2. Bundesliga·Saison 2024/25·23. Spieltag
An der Alten Försterei
  • 7A. Weiß
  • 10N. Reissner
  • 33D. Orschmann
  • 40L. Heiseler
  • 54T. Schneider
  • 65C. Frank
  • 18S. van der Drift

Nach 6:1-Sieg gegen Gladbach:

Eiserne Ladies machen Bundesliga-Aufstieg perfekt

Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin wird in der kommenden Saison erstmals in der Vereinsgeschichte in der Bundesliga antreten. Dank eines souveränen 6:1-Erfolgs gegen Borussia Mönchengladbach vor 14.047 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei sind die Unionerinnen drei Spieltage vor Schluss nicht mehr von einem Aufstiegsplatz zu verdrängen.

Eine Gruppe weiblicher Fußballspieler feiert einen Torerfolg auf dem Feld, umgeben von jubelnden Fans.

1. FC Union Berlin: Bösl – Weiß, Schneider, Becker (66. Niesler), Metzker – Frank (81. Markou), Janez (56. Abu Sabbah), Moraitou (66. Rurack) – D. Orschmann (66. Bauereisen), Heiseler Reissner

Borussia Mönchengladbach: Palmen – Kessels, Arici (46. Zielinski), Klensmann, Brietzke, Corres – Itgenshorst (66. Klinger), van Leeuwe (46. Cin), van der Drift, Abdii (46. Bartsch) – Scholten (61. Aslanaj)

Personal: Nach dem 4:0-Auswärtssieg beim SV Meppen am vergangenen Wochenende war Cheftrainerin Ailien Poese zu einer Änderung in der Startaufstellung gezwungen: Korina Janez spielte für die gelbgesperrte Antonia Halverkamps von Beginn an. Neben Halverkamps mussten die Köpenickerinnen weiterhin auch auf Leonie Köster, Maria Cristina Lange, Judith Steinert, Sophie Trojahn, Fatma Sakar und Ida Heikkinen verzichten.

Zuschauer: 14.047

Tore: 1:0 Weiß (7.), 2:0 Reissner (10.), 2:1 van der Drift (18.), 3:1 Orschmann (33.), 4:1 Heiseler (40.), 5:1 Schneider (54.), 6:1 Frank (65.)

Union früh auf Kurs – Doppelschlag nach Gladbacher Anschlusstreffer

Vor einer neuerlichen Zweitliga-Rekordkulisse waren die Unionerinnen fest entschlossen, den letzten Schritt in Richtung Bundesliga-Aufstieg zu gehen und schnürten den Gegner von Beginn an in der eigenen Hälfte ein. Bereits nach sieben Minuten wurden die Rot-Weißen für ihren Aufwand belohnt: Eine Ecke in den Fünf-Meter-Raum bekam Gladbach nicht geklärt, woraufhin Anna Weiß im Gewühl am schnellsten reagierte und das Leder aus kurzer Distanz zum 1:0 ins Tor beförderte. 

Nur drei Minuten später legte Naika Reissner für die Köpenickerinnen nach – und wie! Die Flügelspielerin tankte sich ab der Mittellinie an mehreren Gegenspielerinnen vorbei und vollendete ihr traumhaftes Solo über 35 Meter schließlich im Strafraum eiskalt zur 2:0-Führung (10.). Fast wäre es wiederum nur 120 Sekunden später noch besser gekommen, als abermals Reissner nicht zu halten war und an der Strafraumgrenze für Pia Metzker ablegte, deren Schuss aus halblinker Position um Haaresbreite am Pfosten vorbeirauschte (12.). Stattdessen gelang Borussia Mönchengladbach mit der ersten Torchance in der 18. Spielminute der Anschlusstreffer: Ein Schuss von Suus van der Drift aus 16 Metern schlug maßgenau unter der Latte ein.

In der 33. Minute hatten die Eisernen Ladies die Großchance, den Zwei-Tore-Vorsprung wieder herzustellen: Reissner steckte nach einem weiteren starken Dribbling auf Dina Orschmann durch, die frei vor dem Kasten jedoch an Gladbach-Keeperin Luisa Palmen scheiterte. Nach der anschließenden Ecke durfte Unions Nummer 11 dann aber doch jubeln: Wie schon beim Führungstreffer bekam Gladbach den Ball nicht geklärt, sodass die Kugel schließlich vor den Füßen von Orschmann landete, die kompromisslos aus acht Metern auf 3:1 stellte (33.). Kurz vor dem Pausenpfiff konnte Union in Person von Top-Torschützin Lisa Heiseler sogar noch auf 4:1 erhöhen: Nach einer gegnerischen Ecke konterten die Eisernen blitzschnell über Reissner, die das Auge für Heiseler hatte, welche Palmen im Eins-gegen-eins per Beinschuss überwand (40.). Mit der komfortablen 4:1-Führung ging es wenige Minuten später in die Halbzeitpause.

Eine Fußballspielerin in rotem Trikot führt einen Schuss auf das Tor aus, während zwei Mitspielerinnen und ein Schiedsrichter im Hintergrund stehen.
Eine Gruppe weiblicher Fußballspielerinnen in roten Trikots spielt auf einem Rasenplatz, während Zuschauer im Hintergrund zuschauen.
Spielerinnen einer Fußballmannschaft feiern einen Torerfolg in einem Stadion mit jubelndem Publikum im Hintergrund.
Fußballspiel zwischen zwei Teams, eine Spielerin in rotem Trikot dribbelt den Ball, während eine Verteidigerin in Schwarz versucht, sie zu stoppen.

