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1. FC Union Berlin vs Eintracht Frankfurt

Bundesliga, 9. Spieltag

1. FC Union vs Frankfurt

Bundesliga, 9. Spieltag

Sa., 28. November 2020, 15:30 Uhr
An der Alten Försterei
3 : 3
SR: Tobias Reichel

Union und Frankfurt trennen sich 3:3

Spielbericht

Der 1. FC Union Berlin trennt sich mit 3:3-Unentschieden von Eintracht Frankfurt und bleibt damit im achten Spiel in Folge ungeschlagen. Im Duell mit den Hessen erwischt das Team von Urs Fischer einen guten Start und geht bereits nach zwei Minuten durch Robert Andrich in Führung. Nur vier Minuten später erhöht Max Kruse per Strafstoß auf 2:0. Frankfurt schlägt noch in der ersten Halbzeit zurück. Silva erzielt dabei beide Treffer zum 2:2 Halbzeitstand. Im zweiten Durchgang verläuft das Spiel genau andersrum: Bas Dost bringt die Eintracht in der 79. Minute in Führung. Für Union gelingt Max Kruse der sehenswerte Ausgleich in der 82. Minute zum 3:3-Endstand.  
 
1. FC Union Berlin: Luthe – Trimmel, Friedrich, Knoche, Lenz –Prömel (84. Griesbeck), Andrich – Becker (73. Gogia), Kruse, Ingvartsen (84. Bülter)– Awoniyi
 
SG Eintracht Frankfurt: Trapp – Abraham, Hinteregger, Ndicka – Durm (78. Da Silva), Ilsanker, Kamada, Sow (87. Rode), Kostic – Dost, Silva
 
Schiedsrichter: Tobias Reichel, Christian Dietz, Arno Blos, Thorben Siewer

Tore: 1:0 Andrich (2.), 2:0 Kruse (6.), 2:1 Silva (27.), 2:2 Silva (37.), 2:3 Dost (79.), 3:3 Kruse (82.)
 
Im Vergleich zum 2:1-Erfolg beim 1. FC Köln am vergangenen Wochenende veränderte Union-Trainer Urs Fischer seine Startelf im Duell mit der SG Eintracht Frankfurt lediglich auf einer Position. Für Sebastian Griesbeck rückte Grischa Prömel in die Anfangsformation.
 
Auf dem Rasen erwischten die Hausherren einen Auftakt nach Maß. Nach einem guten Spielzug über die linke Angriffsseite brachte Marcus Ingvartsen eine flache Flanke scharf vor das Tor der Eintracht, Kevin Trapp ließ die Kugel abprallen und Robert Andrich besorgte aus spitzem Winkel die frühe Führung für den 1. FC Union Berlin (2.). Ehe sich die Gäste aus Hessen vom Gegentreffer erholen konnten, legten die Köpenicker nach. Wieder setzte sich Union über die linke Seite durch, im Strafraum foulte Martin Hinteregger Taiwo Awoniyi. Schiedsrichter Tobias Reichel zögerte in seinem ersten Bundesligaspiel nicht und entschied folgerichtig auf Strafstoß für die Eisernen. Max Kruse übernahm erneut die Verantwortung und erhöhte trocken vom Punkt auf 2:0 (6.). Frankfurt kam nun etwas besser ins Spiel, fand gegen die gut organisierte Union-Defensive jedoch zunächst keine Möglichkeit zum Abschluss. Auf der anderen Seite spielten die Eisernen weiter munter nach vorne und hatten gute Möglichkeiten, den Spielstand zu erhöhen. Bedient von Sheraldo Becker prüfte Awoniyi Trapp, beim Versuch in die kurze Ecke behielt der Schlussmann der SGE diesmal jedoch die Oberhand (11.). Vier Minuten später zeigte sich Union erneut gefährlich. Eine kurz ausgeführte Eckballvariante beförderte Kapitän Christopher Trimmel zu Kruse, Trapp lies dessen Abschluss nur abklatschen. Auch gegen den nachsetzenden Awoniyi behielt der Torhüter im letzten Moment die Oberhand (15.). Die Eintracht stabilisierte sich anschließend und belohnte sich mit der ersten eigenen Möglichkeit mit dem Anschlusstreffer (27.) Nach einem Ballverlust im Mittelfeld spielte Daichi Kamada Andre Silva mit einem geschickten Pass hinter die Kette frei, aus spitzem Winkel schob der Außenspieler die Kugel vorbei an Andreas Luthe in die Maschen. Das Spiel gestaltete sich nun offen, Frankfurt übernahm die Kontrolle und erarbeitete sich immer wieder Standardsituationen. Dieses Mittel zeigte Wirkung. Mit einem angeschnittenen Freistoß bediente Kostic André Silva, der die Kugel per Kopf zum Ausgleich in der langen Ecke unterbrachte (37.). Vor der Pause zeigte sich Union wieder aktiver und versuchte offensiv Akzente zu setzen. Einen Kopfballversuch von Marvin Friedrich parierte Kevin Trapp, einen Schlenzer von der Strafraumkante setzte Robert Andrich knapp einen Meter zu hoch an (44.). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit fasste sich Becker noch einmal aus gut 20 Metern ein Herz und schloss wuchtig ab, die Kugel zischte jedoch über die Querlatte hinweg.
 
