. Majetschak), Barylla (61. Zobel), Seiffert (61. Collins) – Tashchy (61. Pohlenz (101. Fraulob)), Simnica (61. Uhlmann) – Hetzsch (61. Schmid), Günther-Schmidt (61. Clausen), Weinhauer (61. Stefaniak) – Bär (42. Kindel (61. Ehlers))
Zuschauer: 2.332
Tore: 0:1 Kemlein (9.), 0:2 Burke (54.), 1:2 Schmid (108.)
Kemlein und Burke trotzen der Kälte – Zweimal verhindert das Aluminium ein Union-Tor
Zu Gast im Erzgebirge bei eisigen Temperaturen strahlte zunächst das Team von Ex-Unioner Jens Härtel Torgefahr aus. Nach gut vier Minuten rutschte nach einem Eckball der zweite Ball bis an den langen Pfosten durch, wo Boris Tashchy per Volley abzog, das Tor jedoch haarscharf verfehlte. Nur fünf Zeigerumdrehungen später machten es die Eisernen besser: Aljoscha Kemlein vollendete nach Vorlage von Oliver Burke von der Strafraumkante überlegt ins untere rechte Eck und bescherte Unions Cheftrainer Steffen Baumgart damit früh ein Geburtstagsgeschenk zur 1:0-Führung.
In der Folge übernahmen die Unioner zunehmend die Spielkontrolle und erspielten sich mehrere aussichtsreiche Torchancen. Vor allem Burke und sein Sturmkollege Andrej Ilić hatten die Möglichkeit, die Führung auszubauen, scheiterten jedoch in der 22. und 24. Minute jeweils am Aue-Schlussmann. Die größte Gelegenheit zum 2:0 bot sich dann allerdings Innenverteidiger Leopold Querfeld, der nach einem hohen Ballgewinn frei auf das Tor zulief, mit seinem Abschluss jedoch nur den Außenpfosten traf (28.).
Bis zur 45. Minute erarbeiteten sich die Veilchen zwar die eine oder andere Halbchance, doch weder Frederik Rönnow noch der eingewechselte Matheo Raab wurden ernsthaft geprüft. Kurz vor der Pause konnte sich Raab dann noch auszeichnen: Nach einem langen Ball hinter die Kette tauchte Julian Günther-Schmidt frei vor dem Union-Keeper auf, scheiterte jedoch an der Nummer 31. Sechs Minuten vor dem Ende der ersten Hälfte zeigte sich abermals die Standardstärke der Gäste, als Diogo Leite nach einer Ecke auf Burke ablegte und der Schotte auf 2:0 stellte. Da Kemlein wenig später nur den Pfosten traf (58.), ging es mit diesem Ergebnis nach 60 Minuten in die Halbzeitpause.
Viele neue Gesichter nach der Pause – Aue verkürzt
Die zahlreichen Wechsel auf beiden Seiten führten zu Beginn des zweiten Durchgangs zu einer zerfahrenen Phase, in der sich das Geschehen überwiegend im Mittelfeld abspielte und klare Torraumszenen ausblieben. In der 69. Minute ergab sich nach einem ruhenden Ball von Josip Juranović eine Kopfballchance für Stanley Nsoki, dessen Versuch jedoch in den Armen des Aue-Schlussmanns landete.
Beinahe zwanzig Minuten dauerte es anschließend, ehe der Südkoreaner Wooyeong Jeong für ein Raunen im Erzgebirgsstadion sorgte, als er von außen nach innen zog, seinen Abschluss jedoch zu zentral auf den Keeper setzte (86.). Kurz darauf bot sich den Veilchen die große Chance auf den Anschlusstreffer, doch den wuchtigen Abschluss von Luis Pohlenz aus kurzer Distanz lenkte Carl Klaus noch über den Querbalken (88.).
Die Partie war bereits in der 102. Minute angekommen, als die Eisernen über Josip Juranović einen Angriff starteten, der Wooyeong Jeong im Strafraum suchte. Über Umwege gelangte das Spielgerät zu Mekhi Gray, dessen Abschluss auf das rechte Eck der Auer Torhüter erneut parierte. Auf der Gegenseite kam Erzgebirge Aue in der Folge zu mehreren Abschlüssen, die zunächst von der Unioner Defensive geblockt wurden. Schließlich fand jedoch ein Versuch von Maximilian Schmid aus kurzer Distanz den Weg durch alle Beine, unhaltbar landete sein Schuss zum 1:2-Anschlusstreffer im Tor (108.). Doch viel mehr sollte nicht passieren und so gestaltete der 1. FC Union Berlin den Test in Aue mit dem 2:1-Sieg erfolgreich.
Stimmen nach dem Spiel
“Bei diesen Temperaturen war es heute nicht ganz so einfach. Aber wir wissen, dass diese Spiele wichtig sind, um sich vorzubereiten. Letztlich haben wir unser Ziel erreicht und alle Spieler haben ihre Minuten bekommen. Das ist wichtig, denn so viel Zeit ist nicht mehr bis zur Bundesliga”, so das Fazit von András Schäfer nach dem Abpfiff.
“Beide Mannschaften hatten viele Möglichkeiten, wir selbst hatten besonders in der ersten Halbzeit zahlreiche und gute Chancen. Es ist wichtig, dass wir solche Tests absolvieren, denn wenn du länger nicht gespielt hast, musst du die Abläufe wieder reinbekommen. Ein großer Dank geht daher auch an Aue und die Fans, die dieses Spiel heute möglich gemacht haben”, lautet die Analyse von Cheftrainer Steffen Baumgart nach dem Duell.
Ausblick auf die kommende Woche:
Ab morgen bereitet sich die Mannschaft auf das erste Pflichtspiel im neuen Kalenderjahr am Sonnabend gegen den 1. FSV Mainz 05 vor. Nach dem Bundesligaduell dürfen sich die Fans am Sonntag, dem 11.01.2026, um 11 Uhr auf eine öffentliche Trainingseinheit freuen.