Schneiders Torpremiere zum 5:1 – Frank setzt den Schlusspunkt

Auch nach dem Seitenwechsel spielten die Eisernen Ladies offensiv nach vorne und wollten weitere Treffer nachlegen. In der 50. Minute hatte Naika Reissner auf der linken Seite viel Platz und gab flach in den Strafraum, wo Lisa Heiseler über Umwege an den Ball kam und das Spielgerät aus kurzer Distanz ans Außennetz beförderte. Die Kapitänin hatte in der 53. Minute direkt die nächste Großchance, als sie frei vor Luisa Palmen auftauchte, doch mit einer Glanzparade per Fuß konnte die Schlussfrau in dieser Szene noch den fünften Gegentreffer verhindern. Nach dem anschließenden Eckball war die Torhüterin der Fohlenelf jedoch geschlagen: Tomke Schneider nickte die Hereingabe von Heiseler am zweiten Pfosten aus wenigen Zentimetern über die Linie (54.). Nachdem bereits Anna Weiß mit dem Führungstreffer in der 1. Halbzeit ihren ersten Pflichtspieltreffer im Union-Dress erzielte, war es auch für Schneider das erste Tor für den 1. FC Union Berlin.

Für Gladbach wurde der Sonntagnachmittag in der 62. Spielminute derweil noch bitterer: Nachdem die eingewechselte Sarah Abu Sabbah allein in Richtung Tor sprintete, wusste sich Gladbachs Innenverteidigerin Paula Klensmann kurz vor dem Strafraum nur noch mit einer Notbremse zu helfen und wurde daraufhin des Feldes verwiesen. In Unterzahl kassierten die Borussinnen prompt den nächsten Gegentreffer: Nachdem Naika Reissner aus halblinker Position noch an Palmen scheiterte, landete der Ball im Strafraum vor den Füßen von Celine Frank, die zum 6:1 einschob (65.).

In der 70. Spielminute hätte beinahe auch Nele Bauereisen ihren ersten Pflichtspieltreffer für Union bejubeln dürfen: Nach einem starken Doppelpass zwischen Abu Sabbah und der emsigen Reissner kam Bauereisen aus zentraler Position zum Abschluss, doch eine weitere Glanzparade von Palmen verhinderte ein noch höheres Ergebnis. In den verbleibenden 20 Minuten passierte nicht mehr viel, weil die Eisernen Ladies angesichts des äußerst zufriedenstellenden Resultats etwas den Fuß vom Gas nahmen. Mit dem Schlusspfiff der Schiedsrichterin nach 90 Minuten war der Bundesliga-Aufstieg der Eisernen Ladies schließlich offiziell und wurde frenetisch von Mannschaft, Verantwortlichen sowie Fans gefeiert. 

Zwei Fußballspielerinnen in Aktion während eines Spiels, Ball wird hoch gehalten, Zuschauer im Hintergrund.
Eine Fußballspielerin in rotem Trikot tritt den Ball auf einem Rasenplatz vor einer jubelnden Menge.
Ein Fußballspieler in rotem Trikot schießt den Ball, während ein gegnerischer Spieler in dunklem Trikot zusieht.
Spieler in roten Trikots feiern ein Tor vor jubelnden Fans in einem Stadion.

Stimmen nach dem Spiel

„Es fühlt sich einfach unglaublich an. Ich habe 13 Jahre für Union gespielt und es war immer mein Ziel, in der Bundesliga zu spielen und jetzt hat es mit meinem Herzensverein geklappt. Die Mannschaft ist einfach unendlich geil, ich bin so stolz auf jeden Einzelnen und ich kann es noch gar nicht richtig in Worte fassen“, erklärte eine überwältigte Lisa Heiseler.

Auch Tomke Schneider zeigte sich hinsichtlich des historischen Erfolgs begeistert: „Es hat sich heute sehr, sehr schön angefühlt. Ich hatte auch schon im Gefühl, dass ich heute ein Tor mache. Dazu kommt noch der Aufstieg – Was will man mehr? Besser gehts eigentlich gar nicht.“

„Wir haben so viel investiert und heute sehr fokussiert und gut gespielt. Jetzt geben wir erst mal zwei Tage frei und jeder soll feiern. Danach fokussieren wir uns noch mal auf die letzten drei Spiele, um auch die alle zu gewinnen, aber heute steht nichts anderes im Mittelpunkt, als zu feiern“, erklärte Cheftrainerin Ailien Poese freudestrahlend.

Ausblick

Nach den Feierlichkeiten vor heimischem Publikum beginnen die Unionerinnen ab Mittwoch die Vorbereitung auf das vorletzte Auswärtsspiel der Saison. Am kommenden Sonntag, dem 04. Mai 2025, gastieren die Eisernen Ladies beim SC Freiburg II. Die Partie im Breisgau wird um 14 Uhr im Möslestadion Freiburg angepfiffen. Zwei Wochen später empfangen die Unionerinnen zum letzten Heimspiel der Saison den FSV Gütersloh. Im Anschluss findet eine Saisonabschlussparty auf dem Parkplatz vor der Haupttribüne statt. Details dazu folgen in Kürze. Tickets für das Spiel sind bereits in allen Union-Zeughäusern sowie online erhältlich.

Saisonfinale der Frauen

Union empfängt Gütersloh


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Profis FrauenSaison 2024/252. Frauen-Bundesliga24/25-F-23-FCUBMG

Union Zeughaus

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