Erfolgreiche Testspielbilanz:
Unionerinnen mit 2:0-Sieg in Potsdam
Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin gewinnt das zweite Testspiel der aktuellen Länderspielpause gegen Turbine Potsdam am Ende mit 2:0. Die frühe Führung erzielte Samantha Steuerwald aus 25 Metern mit einem unhaltbaren Sonntagsschuss (13.), ehe Lisa Heiseler nach guter Vorarbeit von Dina Orschmann noch vor der Pause auf 2:0 stellt. In der zweiten Halbzeit behält Union die Kontrolle über die Partie, weitere Tore fallen nicht.
1. FC Union Berlin: Kassen – Weiß (46. Steinert), Georgieva (78. Steiner), Helgesen, K. Orschmann – Hipp, Steuerwald – Halverkamps, Heiseler (78. Staerke), D. Orschmann - Bauereisen
1. FFC Turbine Potsdam: Poulsen – Kirschstein (61. Schmidt), Schmid (75. Yamada), Hüsch, Lins (75. Moore) – Hampel (75. Dias de Souza) – Lindner (61. Okuma), Krawczyk (61. Eidson), Wohner (75. Wohner), Dommasch (75. Stritzke) - Gnädig (61. Bobbe)
Zuschauer: 250
Tore: 0:1 Steuerwald (13.), 0:2 Heiseler (36.)
Dominante Köpenickerinnen – Steuerwald und Heiseler mit der Führung
Die Anfangsphase des Nachbarschaftsduell war von viel Ballbesitz der Gäste aus Köpenick geprägt. Antonia Halverkamps setzte bereits in der zweiten Minute das erste offensive Ausrufeziechen und schlenzte, in Folge einer Ecke, per Volleyschuss knapp am Kasten vorbei. Unions Nummer 29 war es auch, die zehn Zeigerumdrehungen später zu einer weiteren gefährlichen Aktion von der rechten Seite quer in den Strafraum ablegte, wo Lisa Heiseler das runde Leder jedoch um einen halben Schritt verpasste.
In der 13. Spielminute ertönte dann der erste Jubel im Sportforum Waldstadt: Nach einer starken Arbeitsleistung im letzten Drittel von Dina Orschmann konnte der Ball im Spiel gehalten und halblinks auf die zentral stehende Samantha Steuerwald abgelegt werden, die aus 25 Metern unhaltbar ins linke Eck des blau-roten Kastens zur Union-Führung einnetze.
Die Poese-Elf übte im Nachgang weiterhin hoch Druck aus, wodurch die Partie hektische Charakterzüge annahm. Erst 23 Minuten nach dem Führungstreffer ergab sich die nächste nennenswerte Chance, die direkt etwas Zählbares zur Folge hatte: Nach einem perfekt dosierten Steckpass aus dem FCU-Mittelfeld in die Spitze, setzte sich Dina Orschmann im Laufduell durch, umdribbelte die Turbine-Schlussfrau und legte auf Lisa Heiseler kurz ab, die nur noch ins verwaiste Tor zur 2:0-Führung einschieben musste (36.). Bei diesem Ergebnis blieb es auch bis zum pünktlichen Pausenpfiff.
Keine weiteren Tore – Souveräner Testspiel-Erfolg
In der ersten Minute nach Wiederanpfiff hatte Marike Dommasch die erste gefährliche Turbine-Aktion des Tages: Nachdem sie mit viel Tempo auf der linken Seite durchdrang, endete der druckvolle Abschluss aber weit über der Querlatte. Die FCU-Frauen übernahmen dann wieder die Spielkontrolle. Auch nach einigen Wechseln strahlten die Potsdamerinnen wenig Torgefahr aus.
Silje Helgesen verpasste in der 56. Minute nur knapp den Führungsausbau, indem sie einen verhungerten Eckball nur knapp am rechten Pfosten vorbeisetzte. Auch ein ähnlicher Standard ergab eine weiter Chance für Union: Samantha Steuerwald hielt den Kopf hin, der Ball flog aber haarscharf über den Querbalken der Blau-Roten (85.).
Kurz vor Schluss meldete sich die Heimmannschaft nochmals in der Gefahrenzone an: Nach einem Fehler der Union-Defensive schoss Rana Okuma jedoch weit über den Kasten (89.).
Stimmen nach dem Spiel
„Wir sind sehr gut in die Partie reingekommen und haben uns im Vergleich zum Test gegen Hertha nochmals gesteigert. Im ersten Durchgang haben wir die taktischen Dinge gut umgesetzt. Bei solchen Testspielen ist hintenraus eine gewisse Hektik auch normal. Wir gehen mit viel Selbstbewusstsein in die Partie gegen Bayern“, so das Fazit von Nele Bauereisen nach dem Abpfiff.
„Ich freue mich, dass viele Spielerinnen heute wieder Spielzeit sammeln konnten. Wir haben einige Dinge, die uns gegen Hertha noch schwergefallen sind, heute ordentlich gemacht. Es ärgert mich etwas, dass wir in der 2. Halbzeit nicht unsere Torchancen genutzt haben. Insgesamt war es aber ein sehr guter Test, um im Rhythmus zu bleiben“, fasste Unions Cheftrainerin Ailien Poese das Nachbarschaftsduell zusammen.
Ausblick
Aufgrund der Länderspielpause ruht der Ligabetrieb an diesem Wochenende noch. Am Mittwoch, dem 22.04.2026, empfangen die Unionerinnen um 18 Uhr die Rekordmeisterinnen aus München im Stadion An der Alten Försterei.