Souveräner Erfolg in Magdeburg:
Unionerinnen ziehen Achtelfinal-Ticket im DFB-Pokal
Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin hat die erste Hürde im DFB-Pokal genommen. Beim 1. FC Magdeburg setzen sich die Eisernen mit 5:0 durch. Nele Bauereisen erzielt bereits in der 4. Minute den Führungstreffer. Sophie Weidauer und Lia Kamber sorgen im Anschluss für die komfortable 3:0-Halbzeitführung (27./45+1.). Im zweiten Durchgang schraubt Naika Reissner das Ergebnis per Doppelpack weiter in die Höhe (46./69.).
1. FC Union Berlin: Böhi – Schneider (46. Weiß), Steuerwald (58. Tysiak), Veit, Pujols (46. Steinert) – Egli, Hausicke (58. D. Orschmann), Kamber, Reissner – Weidauer, Bauereisen (78. Seifert)
1. FC Magdeburg: Neumann – Bunnell, Hildebrand, Alsleben (56. Y. Schulz), A. Schulz – Montzki (69. Kirps) – Johnson (74. Klein), Cienskowski, Abraham (56. Große), Bölke – Miyoshi (69. Magas)
Personal: Cheftrainerin Marie-Louise Eta nahm im Vergleich zur Partie am letzten Wochenende vier Veränderungen in der Startelf vor: Anstelle von Heiseler, Tysiak, Janssens und Campbell liefen Weidauer, Veit, Egli sowie Bauereisen von Beginn an auf.
Zuschauer: 1.906
Tore: 0:1 Bauereisen (4.), 0:2 Weidauer (27.), 0:3 Kamber (45+1.), 0:4 Reissner (46.), 0:5 Reissner (69.)
Bauereisen eröffnet den Torreigen – Weidauer und Kamber erhöhen
In der Magdeburger Avnet Arena zeigten die Unionerinnen von Beginn an, dass sie keine Zweifel daran aufkommen lassen wollten, wer an diesem Sonntagnachmittag in die nächste Pokalrunde einziehen würde. Die Rot-Weißen nahmen ihre Favoritenrolle an und verbuchten bereits nach 90 Sekunden den ersten Abschluss durch Nele Bauereisen. Nur wenig später war die Angreiferin dann auch erfolgreich: Eine Flanke von Tomke Schneider beförderte Bauereisen per Direktabnahme in die Maschen (4.).
Der 1. FC Magdeburg fand nach dem frühen Gegentreffer besser ins Spiel, sodass die Unionerinnen vorerst nur mit Distanzschüssen, die ihr Ziel verfehlten, in Erscheinung traten. In der 27. Spielminute sollte aber erneut eine Flanke von der rechten Seite zum Erfolg führen: Wieder fand Schneider mit ihrer Hereingabe Bauereisen, die diesmal per Kopf für ihre Sturmpartnerin Sophie Weidauer querlegte. Diese musste den Ball aus kurzer Distanz nur noch über die Linie drücken.
In der 38. Minute meldeten sich dann auch die Gastgeberinnen mit ihrem ersten nennenswerten Torschuss der Partie zu Wort, doch Nadine Böhi parierte den Versuch von Akane Miyoshi aus spitzem Winkel sicher. Auf der Gegenseite verhinderte FCM-Verteidigerin Emily Bunnell mit einer Rettungstat zwei Meter vor der Torlinie den dritten Treffer: Leela Egli hatte Schlussfrau Pearl Neumann mit ihrem Schuss bereits überwunden, ehe Bunnell die Kugel noch abblockte (43.). In der Nachspielzeit sollte dann aber doch noch das 3:0 fallen: Bauereisen legte den Ball per Kopf in den Rückraum ab, von wo Lia Kamber die Kugel aus 16 Metern per Volleyabnahme ins Eck zimmerte (45+1.). Es war zugleich die letzte Aktion der ersten Halbzeit.
Reissner braucht nur 22 Sekunden – Union zum dritten Mal im Achtelfinale
Sollte es in der Halbzeitpause noch Zweifel am Weiterkommen gegeben haben, räumte Naika Reissner diese unmittelbar nach dem Wiederanpfiff aus. Nach Vorarbeit von Bauereisen traf die Flügelspielerin nur 22 Sekunden nach Beginn der zweiten Halbzeit zum 4:0. Bereits beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams vor zweieinhalb Jahren, damals noch in der Regionalliga Nordost (9:0), hatte Reissner getroffen.
Im Anschluss verlor die Partie durch einige Wechsel und Unterbrechungen etwas an Fahrt. Die Eisernen verwalteten das Geschehen souverän, ohne zwingend auf weitere Treffer zu drängen. In der 69. Minute konnte Reissner dann aber den Doppelpack schnüren: Mit ihrer vierten Torvorlage des Tages setzte Bauereisen ihre Offensivkollegin in Szene, die den Ball ähnlich wie beim 4:0 aus halblinker Position ins lange Eck legte.
Am Ende sollte es beim 5:0 bleiben. Union zieht damit zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte ins Achtelfinale des DFB-Pokals der Frauen ein. Dieses wird in rund einem Monat zwischen dem 31.10. und 02.11.2026 ausgetragen. Dann soll auch der erstmalige Einzug ins Viertelfinale gelingen.
Stimmen nach dem Spiel
„Es war heute ein Pflichtsieg für uns. Wir haben das Spiel über die komplette Zeit kontrolliert und nichts anbrennen lassen. Dennoch Respekt an Magdeburg, die wirklich alles gegeben haben. Wir haben heute unsere Qualität als Bundesliga-Mannschaft unter Beweis gestellt. Der Sieg tut nach dem wackligen Saisonstart sehr gut“, erklärte Nele Bauereisen, die an allen fünf Treffern direkt beteiligt gewesen war.
Tomke Schneider ergänzte: „Wir sind mit dem frühen Tor sehr gut ins Spiel gekommen. Danach haben wir kontinuierlich nach vorne weitergespielt und nie aufgehört, sodass wir jetzt sehr zufrieden mit uns sein können. Ich hoffe, mit dem Sieg gegen Leipzig und den fünf Treffern heute ist der Knoten jetzt auch endgültig geplatzt.“
„Ich bin sehr froh, dass wir heute gewonnen haben. Wir haben das Spiel von Anfang an gut angenommen und waren sehr intensiv unterwegs; ein frühes Tor hilft natürlich in so einem Spiel immer ungemein. Auch danach sind wir drangeblieben, haben schöne Tore geschossen und es über 90 Minuten seriös heruntergespielt“, resümierte Cheftrainerin Marie-Louise Eta den Auftritt ihrer Mannschaft.
Ausblick auf die kommende Woche
Die Achtelfinalpartien des DFB-Pokals werden heute nach der Partie des FC Bayern München bei Borussia Mönchengladbach ausgelost – live und kostenlos zu sehen bei Sky Sport.
Für die Unionerinnen steht am Mittwoch, dem 30.09.2026, abermals eine öffentliche Trainingseinheit um 14 Uhr im Trainingszentrum Oberspree auf dem Plan. Am Samstag macht sich die Mannschaft dann zum zweiten Mal in dieser Saison auf den Weg nach Baden-Württemberg, wo am Sonntag, dem 04.10.2026, das Bundesliga-Duell mit Aufsteiger VfB Stuttgart ansteht. Die Partie im GAZi-Stadion auf der Waldau wird um 16 Uhr angepfiffen.