Derbysieg in Unterzahl:
U23-Frauen schlagen Türkiyemspor Berlin mit 4:1
Die U23-Frauenmannschaft des 1. FC Union Berlin konnte sich am gestrigen Sonntag mit 4:1 bei Türkiyemspor Berlin durchsetzen. Katja Orschmann (26.) und Sandra Weihmann (38.) brachten die Eisernen früh in Führung, Türkiyemspor gelang vor der Pause der Anschlusstreffer (44.). Trotz eines Platzverweises in der 48. Minute konnten die Eisernen kurz vor dem Schlusspfiff die Partie mit zwei weiteren Treffern endgültig für sich entscheiden (85./90+2.).
1. FC Union Berlin U23: Schulz – Wendling, Stibal, Gericke, Steiner – Orschmann, Staerke, Schwoche (76. Frank) – Reichenbach (61. Laidler), Weihmann, Kähler
Türkiyemspor Berlin: Kernchen – Kullick, Michalk, Beyaztepe, Lange – Mattiscig (35. Ochmann), Lekue Gläser (82. Poschner), Zafisambondaoky, Wolter – Abdel Sadk (61. von Brühl), Gordienko
Zuschauer: 99
Tore: 0:1 Orschmann (26.), 0:2 Weihmann (38.), 1:2 Michalke (44.), 1:3 Kähler (85.), 1:4 Orschmann (90+2.)
Orschmann und Weihmann treffen – Türkiyemspor-Anschluss vor der Pause
Die Unionerinnen starteten im Katzbachstadion in Kreuzberg gut in die Partie: Bereits nach sieben Minuten zappelte der Ball erstmals im Tor der Gastgeberinnen. Sandra Weihmann stand bei ihrem Lupfer jedoch knapp im Abseits, weshalb der Treffer nicht zählte. In der 26. Minute belohnten sich die Eisernen jedoch für den engagierten Auftritt: Katja Orschmann wurde kurz vor dem Strafraum bedient und lief durch, ehe sie frei vor der Torhüterin eiskalt einschob.
Nur vier Minuten später legte Megan Reichenbach vermeintlich den zweiten Treffer nach, doch abermals hatte das Schiedsrichtergespann etwas einzuwenden (30.). Die Torschützin soll den Ball im Vorfeld mit der Hand berührt haben, was eine sehr strittige Entscheidung war, zumal noch vor Reichenbach die gegnerische Torhüterin den Ball außerhalb des Strafraums womöglich mit der Hand berührte. Der zweite Treffer für Union sollte in der 38. Spielminute dann aber doch fallen: Orschmann fand mit ihrer Flanke von der rechten Seite Weihmann, die aus zentraler Position den Ball hinter die Linie beförderte.
Von den Gastgeberinnen war fast nichts offensiv zu sehen, doch kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang Türkiyem der Anschlusstreffer: Nach einem Freistoß von der rechten Seite nickte Innenverteidigerin Lutricia Michalke den Ball im Fünf-Meter-Raum energisch in die Maschen (44.).
Unionerinnen trotzen Platzverweis – Vorentscheidung in den Schlussminuten
Die zweite Halbzeit begann für die Eisernen mit einem Schock: Nach 48 Minuten sah Elisabeth Steiner für ihr zweites Foulspiel die Ampelkarte und musste den Platz verlassen. Trotz der Unterzahl behielten die Unionerinnen jedoch weiterhin die Spielkontrolle, von Türkiyemspor ging im Verlauf der zweiten 45 Minuten nahezu keine Gefahr aus.
In der 85. Minute gelang den Köpenickerinnen die Vorentscheidung: Eine Flanke von Nila-Ann Staerke fand die eingelaufene Louisa Kähler, die den Ball aus kurzer Distanz unter die Latte beförderte. Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit Katja Orschmann: Nach einer Hereingabe von Sandra Weihmann setzte die Defensivspielerin zur Direktabnahme an und beförderte die Kugel aus 13 Metern zum 4:1-Endstand ins Tor (90+2.).
Mit nun 36 Punkten haben die Eisernen bereits jetzt ihre Ausbeute aus der Vorsaison übertroffen, als die Eisernen am Ende mit 35 Zählern auf Rang 5 landeten. Nun bleiben den Köpenickerinnen noch vier Spiele, um die Bilanz noch weiter zu verbessern.
Stimme nach dem Spiel
„Nach den unglücklichen Ergebnissen in den vergangenen Spielen wollten wir heute endlich wieder Punkte sammeln, was uns gelungen ist. Wir konnten einige Schwierigkeiten wie den Platzverweis gemeinsam überwinden und uns für den betriebenen Aufwand belohnen. Wir freuen uns enorm über den Derbysieg“, so Trainerin Anja Matthes im Nachgang der Partie.
Ausblick
Am kommenden Sonntag, dem 03.05.2026, gastieren die U23-Frauen beim Tabellenletzten 1. FFC Fortuna Dresden. Die Partie wird um 12:30 Uhr im Heinz-Steyer-Stadion angepfiffen.