Den Bullen die Stirn geboten:

Unionerinnen entführen Punkt aus Leipzig

Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin teilt sich am 20. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga beim 2:2-Unentschieden gegen RasenBallsport Leipzig die Punkte mit dem Tabellennachbarn. Nach einem frühen Treffer von Sophie Weidauer in der 2. Spielminute drehen die Gastgeberinnen im ersten Durchgang die Partie (18./44.). Auch in der zweiten Halbzeit treffen die Eisernen in Person von Samantha Steuerwald schnell (49.). Im Anschluss fallen in einer hart umkämpften und ausgeglichenen Partie keine weiteren Treffer mehr.

1. FC Union Berlin: Bösl – Weiß (77. Heikkinen), Tysiak, Steuerwald, Steinert – Pawollek, Kamber – D. Orschmann (61. Campbell), Heiseler (61. Hipp), Eurlings (77. Reissner) – Weidauer (89. Halverkamps)  

RasenBallsport Leipzig: Herzog – Dudek, Norheim, Landenberger, Schimmer – Starke, Joly – Baum, Schasching, Ásgeirsdóttir (75. Krug) – Boboy   

Personal: Drei Wochen nach dem 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Köln nahm das Trainerteam eine Veränderung in der Startaufstellung vor: Sophie Weidauer ersetzte Eileen Campbell im Sturmzentrum.  

Zuschauer: 1.358 

Tore: 0:1 Weidauer (2.), 1:1 Baum (18.), 1:2 Schimmer (44.), 2:2 Steuerwald (49.)

Blitzstart dank Weidauer – Leipzig dreht das Spiel

Die Eisernen starteten mit hohem Pressing in die Partie, was sich bereits nach nicht einmal 120 Sekunden bezahlt machen sollte: Lia Kamber setzte ihre Gegenspielerin an der Außenlinie unter Druck, sodass der Rückpass in Richtung Tor zu ungenau geriet und von Sophie Weidauer am Strafraumrand abgefangen wurde. Mit einem feinen Lupfer aus spitzem Winkel erzielte die Mittelstürmerin anschließend ihren ersten Treffer in der Rückrunde (2.). 

Die Leipzigerinnen waren im Anschluss um eine Antwort bemüht und intensivierten ihre Angriffsbemühungen, ohne jedoch wirklich zwingend zu werden. Der Ausgleichstreffer in der 18. Minute kam dementsprechend etwas überraschend zustande: Eine vermeintliche Flanke von Flügelspielerin Lisa Baum flog im Strafraum an Freund und Feind vorbei und schlug schließlich im langen Eck ein. 

Insgesamt sahen die zahlreich mitgereisten Unioner-Fans eine ausgeglichene Partie, in der Chancen nach den beiden frühen Treffern Mangelware blieben. Das Geschehen spielte sich überwiegend zwischen den Strafräumen ab, sodass beide Torhüterinnen nur selten auf die Probe gestellt wurden. Eine Einzelaktion kurz vor der Halbzeitpause sorgte jedoch für die Leipziger Führung: Marleen Schimmer zog von der linken Seite nach innen und schlenzte den Ball aus rund 20 Metern ins Eck (44.). Beinahe wäre der Poese-Elf in der Nachspielzeit noch die schnelle Antwort gelungen, doch nachdem Elvira Herzog einen Schuss von Lisa Heiseler nur unzureichend nach vorne abwehrte, war die Schlussfrau auch beim Nachsetzen von Weidauer aus kurzer Distanz zur Stelle (45+2.). 

 

Zuschauer im Stadion feuern eine Fußballmannschaft an, umgeben von Werbebannern in rotem und schwarzem Design.
Fußballspielerinnen feiern einen Torerfolg auf dem Spielfeld, umgeben von jubelnden Teamkollegen und Zuschauern im Hintergrund.
Spielszene im Frauenfußball: Spielerinnen kämpfen um den Ball in einem intensiven Wettkampf vor jubelndem Publikum.
Eine Spielerin in dunkler Sportkleidung tritt einen Fußball, während eine Gegenspielerin in heller Kleidung in der Nähe ist.
Spielszene im Frauenfußball: Eine Spielerin dribbelt den Ball, während zwei Gegnerinnen versuchen, ihn zu erobern. Zuschauer im Hintergrund.