Ohne personelle Veränderungen kehrten beide Teams aus den Kabinen zurück, auf dem Rasen waren es die Hausherren, die sich die erste Chance des 2. Durchgangs erarbeiteten. Mit einem guten Diagonalball schickte Max Kruse Sheraldo Becker auf der rechten Seite in Richtung Grundlinie, die Hereingabe des Niederländers konnte von den Frankfurtern jedoch im letzten Moment zur Ecke abgewehrt werden (48.). Beim anschließenden Eckstoß kam Innenverteidiger Robin Knoche zwar an den Ball, beförderte das Leder per Fuß jedoch über die Latte ins Aus (49.). Christopher Trimmel prüfte Trapp mit einem tückisch abgefälschten Schuss von der Strafraumkante, doch auch diesmal behielt der Schlussmann die Oberhand (51.). Nur eine Zeigerumdrehung später sorgte auch Frankfurt wieder für Gefahr. Filip Kostic setzte Bas Dost per Flanke in Szene, mit den Fingerspitzen lenkte Andreas Luthe den Kopfball des Niederländers jedoch über das Tor (52.). Beide Teams lieferten sich nun ein Duell auf Augenhöhe, Union ließ dabei jedoch die Präzision im letzten Drittel vermissen. Gut 20 Minuten vor dem Ende tauchte erneut Doppeltorschütze Silva im Strafraum der Köpenicker auf, diesmal verfehlte der Abschluss des Spaniers jedoch knapp den langen Pfosten (68.). Mit Akaki Gogia brachte Urs Fischer in der 73. Spielminute einen frischen Mann für die Offensive ins Spiel, Sheraldo Becker verließ dafür den Rasen. Eine Viertelstunde vor Schluss prüfte erneut der umtriebige Silva Andreas Luthe, mit einer guten Flugparade entschärfte der Schlussmann die Situation jedoch gekonnt. Wenig später musste der Union-Keeper dann doch hinter sich greifen. Nach einem Konter bediente Kamada den mitgelaufenen Bas Dost, der die erstmalige Führung der Hessen besorgte (79.). Doch Union zeigte sich keineswegs geschockt, sondern antwortete umgehend mit dem Ausgleichstreffer. Nach Vorlage von Trimmel hämmerte Kruse den Ball von der Strafraumkante humorlos in den rechten oberen Winkel des Tors von Kevin Trapp (82.). In den folgenden 11 Minuten inklusive der dreiminütigen Nachspielzeit gaben sich beide Mannschaften nicht mit einem Punkt zufrieden, sondern drängten auf eine Entscheidung. Diese sollte jedoch nicht mehr fallen, sodass am Ende eines guten Bundesliga-Spiels mit drei Toren auf beiden Seiten eine gerechte Punkteteilung stand.
 
