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Arminia Bielefeld vs 1. FC Union Berlin

2. Bundesliga, 16. Spieltag

Bielefeld vs 1. FC Union

2. Bundesliga, 16. Spieltag

So., 13. Dezember 2009, 13:30 Uhr
SchücoArena
1 : 1
16.900
SR: Markus Schmidt (Stuttgart) | Die Namen der Assistenten des Schiedsrichters sind derzeit nicht bekannt.

Aufopferungsvoller Kampf:

Spielbericht

Statistik:
8 Schüsse gesamt 12
2 Schüsse auf das Tor 2
5 Schüsse neben das Tor 7
1 Abgeblockte Schüsse 3
9 Ecken 7
22 Flanken 24
37% Ballbesitz in % 63%
51% Gewonnene Zweikämpfe am Ball in % 49%
70% Pässe gelungen in % 77%
57% Pässe gelungen in gegn. Hälfte in % 63%
19 Fouls 18
3 Abseits 2







Schon vor dem Anpfiff gab es erstaunte Gesichter bei vielen Unionern. Trainer Uwe Neuhaus hatte tief in die Trickkiste gegriffen und wartete mit einer überraschenden Aufstellung auf. Vor der Viererkette, in der diesmal Rauw und Göhlert die Innenverteidigung bildeten, agierten mit Younga-Mouhani und Peitz zwei "6er". Für offensiven Schwung sollten, neben dem zentral postierten Mattuschka, Parensen (links) und Brunnemann (rechts) sorgen. Die einzige Spitze: John Jairo Mosquera!

Union nahm das Spiel an und kaum waren zwei Minuten gespielt, tanzte der Ball schon auf der Latte des Bielefelder Gehäuses. Die Gastgeber zeigten sich sichtlich beeindruckt und kamen zunächst kaum zu nennenswerten Offensivaktionen. Auch Union, obwohl um Druck bemüht, konnte sich nicht entscheidend durchsetzen, so dass es mit 0:0 in die Pause ging.

Nach der Pause versuchte Bielefeld das Geschehen an sich zu reißen. Das gelang auch und nach einer Serie von Ecken, die Union nie entscheidend klären konnte, lag der Ball in der 57. Minute im Berliner Tor. Union im Rückstand - das war zuletzt selten gut gegangen. Diesmal aber wehrten sich die Berliner unaufgeregt und abgeklärt. Keine Hektik, keine Angst, stattdessen ruhiger Aufbau. Dieser wurde immer wieder gestört und in der 66. Minute durchaus unfair. Chris Katongo, bereits in der 1. Hälfte verwarnt, leistete sich zwei heftige Fouls in kurzer Folge und sah dafür die gelb-rote Karte. Nun in Überzahl erhöhte Union die Schlagzahl und in der 76. Minute krönte Dominic Peitz seine ohnehin starke Leistung mit dem Ausgleichstreffer. Union war nun bemüht, auch noch den Siegtreffer zu landen, scheute aber das allerletzte Risiko. Bielefeld gab sich trotz Unterzahl keineswegs geschlagen und blieb, vor allem bei Standards bis zur letzten Minute der Nachspielzeit sehr gefährlich. Tatsächlich gelang ihnen noch ein Treffer, der aber zum Glück für die Berliner wegen Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Das gerechte Endergebnis kommentierte Uwe Neuhaus durchaus zufrieden: "Wir hatten uns gut auf Bielefeld eingestellt und haben wenig gegen uns zugelassen. Natürlich war es ärgerlich, durch einen Standard in Rückstand zu geraten, aber wir haben die richtige Antwort gefunden." Sein Gegenüber Thomas Gerstner schloss sich der Analyse weitgehend an: "Gleich die ersten Aktionen von Union waren gefährlich, so dass wir nicht richtig in die Partie kamen. Nach der Führung wähnten wir uns auf der Siegerstraße und auch nach dem Ausgleich haben wir auf Sieg gespielt. Leider hat es am Ende nicht gereicht, denn Union hat sehr stark gespielt."

