Adlerträgerinnen drehen die Partie:
Unionerinnen unterliegen Eintracht Frankfurt mit 2:4
Zum Abschluss des letzten Spieltags der historischen ersten Saison in der Google Pixel Frauen-Bundesliga muss sich die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin mit 2:4 bei Eintracht Frankfurt geschlagen geben. Die frühe Führung erzielt Kapitänin Lisa Heisler per direkt verwandeltem Eckstoß in Minute 4, ehe Eileen Campbell nach einem Solodribbling zum 2:0 erhöht (23.). Ende des ersten Durchgangs dreht Laura Freigang binnen vier Minuten per Doppelpack die Partie (37./41.). In der zweiten Halbzeit netzt Frankfurt-Spielerin Lisanne Gräwe früh per Distanzschuss ein (49.), ehe Geraldine Reuteler kurz darauf den Endstand erzielt (55.).
1. FC Union Berlin: Bösl – Weiß (59. Heikkinen), Tysiak (84. K. Orschmann), Steuerwald, Steinert (59. Reissner) – Weidauer, Kamber, Campbell – Bauereisen, Heiseler (84. Moraitou), Eurlings (79. Sakar)
Eintracht Frankfurt: Altenburg – Riesen (89. Wolter), Doorsoun, Ilestedt, Lührßen (88. Açikgöz) – Reuteler (90+4. Teulings), Ivelj, Gräwe, Memeti (90+4. Chiba) – Freigang, Blomqvist (82. Raso)
Personal: Nach der 0:2-Heimniederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim nahm Union-Cheftrainerin Ailien Poese eine Veränderung vor: Für Jenny Hipp Nele Bauereisen in die Startelf.
Zuschauer: 5.125
Tore: 0:1 Heiseler (4.), 0:2 Campbell (23.), 1:2 Freigang (37.), 2:2 Freigang (41.), 3:2 Gräwe (49.), 4:2 Reuteler (55.)
Heiseler und Campbell treffen früh – Freigang on fire
Bei strahlendem Sonnenschein rollte die Kugel am letzten Bundesliga-Spieltag pünktlich im Stadion am Brentanobad. Nach wenigen nennenswerten Momenten jubelten die Unionerinnen nach dem ersten Standard des Tages: Spielführerin Lisa Heiseler zirkelte die Kugel von der rechten Eckfahne auf den Adler-Kasten und verwandelte direkt zur frühen 1:0-Führung (4.).
Die Partie nahm ausgeglichene Charakterzüge an, ehe es das erste Mal gefährlich im Angriffsdrittel der Heimmannschaft wurde: Laura Freigang prüfte, nach einer flachen Hereingabe von Rebecka Blomqvist, die Union-Keeperin Cara Bösl aus nächster Nähe, die per Grätsche sehenswert entschärfte (15.). Auf der Gegenseite bediente Judith Steinert nur wenig später ihre Mitspielerin Nele Bauereisen mit einer hohen Hereingabe am zweiten Pfosten, deren Kopfball verfehlte das Eckige nur haarscharf (18.)
Nach 23 Zeigerumdrehungen zeigte, die heute im offensiven Mittelfeld spielende Eileen Campbell, ein Sonntagssolo und dribbelte die Frankfurter Abwehr schwindelig, ehe sie von der Strafraumkante per Vollspann abzog und eiskalt einnetzte.
Die Adlerträgerinnen übten daraufhin immer mehr Druck aus und so bekamen die Zuschauenden vor der Halbzeit nochmals eine Show geboten, besser gesagt, eine Laura-Freigang-Show: Die Nationalspielerin erzielte in Minute 37. den Anschlusstreffer per Vollspannschuss aus knappen 20 Metern, ehe sie drei Zeigerumdrehungen später über die linke Seite im 1vs1 durchdrang und kurz vor der Halbzeit zum Ausgleich einschob. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs verschenkte die Frankfurt-Spielführerin zudem zwei weitere Großchancen (45./45+3.).
Adlerträgerinnen bauen Führung früh aus – Erste Auswärtsniederlage 2026
Die Eintracht knüpfte an ihren Offensivdrang vom Ende des ersten Durchgangs an und so erzielte Lisanne Gräwe, vier Minuten nach Wiederanpfiff, per Distanzschuss aus guten 25 Metern die 3:2-Führung (49.). Infolge eines Konters baute Geraldine Reuteler die Führung weiter aus, indem sie die Kugel vom Rückraum unhaltbar in das rechte Kreuzeck jagte (55.).
Die Unionerinnen konnten sich nach dem aggressiven Eintracht-Start fangen und hielten mit viel Einsatz und frischen Beinen gegen die Gastgeberinnen. In Minute 70. gelang es der Arnautis-Elf jedoch erneut durchzudringen: Ein perfekt dosierter langer Ball von Gräwe fand die Schweizer Nationalspielerin Reuteler im Strafraum, deren zweiter Kontakt verfrachtete das Leder gefühlvoll ans Aluminium ins Toraus.
Weitere Tore fielen zum Saisonabschluss nicht mehr. Die Unionerinnen müssen sich mit der ersten und einzigen Auswärtsniederlage in der Rückrunde begnügen, blicken aber mit Rang 9 trotzdem auf eine gelungene Premierensaison zurück.
Stimmen nach dem Spiel
„Es ist schwierig, jetzt Worte zu finden. Ich bin sehr dankbar, damals den Schritt zu Union gegangen zu sein. Wir sind von der Regionalliga in die Bundesliga aufgestiegen. Darauf bin ich sehr stolz“, erklärte Athanasia Moraitou nach ihrem letzten Einsatz für den 1. FC Union Berlin.
„Wir sind sehr gut in die Partie gestartet, was uns gegen Hoffenheim noch nicht so gelungen ist. Dafür wurden wir dann hinten raus etwas nachlässiger, was Frankfurt als Top-Team natürlich bestraft hat“, lautete das Fazit von Kapitänin Lisa Heiseler nach dem letzten Saisonspiel.
„Wir haben in den ersten Minuten alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir wollten aggressiv sein, was uns gelungen ist. Später haben wir es nicht mehr ganz so souverän verteidigt bekommen. Trotzdem war es ein starker Fight gegen eine Top-Truppe, die sich für die Champions League qualifiziert hat. Wir haben in dieser Saison eine Grundlage geschaffen, um in der nächsten Saison noch Besseres zu erreichen“, so Cheftrainerin Ailien Poese nach der Partie.
Und niemals vergessen…
Die Profi-Mannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin verabschiedet sich nun in eine gut sechswöchige Pause. Die erste Einheit der Vorbereitung auf die nächste Bundesliga-Saison steht für den 1. Juli 2026 an. Erste Termine des Sommers werden zeitnah bekannt gegeben.
Eisern Union!