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1. FC Union Berlin vs RB Leipzig

Bundesliga, 34. Spieltag

1. FC Union vs Leipzig

Bundesliga, 34. Spieltag

Sa., 22. Mai 2021, 15:30 Uhr
An der Alten Försterei
2 : 1
2.000
SR: Guido Winkmann

Union schlägt Leipzig 2:1 und spielt international

Spielbericht

Der 1. FC Union Berlin besiegt RB Leipzig mit 2:1 und zieht in den internationalen Wettbewerb ein. Nach einer torlosen ersten Halbzeit bringt Justin Kluivert die Gäste in der 55. Spielminute in Führung, Innenverteidiger Marvin Friedrich besorgt 12 Minuten später den Ausgleich (67.). In einer packenden Schlussphase gelingt Max Kruse Sekunden vor dem Abpfiff der 2:1-Siegtreffer (90.+2.). Union schließt die Saison 2020/21 auf dem siebten Tabellenplatz ab und qualifiziert sich damit für die UEFA Conference League.

1. FC Union Berlin: Luthe – Friedrich, Knoche, Schlotterbeck – Trimmel, Gentner (64. Endo), Ryerson (82. Becker), Ingvartsen (64. Teuchert), Lenz (82. Bülter) – Musa (58. Awoniyi), Kruse

RB Leipzig: Martinez – Klostermann (85. Mukiele), Upamecano, Orban – Sabitzer, Haidara, Kampl, Halstenberg – Hwang (54. Nkunku), Forsberg (54. Poulsen), Kluivert (68. Laimer)

Schiedsrichter: Guido Winkmann, Christian Bandurski, Arne Blos, Sven Waschitzki

Tore: 0:1 Kluivert (55.), 1:1 Friedrich (67.), 2:1 Kruse (90.+2.)

Im letzten Spiel der Saison setzte Union-Trainer Urs Fischer wie zuletzt defensiv auf eine Dreierkette. Aus der Startaufstellung gegen Leverkusen ersetzte Julian Ryerson den gelb gesperrten Robert Andrich auf der Position vor der Abwehr, ansonsten blieb die erste Elf unverändert.

Pünktlich um 15:30 Uhr eröffnete Schiedsrichter Guido Winkmann in seinem letzten Spiel als Schiedsrichter in der Bundesliga die Partie im Stadion An der Alten Försterei. Während die 2.000 im Stadion anwesenden Unioner wie gewohnt im Duell mit den Sachsen aus Protest 15 Minuten schwiegen, entwickelte sich auf dem Rasen direkt eine interessante Partie. Mit einem geschickten Heber über den weit aufgerückten RB-Torwart Martinez versuchte Max Kruse bereits in der fünften Spielminute sein Glück, die Kugel landete jedoch neben dem Kasten im Toraus. Im Anschluss übernahmen die Gäste wie erwartet die Spielkontrolle, wobei sie vor allem den schnellen Justin Kluivert immer wieder mit Steilpässen in die Spitze schickten. Die Köpenicker zeigten sich dagegen gut gestaffelt und organisiert, sodass sie die flinken Leipziger zumeist aus den gefährlichen Zonen fernhalten konnten. Nach eigenen Ballgewinnen schaltete Union immer wieder schnell um und sorgte so in der 34. Spielminute für die erste riesen Möglichkeit im Spiel. Max Kruse leitete den Konter über die linke Seite ein, Christopher Lenz bediente den mitgelaufenen Petar Musa an der Strafraumgrenze. Der Kroate fackelte nicht lange, sein wuchtiger Rechtsschuss klatschte jedoch nur an den Pfosten (34.). Auf der Gegenseite dribbelte Kluivert von der linken Seite in den Strafraum, löste sich mit einem Haken vom Gegenspieler und suchte den Abschluss, die Hintermannschaft des 1. FC Union Berlin blockte die Kugel jedoch mit vereinten Kräften ab. Auch der Nachschuss von RB-Kapitän Marcel Sabitzer rauschte über die Latte (38.). In der 44. Minute hatte plötzlich Hwang die Führung für die Sachsen auf dem Fuß. Der Angreifer umdribbelte Keeper Andreas Luthe, die Abwehrreihe der Köpenicker wehrte den Schuss des Südkoreaners jedoch ab. Der anschließende Nachschuss von Sabitzer verfehlte das Tor ebenfalls. Kurz darauf beendete der Unparteiische die erste Halbzeit.