Für Aufregung am Rande und eine kurze Unterbrechung des Spiels sorgten indes bengalische Feuer im prall gefüllten Block der Unionfans. Gut 2.000 Eiserne hatten sich auf den Weg nach Bielefeld gemacht und ihre Mannschaft hingebungsvoll unterstützt. Diese Aktion hingegen fand wenig Anklang bei den Gastgebern und auch nicht beim Berliner Trainer: "Dafür möchte ich mich entschuldigen. So kenne ich unsere Fans eigentlich nicht und ich hoffe, dass das ein einmaliger Ausrutscher war." Äußerte sich Uwe Neuhaus klar und deutlich bei der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Mit nunmehr 25 Punkten liegt Union auf Platz 7 in der Tabelle. Wenn im letzten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen 1860 München erneut gepunktet wird, dann kann man die Hinrunde wohl als absolut gelungen bezeichnen.

Mit oder ohne Mosquera:

Vorbericht

Die Arminia ist seit vier Spielen sieglos, musste zuletzt drei Mal in Folge unliebsame Niederlagen hinnehmen. Ärgerlich für den gut gestarteten Bundesliga-Absteiger. Dennoch: Arminia Bielefeld empfiehlt sich weiterhin mit Tabellenplatz drei und ist für Union-Trainer Uwe Neuhaus nicht zuletzt aufgrund des international erfahrenen Kaders einer der ganz großen Favoriten für den Aufstieg. Darüber hinaus haben die Arminen die zweitbeste Abwehr der Liga (13 Gegentore), was die Berliner aufgrund ihrer aktuell ausbaufähigen Torquote zum Nachdenken anregen wird.

Ein Lichtblick für Trainer Uwe Neuhaus wird die Genesung des vor fünf Wochen am Knie verletzten John Jairo Mosquera sein. Nach schweißtreibendem Reha-Programm in den letzten Wochen nahm der erfolgreichste Union-Stürmer (6 Tore) am Mittwoch das Mannschaftstraining auf. Die Belastung wurde kontinuierlich gesteigert und verursachte bislang keine Komplikationen beim Kolumbianer. Die Prognosen für einen Einsatz Mosqueras am Sonntag stehen nicht schlecht, unnötiges Risiko möchte Uwe Neuhaus jedoch nicht eingehen: „Wenn es irgendein Risiko gibt, das die Verletzung wieder aufbrechen könnte, werden wir John nicht einsetzen.“ Verzichten muss Neuhaus definitiv auf Hüzeyfe Dogan. Genau wie auf der Gegenseite Lamey, ist dieser durch seine fünfte gelbe Karte zum Zuschauen verdammt. Entwarnung gab die Reha-Abteilung im Fall des durch einen Schlag auf den Knöchel zeitweilig beeinträchtigten Michael Bemben. Die Schwellung ist über die Woche abgeklungen, sodass der wiedererstarkte Defensiv-Mann am Wochenende ohne Einschränkung einsatzfähig ist.

Ein besonderes Spiel ist das Duell für Abwehrspieler Bernd Rauw. Der Belgier streifte das Arminen-Trikot 48 Mal über und erzielte dabei drei Tore in der 1. und 2. Bundesliga. "Eigentlich war es eine sehr schöne Zeit. Generell denke ich gerne an die Partien in der ersten Liga zurück. Ich habe zwar keine Unmengen an Spielen absolviert, Duelle auf Schalke, gegen Hamburg oder in Bayern sind dann aber doch sehr schöne Erinnerungen", so Rauw über die Zeit in Bielefeld. Natürlich steht für ihn nun Union klar im Vordergrund: "Für uns gilt es, noch vor der Winterpause ein paar Punkte einzufahren, damit die gute Vorrunde dann auch gut endet." Uwe Neuhaus erwartet für die Partie von seiner Mannschaft am Sonntag ein druckvolles und mutiges Auftreten. „Das Spiel ist eine interessante Aufgabe. Wenn wir aus einer kompakten Hintermannschaft heraus den einen oder anderen Nadelstich setzen können, ist ein erfolgreiches Abschneiden durchaus denkbar.“ Auch Sportdirektor Christian Beeck hofft auf einen Auswärtserfolg, denn: „Unsere Auswärtsbilanz ist immer noch ganz ordentlich, außerdem ist die Heimreise nach einem Sieg immer angenehmer.“

SpielStatistiken

Arminia Bielefeld vs 1. FC Union Berlin

3 Gelbe Karten 1
1 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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Datum Heim Ergebnis Gast