„Ich glaube, am Schluss sind wir zufrieden mit dem Punkt. Nach der 2:0-Führung hatten wir die Möglichkeit auf das dritte Tor, wurden dann aber eher passiv. Man hat dann auch gesehen, welche Qualität Frankfurt besitzt, da haben wir uns sehr schwer getan und konsequenterweise auch den Ausgleichstreffer bekommen. Die zweite Hälfte war für mich ausgeglichen, beide Mannschaften hatten ihre Möglichkeiten. Wenn man dann kurz vor dem Schluss das 2:3 bekommt und noch den Ausgleich erzielt, dann muss man am Ende mit dem Punkt zufrieden sein“, so Urs Fischer nach dem Spiel.
 
Am kommenden Wochenende eröffnet der 1. FC Union Berlin mit dem Stadtduell bei Hertha BSC den 10. Spieltag der Bundesliga am Freitagabend. Der Anpfiff im Olympiastadion erfolgt am 04.12.2020 um 20:30 Uhr.

Eintracht Frankfurt zu Gast an der Alten Försterei

Vorbericht

Am Sonnabend, dem 28.11.2020, empfängt der 1. FC Union Berlin am 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga die SG Eintracht Frankfurt. Der Anpfiff erfolgt um 15:30 Uhr im Stadion An der Alten Försterei.  

Rückblick auf den vergangenen Bundesliga-Spieltag 

Im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln musste Union-Trainer Urs Fischer auf drei Positionen verletzungsbedingt umstellen. Für Christian Gentner, Keita Endo und Joel Pohjanpalo kamen Sebastian Griesbeck, Marcus Ingvartsen und Taiwo Awoniyi von Beginn an zum Einsatz. In einer ausgeglichenen Anfangsphase erspielten sich die Köpenicker bereits in der neunten Spielminute die erste gute Gelegenheit: Marvin Friedrich bediente Marcus Ingvartsen, der im Eins-gegen-Eins an Effzeh-Schlussmann Timo Horn scheiterte. Auf der Gegenseite setzte Ex-Unioner Sebastian Andersson nach einer Ecke das erste Ausrufezeichen für die Hausherren. Der Abschluss per Kopf landete jedoch neben dem Kasten von Union-Keeper Andreas Luthe. In einer guten Phase der Domstädter war es erneut Vizekapitän Friedrich, der mit einem langen Ball Ingvartsen mit dem Rücken zum Tor bediente. Der Däne verlängerte die Flanke per Kopf auf Taiwo Awoniyi, der den Ball gekonnt ins Tor (27.) der Kölner schob. Die Antwort der Kölner ließ nicht lange auf sich warten. In der 36. Spielminute erzielte Ellyes Skhiri aus kurzer Distanz nach einem Freistoß den Ausgleich per Kopf. In Durchgang Zwei waren es wieder die Eisernen, die besser in die Partie fanden und sich gute Möglichkeiten erspielten. In der 72. Spielminute entschied Schiedsrichter Tobias Stieler nach einem Foul von Salih Özcan auf Elfmeter für die Köpenicker. Max Kruse gelang es im Nachschuss, den Kölner Keeper zur 2:1-Führung zu überwinden. In den Schlussminuten des Spiels waren es noch einmal die Hausherren, die den Druck erhöhten. Mit dem Schlusspfiff (90+4) ließ Elvis Rexhbecaj das Team von Urs Fischer noch einmal zittern. Der Freistoß aus spitzem Winkel klatsche gegen den langen Pfosten. So endete die Partie für die Köpenicker mit einem 2:1-Auswärtssieg. 