Personell unverändert starteten Union und Leipzig in den zweiten Spielabschnitt und lieferten sich eine umkämpfte und spannende Partie. Innenverteidiger Dayot Upamecano setzte einen Kopfball nach einer Ecke neben das Tor (53.), anschließend wechselte Julian Nagelsmann doppelt. Für Hwang und Forsberg kamen Nkunku und Poulsen neu ins Spiel. Nur eine Zeigerumdrehung später leitete Nkunku direkt die Führung der Gäste ein. Nach einem Ballverlust im Aufbauspiel der Köpenicker schickte Nkunku Kluivert in die Gasse, der Niederländer umkurvte Andreas Luthe und schob die Kugel in die Maschen (55.). Urs Fischer reagierte prompt und schickte Taiwo Awoniyi aufs Feld, Petar Musa verließ dafür den Platz (58.). Haidara setzte kurz darauf einen Kopfball über das Tor von Luthe (63.), im Anschluss kamen Keita Endo und Cedric Teuchert für Christian Gentner und Marcus Ingvartsen ins Spiel (64.). Nur zwei Tage nach seiner Vertragsverlängerung war es Kapitän Christopher Trimmel, der den umjubelten Ausgleich der Köpenicker einleitete. Der Eckstoß des Österreichers senkte sich am kurzen Pfosten, der einlaufende Marvin Friedrich nahm den Ball volley und jagte die Kugel wuchtig zum 1:1 in die Maschen (67.). In der 81. Spielminute wuchs Torhüter Andreas Luthe über sich hinaus. Zuerst entschärfte der Schlussmann aus kurzer Distanz einen abgefälschten Ball von Sabitzer, anschließend parierte er einen wuchtigen Fernschuss von Halstenberg zur Seite, auch beim Nachschuss gegen den freistehenden Laimer blieb Luthe Sieger und wurde vom Publikum frenetisch gefeiert. In der dreiminütigen Nachspielzeit setze Union Berlin den Lucky Punch. Während Leipzigs Nkunku in der 90. Spielminute am rechten Pfosten scheiterte, gelang Max Kruse der entscheidende Treffer. Eine Flanke von Sheraldo Becker nickte der Angreifer gekonnt zum 2:1-Endstand und der damit einhergehenden Qualifikation für die UEFA Conference League ein.

„Das ist ein Wahnsinn. Der Spielverlauf war wie im Drehbuch, wenn man es sich ausmalen könnte, würde man es genauso schreiben. Aber so richtig einordnen kann man es noch nicht. Unser Torwart hatte heute gefühlt acht Arme, das haben wir gebraucht, um im Spiel zu bleiben und um zum Schluss noch das entscheidende Tor zu machen. Wenn man so einen Erfolg ohne Fans hätte feiern müssen, wäre es schade gewesen. Das ist heute einfach ein tolles Gefühl“, so Urs Fischer.

Am morgigen Sonntag kommt die Mannschaft noch einmal für ein gemeinsames Frühstück zusammen, anschließend verabschieden sich die Spieler in den wohl verdienten Sommerurlaub.

Union empfängt Leipzig

Vorbericht

Im Rahmen des letzten Bundesliga-Spieltages der Saison 2020/21 gastiert RasenBallsport Leipzig beim 1. FC Union Berlin. Der Anpfiff der Partie am Sonnabend, dem 22.05.2021 erfolgt um 15:30 Uhr im Stadion An der Alten Försterei.

Rückblick auf den vergangenen Bundesliga-Spieltag

Das letzte Auswärtsspiel dieser Saison bestritten die Köpenicker in der BayArena in Leverkusen. In einem hart umkämpften Spiel mit den besseren Möglichkeiten im ersten Durchgang auf Seiten der Eisernen waren es dennoch die Hausherren, die durch Florian Wirtz in der 26. Minute eine knappe 1:0-Halbzeitführung verbuchen konnten. In der zweiten Hälfte drängte Union auf den Ausgleich und konnte schließlich in der 72. Spielminuten durch den eingewechselten Joel Pohjanpalo das Tor zum Ausgleich und zum 1:1-Endstand erzielen. Den ausführlichen Spielbericht gibt es hier.

Im letzten Heimspiel der aktuellen Saison empfing Leipzig den VfL Wolfsburg. In einem offensiven Spiel trennten sich die beiden Mannschaften nach einem Doppelpack vom Wolfsburger Maximilian Philipp in der ersten Halbzeit und zwei Toren nach der Pause durch Justin Kluivert (51.) und Marcel Sabitzer (78.) für die Hausherren mit 2:2. Der Spielbericht zur Partie kann hier nachgelesen werden.

Ausgangslage

Für das Team von Urs Fischer ging es nach dem Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen direkt zurück nach Berlin und von dort aus ins Quarantäne-Trainingslager in Bad Saarow. Die täglichen Trainingseinheiten absolvierten die Unioner auf den Plätzen von Union Fürstenwalde. Für das Abschlusstraining am Freitag kamen die Köpenicker wieder zurück auf den heimischen Rasen im Stadion An der Alten Försterei.