Unionerinnen treffen erneut früh - Punkteteilung am Cottaweg

Auch im zweiten Durchgang erwischten die Köpenickerinnen einen optimalen Start und erzielten bereits in der 49. Minute den Ausgleich: Einen Eckball von Dina Orschmann köpfte Samantha Steuerwald aus kurzer Distanz ins Netz. Der Treffer gab den Unionerinnen merklich Auftrieb, die sich in der Folge in jeden Zweikampf warfen und allmählich die Spielkontrolle übernahmen. 

Wirklich gefährlich kamen die FCU-Frauen allerdings nur selten vor das gegnerische Gehäuse, weil auch Leipzig den Kampf im Duell der Tabellennachbarn annahm und im Strafraum stets ein Bein dazwischen bekam. So klärte etwa die aufgerückte Keeperin Elvira Herzog rund 30 Meter vor dem eigenen Kasten den Ball, bevor Eileen Campbell die Möglichkeit gehabt hätte, allein auf das Tor zu stürmen (70.). 

Beide Mannschaften waren bis zum Schlusspfiff um den Lucky Punch bemüht, doch abgesehen von den vier Treffern mangelte es der Partie an aussichtsreichen Torgelegenheiten. In der 85. Minute prüfte Naika Reissner noch einmal die gegnerische Schlussfrau, die ihren zentralen Abschluss allerdings ohne Probleme abfing. Letztendlich blieb es somit beim 2:2-Unentschieden. 

Ein Fußballspiel zwischen zwei Mannschaften, wobei eine Spielerin in Schwarz den Ball von einer Spielerin in Weiß erobert.
Torwart fängt den Ball während eines Fußballspiels, mehrere Spielerinnen sind im Hintergrund aktiv.
Eine Spielerin im schwarz-gelben Trikot dribbelt den Ball, während zwei Gegnerinnen in rot-weißen Trikots hinter ihr stehen.
Eine Fußballspielerin dribbelt den Ball auf einem nassen Spielfeld, während zwei weitere Spielerinnen im Hintergrund folgen.
Ein Fußballspiel zeigt eine Spielerin, die den Ball mit einem Schuss Richtung Tor trifft, während eine Gegenspielerin näher kommt.

Stimmen nach dem Spiel

„Wir sind mit dem schnellen Tor sehr gut in die Partie gekommen. Nach den beiden Treffern von Leipzig sind wir stabil geblieben und haben gezeigt, was für eine Moral in der Mannschaft steckt. Ich denke mit diesem Punkt können wir sehr gut leben“, erklärte Sophie Weidauer im Nachgang der Partie. 

Samantha Steuerwald ergänzte: „Es war ein Spiel zwischen den Strafräumen mit wenigen Torchancen. Daher ist das Unentschieden auch gerechtfertigt. Mit etwas mehr Spielglück hätten wir sicherlich gewinnen können, aber am Ende sind wir auch mit dem Punkt zufrieden und kehren mit viel Selbstvertrauen nach Berlin zurück.“ 

„Es war ein sehr offenes Spiel, welches zu beiden Seiten hätte kippen können. Das Unentschieden ist prinzipiell das faire Resultat. Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber angesichts des umkämpften Spiels ist das Unentschieden völlig in Ordnung. Beide Mannschaften haben ein gutes Spiel gemacht“, bewertete Cheftrainerin Ailien Poese den Auftritt ihrer Mannschaft. 

Ausblick 

In der kommenden Woche bereiten sich die Köpenickerinnen in fünf Trainingseinheiten auf die anstehende Aufgabe in der Frauen-Bundesliga vor: Am Montag, dem 23.03.2026, empfangen die Unionerinnen den SV Werder Bremen. Die Partie wird um 18 Uhr im Stadion An der Alten Försterei angepfiffen. Karten für das Spiel sind im freien Verkauf in allen Union-Zeughäusern sowie online erhältlich.

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