Trotz großem Kampf:
A-Junioren unterliegen Mainz
Zum achten Spieltag der U19 DFB-Nachwuchsliga müssen sich die A-Junioren des 1. FC Union Berlin im heimischen Stadion An der Wuhlheide dem 1. FSV Mainz 05 mit 0:3 (0:1) geschlagen geben. Trotz einer engagierten Leistung reichte es am Ende nicht für Zählbares.
1. FC Union Berlin: Wisbereit – Prosche (81. Bohn), Kühling, Adesiyan, Barry (81. Wilp) – Vulin (41. Minute Blasczak), Sliskovic, Sakoufakis (67. Megaptche) – Bogdanov, Ali, Pepinski (46. Engel)
FSV Mainz 05: Posch – Horlbeck (82. Pafla), Deliboyraz, Köppel, Jarrett – Imafidon, Hanfland, Latifi (70. Hillbrunner), Schreiber (82. Rosenberger) – Mi. Pressler (82. Ma. Pressler), Janega (70. Debrah)
Tore: 0:1, 0:2 Mi. Pressler (34. Minute, 47.), 0:3 Debrah (78.)
Zuschauer: 189
Intensive Anfangsphase – Union mit Chancen, Mainz trifft
Bei durchwachsenem Wetter entwickelte sich von Beginn an eine ausgeglichene und zweikampfbetonte Partie. In den Anfangsminuten spielte sich das Geschehen überwiegend im Mittelfeld ab. Beide Teams agierten aufmerksam, stellten die Passwege gut zu und suchten zunächst ohne klare Torchancen ihren Rhythmus.
Die Köpenicker versuchten früh, über die Flügel in den Strafraum zu kommen, fanden mit ihren Hereingaben jedoch noch keinen passenden Abnehmer. Die Partie blieb intensiv, ehe die Eisernen in der 17. Minute ihren ersten gefährlichen Abschluss verzeichneten. Der Schuss wurde jedoch vom Mainzer Schlussmann pariert. In der Folge erhöhten die Eisernen den Druck: Ein Distanzschuss von Vulin wurde gefährlich abgefälscht, landete jedoch erneut in den Armen des Mainzer Keepers. Die Gastgeber kamen nun auch besser ins Spiel und suchten im letzten Drittel immer wieder Angreifer Bogdanov. In der 25. Minute bot sich die bis dahin beste Chance für Union: Nach einer Flanke von Sakoufakis setzte Bogdanov den Ball per Kopf nur knapp über das Tor.
Doch auch die Gäste blieben gefährlich. In der 27. Spielminute kamen sie nach einer Ecke zu ihrer besten Gelegenheit, die schließlich von Torhüter Wisbereit entschärft wurde. In der Folge übernahm Mainz wieder etwas die Kontrolle und setzte vermehrt offensive Akzente.
In der 34. Spielminute dann der Rückschlag für Union: Über die linke Seite kombinierten sich die Gäste durch, ehe der Ball im Zentrum beim freistehenden Stürmer landete, der zur 0:1-Führung einschieben konnte.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten die Eisernen noch einmal die große Ausgleichschance: Mit einer Hereingabe fand Prosche Bogdanov, der per sehenswertem Volley abschloss. Der Mainzer Torhüter reagierte jedoch stark und verhinderte den Treffer vor dem Halbzeitpfiff.
Unterzahl und frühes Gegentor entscheiden zweite Halbzeit
Kurz nach Wiederanpfiff folgte der nächste Dämpfer für die Eisernen: Nach einem Foul auf der rechten Seite erhielten die Gäste aus Rheinland-Pfalz einen Freistoß in Strafraumnähe. Der Ball wurde präzise getreten und schlug unhaltbar im linken Eck ein – keine Chance für Unions Schlussmann Wisbereit.
Auch in der Folge blieb die Partie zweikampfbetont bei weitgehend ausgeglichenen Ballbesitzphasen. In der 55. Spielminute dann der nächste Schock für die Gastgeber: Angreifer Ali traf seinen Gegenspieler unglücklich und wurde vom Schiedsrichter mit der Roten Karte des Feldes verwiesen. In Überzahl übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle und verzeichneten längere Ballbesitzphasen.
Nach rund einer Viertelstunde in Unterzahl fand Union jedoch wieder besser ins Spiel und suchte verstärkt den Weg nach vorne. In der 66. Minute kamen die Köpenicker auch zu einer gefährlichen Torchance, der Abschluss ging jedoch knapp am Tor vorbei.
In der Schlussphase gestaltete sich das Spiel wieder ausgeglichener, doch die Gäste verteidigten konsequent und ließen nur wenige klare Aktionen zu. In der 77. Minute folgte schließlich die Vorentscheidung: Nach einer flachen Hereingabe von der linken Seite fand der Ball im Zentrum einen Mainzer Angreifer, der zum 0:3 einschieben konnte.
Trotz aller Bemühungen in der Schlussphase gelang den Eisernen kein eigener Treffer mehr, sodass die Partie mit 0:3 endete.
Stimme zum Spiel
„Wir waren in der ersten Halbzeit gut im Spiel und hätten mit dem Ausgleich die Partie komplett offen gestalten können. Das Gegentor direkt zu Beginn der zweiten Hälfte und die Rote Karte haben es dann natürlich deutlich schwerer gemacht“, führt Andreas Kerwin, aktueller Interimstrainer der U19, nach dem Spiel gegen Mainz an. „In unseren guten Phasen haben wir es leider verpasst, die Tore zu erzielen, während wir sie auf der anderen Seite durch vermeidbare Fehler hinnehmen mussten. Trotz dessen hat die Mannschaft bis zum Ende gekämpft.“
Ausblick
Bereits am kommenden Mittwoch steht für die U19 des 1. FC Union Berlin ein echtes Highlight an: Im Stadion An der Alten Försterei empfängt das Team vor besonderer Kulisse den Stadtrivalen Hertha BSC. Ab 19:00 Uhr geht es um den Einzug ins Berliner Pokalfinale.