Das Testspiel gegen den FCC:
Union hat 0:2 gegen Jena verloren
Die Männer vom 1. FC Union Berlin haben am Sonntag gegen den FC Carl Zeiss Jena verloren. Das Spiel endete 0:2. Jena hat einen Fehler von Union in der ersten Halbzeit genutzt. Sie haben in der 12. Minute das erste Tor geschossen. Nach der Pause hat Union gut gespielt und hatte viele Chancen. Aber sieben Minuten vor dem Ende hat Jena das zweite Tor gemacht. Das war in der 83. Minute. Damit war das Spiel entschieden.
1. FC Union Berlin: Raab (46. Klaus) – Juranović (46. Trimmel), Ogbemudia (46. Querfeld), M. Friedrich (46. Van den Bosch), Rothe (46. Köhn) – Ansah (46. Güther), Schäfer (46. Haberer), Kemlein (46. Sliskovic), Burcu (46. Blaszczak) – Burke (46. J. Friedrich), Ilić (46. Etobe)
FC Carl Zeiss Jena: Liesegang (60. Härting) – Butzen (84. Kratzenberg), Hessel (90. Krämer), Reddemann, Talabidi (84. Schoima) – Munser (46. Lankford), Ajvazi, Fritz (60. Hoppe), Burmeister (71. Teuber) – Löder (71. Walter), Wollschläger (46. Eshele)
Zuschauer: 7.015
Tore: 1:0 Löder (12.), 2:0 Lankford (83.)
Burke hat gute Chancen, Jena ist mutig und führt
Es waren keine drei Minuten gespielt. Oliver Burke hatte die erste gute Chance für die Eisernen. Der schottische Stürmer bekam den Ball am Elfmeterpunkt. Er wurde beim Schuss aber gestört. Der Torwart Marius Liesegang vom FCC konnte den Ball mit dem Fuß abwehren. Kurz darauf erzielten die Gäste aus Thüringen ein Tor. Nach einem Fehler im Berliner Spiel gewann Jena den Ball an der Strafraumgrenze. Elias Löder nutzte die Chance und erzielte das 1:0 für den FC Carl Zeiss (12.).
Union wollte schnell antworten, hatte es aber schwer gegen das mutige Regionalligateam. Die Mannschaft von Marco Grote setzte immer wieder gute Angriffe. Luca Wollschläger dribbelte durch viele Spieler von Union. Oluwaseun Ogbemudia konnte den Angriff im letzten Moment stoppen (33.). Auch die Gäste blieben gefährlich: Nach einem schönen Pass von Livan Burcu kam Burke an den Ball und schoss auf das Tor. Aber Liesegang war wieder da und verhinderte das Tor (39.). So ging Union mit einem knappen 0:1-Rückstand in die Halbzeitpause.
Union macht mehr Druck, Jena reagiert darauf
In der zweiten Halbzeit spielte eine neue Mannschaft. Sie brachte mehr Schwung ins Spiel. Union hatte mehr Tempo und übernahm die Kontrolle. Linus Güther, der 16 Jahre alt ist, hatte die erste Chance, aber sein Schuss war nicht genau genug (49.). Einige Minuten später gab es die nächste Chance. Nach einer Ecke stand Julien Friedrich am zweiten Pfosten und schoss, aber der Ball ging knapp über das Tor (55.). Zwei Minuten später versuchte er es erneut mit einem starken Schuss aus einem engen Winkel. Der Torwart von Jena parierte gut.
Union drängte in den letzten Minuten oft nach vorne, fand aber keinen Weg zurück ins Spiel. In der 82. Minute gab es eine Möglichkeit zum Ausgleich nach einer Ecke. Der Ball flog durch den Strafraum, aber Julien Friedrich und Leopold Querfeld konnten ihn nicht gut kontrollieren. Die Abwehr von FCC klärte die Situation. Statt eines möglichen 1:1 gab es wenig später einen Rückschlag. Jena gewann den Ball schnell und Kevin Lankford lief alleine los. Mit einem genauen Schuss aus dem halbrechten Winkel traf er ins Tor und machte das 0:2 für Jena (83.). In den letzten Minuten verletzte sich ein Jena-Spieler, Maxim Hessel, und musste raus. Bis zum Schlusspfiff versuchte Union, noch ein Tor zu schießen, verlor aber schließlich 0:2 gegen den FC Carl Zeiss Jena.
Meinungen nach dem Spiel
„Ich glaube, man sieht, dass wir noch nicht so stark sind wie unsere letzten beiden Gegner. Wir verlieren einige zweite Bälle. Auch unser hohes Pressing klappt noch nicht immer so, wie wir wollen. Im zweiten Durchgang haben wir es besser gemacht. Es gibt aber noch viel zu verbessern und wir fangen ja gerade erst an. Außerdem hoffe ich, dass die Verletzung beim Gegner nicht schlimm ist und wünsche schnelle Genesung“, sagte Christopher Trimmel nach dem Spiel.
„Wir sind in der zweiten Woche der Vorbereitung. Wir haben schon vier Testspiele gespielt. Bei der Hitze war die Konzentration nicht immer gut. Das ist normal. Wir arbeiten erst zwei Wochen mit Mauro. Wir müssen uns noch aneinander gewöhnen. Das geht nicht von heute auf morgen. Ich glaube, dass wir das Spiel gut analysieren. Wir ziehen die richtigen Schlüsse und verbessern uns Schritt für Schritt“, sagt Matheo Raab am Mikrofon.
„Nach diesen zwei Wochen habe ich gelernt, dass wir mehr Spiele als Training hatten. Die Belastung ist aktuell sehr hoch. In so einer Phase kann es sein, dass wir unser Spiel nicht immer so zeigen, wie wir es wollen. Trotzdem hatten wir heute genug Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Das soll man nicht vergessen“, sagte Unions Cheftrainer Mauro Lustrinelli nach dem Spiel.
Was kommt in den nächsten Tagen?
Am Freitag reist die Mannschaft von Union in die Schweiz. Dort spielt sie Testspiele gegen den FC Winterthur und den FC Aarau. Davor gibt es für die Fans ein öffentliches Training. Das ist am Dienstag, dem 14. Juli 2026 um 11 Uhr. Die Fans können das Team von Trainer Mauro Lustrinelli sehen.