Trotz zahlreicher Chancen und guter Moral:
Unionerinnen verlieren Bundesliga-Auftaktspiel mit 1:4
Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin unterliegt zum Auftakt der Google Pixel Frauen-Bundesliga dem amtierenden Deutschen Meister mit 1:4. Die Tore des Abends erzielen Bühl per Freistoß, Harder, Viggosdottir sowie Proost für den Rekordmeister. Bauereisen bringt die Unioner mit dem zwischenzeitlichen 1:3 auf die Anzeigetafel.
1. FC Union Berlin: Bösl – Janssens, Tysiak, Steuerwald, Schneider – Gräwe, Veit (59. Reissner), Kamber – Campbell (74. Bauereisen), Heiseler (59. Weidauer), Egli (74. Steinert)
FC Bayern München: Mahmutovic – Naschenweg, Eriksson, Viggosdottir, Ballisager (62. Dunst) – Amani, Tanikawa – Bühl (73. Proost), Harder (90+1. Imade), Dallmann (73. Potsi) – Damnjanovic (62. Sehitler)
Personal: Ins erste Pflichtspiel der Saison 2026/27 schickte Cheftrainerin Marie-Louise Eta unter anderem vier Neuzugänge: Jill Janssens, Lisanne Gräwe, Jella Veit und Leela Egli bestritten als Startelfspielerinnen ihr Union-Debüt in einem Ligaspiel.
Zuschauer: 17.083
Tore: 0:1 Bühl (26.), 0:2 Harder (47.), Viggósdóttir (60.), 1:3 Bauereisen (79.), 1:4 Proost (90.)
Union mit besseren Gelegenheiten – Bühl trifft per Freistoß
Nach einer spektakulären Eröffnungszeremonie rollte der Ball erstmals offiziell in der Saison 2026/27. Es sollte nicht einmal sieben Minuten dauern, bis die Eisernen die erste Großchance aufzuweisen hatten: Auf dem rechten Flügel tankte sich Eileen Campbell durch und stand nach einem 30-Meter Sprint schließlich vor dem Münchner Kasten. Ihr flacher Abschluss kurz vor dem Fünfmeterraum verfehlte den linken Pfosten jedoch haarscharf.
In der Folge entwickelte sich ein rasantes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, wovon die nächstgrößere ebenfalls auf das Konto der Unionerinnen ging: Nach einer zunächst geklärten Ecke setzten die Eisernen nach und kamen über drei Stationen schließlich durch Tomke Schneider zum Abschluss. Ihren halbhohen Schuss aus etwa 20 Metern konnte Bayern-Schlussfrau Ena Mahmutovic jedoch aus der linken Ecke fischen (18.).
In der 26. Minute gelang dann jedoch den Gästen der erste Treffer des Spiels: Nach einem Foul an Bayern-Stürmerin Jovana Damnjanovic platzierte Klara Bühl den fälligen Freistoß aus rund 20 Metern auf halblinker Position traumhaft im rechten oberen Eck zum 0:1 für den amtierenden Meister. Sieben Zeigerumdrehungen später versuchte es Bayern-Linksverteidigerin Katharina Naschenweg fünf Meter vor dem Strafraum mit einem flachen Vollspannschuss, welcher jedoch zwei Meter neben dem rechten Pfosten landete. Die darauffolgenden Angriffsbemühungen beider Teams brachten nichts mehr ein, weshalb es mit dem 0:1 für die Münchnerinnen in die Kabine ging.
Bayern eiskalt im zweiten Durchgang – Unionerinnen im Pech
Der zweite Durchgang startete denkbar schlecht für die Eisernen; nach einem Ballgewinn in der Unioner Hälfte kombinierte sich der Rekordmeister schnell vor den Berliner Strafraum, von wo aus Pernille Harder ihren überlegten Abschluss flach im rechten Eck zum 0:2 unterbrachte (47.).
In der 54. Minute konnte sich dann Cara Bösl ein erstes Mal beweisen, indem sie einen platzierten Distanzschuss von Bernadette Armani aus dem rechten Winkel kratzte. Nur fünf Minuten später segelte eine Freistoßflanke von links an den zweiten Pfosten, wo die Münchner Kapitänin Glodis Viggosdottir im Fallen den Ball über die Linie drückte und mit dem 0:3 dem Spiel den Deckel aufsetzte. Die Unionerinnen ließen sich davon jedoch nicht unterkriegen und kamen in der 66. Minute zu einer nächsten guten Gelegenheit durch Abwehrspielerin Samantha Steuerwald. Eine Ecke von rechts kriegte Bayern nicht richtig geklärt, ehe Steuerwald am zweiten Pfosten die Querlatte mit ihrem Volley nur haarscharf verfehlte.
Im Zuge dessen drückten die Köpenickerinnen weiter und belohnten sich in der 79. Minute mit dem hochverdienten Anschlusstreffer durch Nele Bauereisen. Nach einem Konter über die linke Seite ließ Sophie Weidauer eine Flanke für Bauereisen abtropfen, welche per Kopf aus rund fünf Metern die Bayern Schlussfrau überwand. Beflügelt durch den 1:3 Anschlusstreffer kam Union immer wieder zu gefährlichen Angriffen, jedoch fiel statt dem nächsten Unioner Treffer der 1:4-Schlusspunkt durch die eingewechselte Sophie Proost. Diese drehte den Ball kurz vor der 16er-Kante aus halblinker Position mit Effet in die rechte untere Ecke (90.). Es war zugleich der Schlusspunkt in diesem Bundesliga-Eröffnungsspiel.
Stimmen nach dem Spiel
„Ich bin etwas enttäuscht vom Ergebnis, das spiegelt nicht unsere Leistung heute wider. Wir haben gut gegengehalten und wenig zugelassen. Die Atmosphäre war heute der Wahnsinn und ich hatte Gänsehaut beim Einlaufen“, fasste Samantha Steuerwald die Partie zusammen.
„Wir haben gegen eine Top-Mannschaft sehr gut dagegengehalten, aber sind natürlich enttäuscht. Wir werden jetzt die Gegentreffer aufarbeiten müssen. Ich bin froh über meinen Treffer, hätte mir aber gewünscht, dass dieser einen größeren Wert gehabt, hätte“, so Nele Bauereisen nach dem Spiel.
„Grundsätzlich geht der Sieg für die Bayern natürlich in Ordnung. Wir wussten, dass wir heute gegen eine sehr gute Mannschaft spielen. Natürlich sind wir dennoch enttäuscht, weil es das eine oder andere Gegentor zu viel war. Wir hatten gute Phasen im Spiel und es sich nicht so deutlich angefühlt hat, wie es das Resultat jetzt aussagt“, erklärte Cheftrainerin Marie-Louise Eta nach dem Pflichtspielauftakt.
Ausblick auf die kommenden Tage
Zum Start in die zweite Pflichtspielwoche findet am Montag, dem 24.08.2026, um 11 Uhr ein öffentliches Training im Trainingszentrum Oberspree statt.
Im weiteren Wochenverlauf wartet das erste Auswärtsspiel der Saison auf das Team. Die Mannschaft reist nach Baden-Württemberg, wo sie am Samstag, dem 29.08.2026, um 12 Uhr auf den SC Freiburg trifft. Der Gästebereich für alle mitgereisten Unioner und Unionerinnen wird sich im Block A befinden. Tickets für das Auswärtsspiel der Eisernen gibt es hier.
Das nächste Heimspiel der Profifrauen findet am Montag, den 07.09.2026, um 18 Uhr statt. Gegner der Partie ist Eintracht Frankfurt und Tickets sind online erhältlich.