Chancenlos gegen Leverkusen:
Union unterliegt Bayer 0:4
Am 2. Spieltag der laufenden Bundesliga-Spielzeit muss sich die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin bei Bayer 04 Leverkusen mit 0:4 geschlagen geben. Nach Ezequiel Fernández’ Blitzstart in der ersten Minute erhöht Facundo Medina nach rund einer halben Stunde. Patrick Schick (48.) und Ibrahim Maza (66.) sorgen nach der Halbzeit für den Endstand und den letztlich ungefährdeten Sieg der Gastgeber.
1. FC Union Berlin: Rönnow – Juranović (74. Trimmel), Van den Bosch, Uduokhai, Rothe – Aebischer (63. Jeong), Kemlein (63. Haberer), Khedira, Burcu (79. Schäfer) – Latte Lath (63. Skarke), Ljubičić
Bayer 04 Leverkusen: Flekken – Quansah, Tapsoba, Medina (70. Badé), Miguel (83. Vázquez) – Aleix Garcia, E. Fernández (70. Andrich) – Maza, Tillman (67. Diaby), Moreira – Schick (67. Kofane)
Personal: Im Vergleich zum Saisonstart gegen Eintracht Frankfurt veränderte Union-Cheftrainer Mauro Lustrinelli seine Startformation auf drei Positionen: Frederik Rönnow kehrte ins Tor zurück, Livan Burcu übernahm die linke Offensivseite von András Schäfer und in der Innenverteidigung gab Sommer-Neuzugang Felix Uduokhai sein Bundesliga-Comeback und -Startelfdebüt für Union. Leopold Querfeld rückte dafür auf die Reservebank.
Zuschauer: 29.629
Tore: 1:0 E. Fernández (1.), 2:0 Medina (28.), 3:0 Schick (48.), 4:0 Maza (66.)
Schnellstart der Gastgeber – Union sucht Lösungen nach vorne
Genau 44 Sekunden dauerte es, bis der Ball an diesem Nachmittag das erste Mal im Netz zappelte, aus Sicht der Eisernen aber auf der falschen Seite. Einen zunächst durchgerutschten Ball ergatterte Miguel noch vor der Grundlinie, seine Hereingabe stocherte Ezequiel Fernández dann über die Linie (1.). Einen höheren Rückstand verhinderte Startelf-Rückkehrer Frederik Rönnow wenige Minuten später als er einen wuchtigen Kopfball von Patrick Schick mit einem starken Reflex abwehrte (9.). Auch in den folgenden Minuten zeigte sich die Bayer-Elf spielbestimmend, prallte aber regelmäßig an der immer stabiler stehenden Eisernen Defensive ab.
Fast 20 Minuten nach seiner ersten Gelegenheit versuchte sich Schick mit einem weiteren Kopfball, dieser klatschte nach einer scharfen Hereingabe aber nur an die Querlatte. Besser machte es wenige Sekunden später Facundo Medina, der eine weitere Miguel-Flanke aus wenigen Metern einköpfte (28.) und Rönnow erneut keine Abwehrchance ließ.
Ohne weitere Torchancen auf beiden Seiten endete die erste Halbzeit fast pünktlich und gemessen an den x-Goal-Werten (1,69 zu 0,02) auch mit dem erwarteten Resultat.
Erneut schneller Bayer-Treffer – Union offensiv glücklos
Nicht ganz so schnell wie im ersten Durchgang, dafür aber mit dem gleichen Ergebnis endete Bayers Premierenangriff nach dem Wiederanpfiff: Im Nachgang eines Freistoßes war Außenverteidiger Jarell Quansah auf der rechten Seite durchgebrochen und bediente in der Mitte Schick, der diesmal nur per Fuß zum 3:0 einschieben musste (48.). Mit weiterhin mehr Torhunger arbeitete die Bayer-Elf auch nach dem dritten Treffer am nächsten Tor: Afonso Moreiras Abschluss aus zentralen zwölf Metern in Minute 60 wusste Rönnow aber mit einer starken Parade zu vereiteln.
Sechs Minuten später jedoch blieb auch Unions Fußballer des Jahres ohne Abwehrchance: Ibrahim Maza nahm eine Schick-Vorlage im Lauf mit und schloss aus 18 Metern ab, leicht abgefälscht schlug das Spielgerät im rechten Winkel ein.
In der 70. Minute verzeichneten auch die Eisernen nach längerer Zeit eine nächste Torannäherung, Janik Haberers Distanzschuss aber strich wenige Meter über dem Bayer-Tor ins Aus.
Bereits in der Nachspielzeit (90.+2) verhinderte Rönnow Schlimmeres, als er einen scharf geschossenen Versuch von Aleix Garcia per stark getimter Flugeinlage parierte. Somit blieb es bis zum Abpfiff kurz darauf beim 0:4 aus Sicht der Köpenicker.
Stimmen nach dem Spiel
“0:4 ist eine klare Sache. Wenn man sie so spielen lässt, haben sie ihre klaren Qualitäten. Heute muss man es so stehen lassen, dass sie klar besser waren. Wir wollten ekelhaft sein und in die Zweikämpfe kommen, aber wenn du so früh das Gegentor bekommst, wird das schwer. Nächste Woche haben wir dann gegen Schalke die nächste Chance”, so das Fazit von Felix Uduokhai nach dem Abpfiff.
“Es war schon eine Art Lehrstunde heute. Das müssen wir nun aufarbeiten und dann nächste Woche besser machen. Bei den Gegentoren haben wir es Leverkusen teilweise zu einfach gemacht und das ärgert mich sehr. Gegen Schalke müssen wir unsere Tugenden wieder zeigen, konsequent verteidigen und dann am Ende auch gewinnen”, ergänzte Rani Khedira im Anschluss.
"Leverkusen hat es gut gemacht und war einfach schneller in den Aktionen. Bei uns haben in einigen Bereichen ein paar Prozente gefehlt und dann konnten wir das am Ende nicht mehr aufholen. Wichtig ist jetzt, schnell wieder aufzustehen und die richtige Reaktion zu zeigen”, lautet die Analyse von Cheftrainer Mauro Lustrinelli nach dem Duell.
Ausblick auf die kommenden Tage
Den Eisernen steht aufgrund des Spielplans eine kurze Trainingswoche bevor: Bevor die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin am kommenden Freitag den FC Schalke 04 im heimischen Stadion An der Alten Försterei empfängt, wird täglich trainiert; am Dienstag, den 08.09.2026, ab 11 Uhr auch vor den Augen der Fans und Öffentlichkeit.