Eintracht Frankfurt empfing am 8. Bundesliga-Spieltag die Mannschaft von RasenBallsport Leipzig. Das Team von Julian Nagelsmann kam von Beginn an seiner Favoritenrolle nach und dominierte das Spiel mit viel Ballbesitz. Nach vier sieglosen Spielen in Folge setzte die Eintracht-Elf von Trainer Adi Hütter immer wieder Nadelstiche nach vorn und nutzte eine Nachlässigkeit der RB-Abwehr kurz vor dem Pausenpfiff zum 1:0. Der lange Ball (43.) von Evan N’Dicka fand Aymane Barkok, der den Ball souverän verwandelte. Beflügelt vom Führungstreffer kam die Eintracht nach dem Seitenwechsel zurück in die Partie. Filip Kostić setzte gleich zwei Zeigerumdrehungen nach dem Wiederanpfiff das erste Ausrufezeichen. Den wuchtigen Schuss des 28-Jährigen wehrte RB-Schlussmann Péter Gulácsi an den linken Pfosten ab. Im weiteren Verlauf der Partie waren es nun die Leipziger, die die Unaufmerksamkeit der Hausherren ausnutzten. José Tasende fand mit seiner Flanke den eingewechselten Yussuf Poulsen, der den Ball unter die Latte ins Tor der Frankfurter beförderte. Bis zum Schlusspfiff der Partie versuchte es die SGE immer wieder, mit Konterspiel den Heimsieg einzufahren. Am Ende des Tages beendete der Unparteiische Sören Storks die Partie mit 1:1-Unentschieden. 

Gegnercheck 

Mit Eintracht Frankfurt kommt ein Gegner ins Stadion An der Alten Försterei, auf den die Elf von Urs Fischer schon des Öfteren getroffen ist. In insgesamt neun Spielen konnten die Eisernen dabei lediglich einmal als Sieger vom Platz gehen. Aktuell belegt das Team von SGE-Trainer Adi Hütter mit elf Zählern den elften Tabellenrang. Für das Spiel gegen Union stehen Aymen Barkok und Ragnar Ache dem Frankfurt-Kader nicht zur Verfügung. 

„Es geht für uns um wichtige Punkte, um unserem Ziel näher zu kommen. Es wird aber auch eine schwierige Aufgabe. Frankfurt ist eine eingespielte Mannschaft, die eine sehr gute Mischung aus Geschwindigkeit, Routine und Körperlichkeit mitbringt. Wir müssen die richtigen Entscheidungen treffen und vieles aus den letzten Spielen übernehmen“, so Urs Fischer in der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt. 

Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner sprach im Interview mit EintrachtTV über das Auswärtsspiel in Köpenick: „Union hat bereits in der vergangenen Saison als Aufsteiger gute und stabile Leistungen gezeigt. Sie haben sich zur neuen Saison verstärkt und weiterentwickelt. Entsprechend stehen sie in der Tabelle nun mit vier Punkten mehr da als wir. Nach dem Spiel am Samstag haben wir hoffentlich nur noch einen Punkt Rückstand.“ 

Personal 

Im Spiel gegen Eintracht Frankfurt muss das Trainerteam weiterhin auf Keita Endo, Anthony Ujah, Christian Gentner, Joel Pohjanpalo und Nico Schlotterbeck verzichten. Sebastian Griesbeck und Marius Bülter konnten das heutige Mannschaftstraining vollständig absolvieren und sind für den Kader am Sonnabend eine Option. Auch bei Florian Hübner gibt es Grund zur Hoffnung für Sonnabend. 

Informationen zum Spiel  

Die Partie wird live auf Sky übertragen. Wie gewohnt informiert Union auch über den vereinseigenen Live-Ticker über das Spielgeschehen. In der Union-App ist der Live-Ticker am Spieltag ab 60 Minuten vor Anpfiff direkt auf der Startseite zu finden. Die offizielle Union-App ist im Google Play Store und im App Store von Apple kostenlos erhältlich.  
  
Zudem bietet Union die Möglichkeit, den Audiokommentar vom Spiel live auf AFTV zu verfolgen. 

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SpielStatistiken

1. FC Union Berlin vs Eintracht Frankfurt

44 % Ballbesitz 56 %
71 % Passquote 78 %
45 % Zweikampfquote 55 %
15 Torschüsse 12
14 Flanken 15
4 Abseitsstellungen 1
2 Gelbe Karten 3
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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