„Wir konnten unter besten Bedingungen trainieren. Da gilt ein besonderer Dank dem FSV Union Fürstenwalde und unseren Greenkeepern. Ebenso wurden wir sehr gut im Hotel in Bad Saarow aufgenommen, sodass wir uns perfekt auf das letzte Spiel vorbereiten konnten“, so Union-Trainer Urs Fischer in der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen RB-Leipzig.

Im letzten Spiel der laufenden Bundesligasaison geht es für Union noch um einen Platz im internationalen Geschäft. Vor dem Spiel gegen RB Leipzig steht der 1. FC Union Berlin auf dem siebten Tabellenplatz, dicht gefolgt von Borussia Mönchengladbach mit einem Punkt weniger und dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg mit je zwei Punkten Rückstand auf die Köpenicker. Demnach entscheidet sich am letzten Spieltag der Saison, für wen es in die Play-offs der Europa-Conference-League geht.

Gegnercheck

Für Julian Nagelsmann ist es das letzte Spiel als Cheftrainer in Leipzig. Der 33-Jährige verlässt den Verein nach zwei Spielzeiten in Richtung München. Fest steht für die Leipziger bereits, dass sie die Saison auf dem zweiten Tabellenplatz beenden werden.
Für das Spiel gegen Union muss das Trainerteam um Nagelsmann auf Olmo, Angelino, Adams, Gulacsi, Szoboszlai und Samardzic verzichten.

Julian Nagelsmann kommentierte die Aufgabe im Stadion An der Alten Försterei wie folgt: „Union Berlin steht zurecht auf dem siebten Tabellenplatz. Sie arbeiten insgesamt unglaublich ruhig und fokussiert. Sie wissen, wie man den Gegner unter Druck setzt, sind die laufstärkste Mannschaft und haben eine gute Körperlichkeit. Wir freuen uns sehr, dass am Samstag in der Alten Försterei wieder Zuschauer zugelassen sind. Auch wenn die 2.000 Fans uns nicht ganz so wohlgesonnen sein werden."

Urs Fischer äußert sich zur anstehenden Partie in der heutigen Pressekonferenz so: „Wir spielen am letzten Spieltag um den Einzug ins internationale Geschäft. Natürlich ist die Freude da groß. Wir werden es genauso angehen, wie wir es die letzten 33 Spiele gemacht haben. Wir müssen versuchen, unsere Qualitäten ins Spiel zu bringen. Leipzig ist eine schwere Aufgabe, sie haben lange mit den Bayern um den Titel gekämpft und ohne Frage viel Qualität.“

Personal

Im letzten Heimspiel müssen die Unioner auf Grischa Prömel, Leon Dajaku, Anthony Ujah und Joel Pohjanpalo verzichten. Ebenso wird Robert Andrich aufgrund seiner fünften gelben Karte im Spiel gegen die Leipziger fehlen.

Serviceinfos: Test- und Maskenpflicht für Stadionbesucher, Spielerverabschiedung

Das Stadion An der Alten Försterei öffnet am Sonnabend um 13:30 Uhr seine Tore. Karteninhaber werden gebeten, den auf dem Ticket hinterlegten Einlassbereich zu nutzen und frühzeitig anzureisen.

Das Stadiongelände ist weiträumig abgeriegelt, Zutritt erhalten ausschließlich Karteninhaber. Da die Tickets personalisiert sind, ist ein Ausweisdokument vorzulegen. Im Rahmen des Pilotprojektes gilt für alle Stadionbesucher eine Testpflicht. Welche Nachweise akzeptiert werden und welche Ausnahmen gelten, kann hier nachgelesen werden. Jeder Besucher ist zum Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske während des gesamten Aufenthaltes verpflichtet.

Mit der Verabschiedung der Unioner, die den Verein zu Ende der Saison verlassen werden, wird es bereits rund 50 Minuten vor Anpfiff der Partie emotional. Unter anderem erhalten die Aufstiegshelden Christopher Lenz, Florian Hübner und Andy Gogia um 14:45 Uhr auf dem Rasen ihren verdienten Applaus.

Die Partie wird live auf Sky übertragen. Wie gewohnt informiert Union auch über den vereinseigenen Live-Ticker über das Spielgeschehen. Zudem bieten die Eisernen die Möglichkeit, den Audiokommentar zum Spiel live in der Union-App zu verfolgen. 

AFTV Videos

Andreas Luthe

Andreas Luthe

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Leipzig

Andreas Luthe

ist Spieler des Tages gegen Leipzig

SpielStatistiken

1. FC Union Berlin vs RB Leipzig

38 % Ballbesitz 62 %
70 % Passquote 82 %
48 % Zweikampfquote 52 %
10 Torschüsse 19
11 Flanken 14
3 Abseitsstellungen 5
2 Gelbe Karten 1
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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Datum Heim Ergebnis Gast