Niederlage mit drei Toren:
Die Frauen von Union verlieren in Köln mit 0:3
Die Frauenmannschaft vom 1. FC Union Berlin hat am vierten Spieltag verloren. Sie spielten gegen den 1. FC Köln und verloren 0:3. Die Union-Spielerinnen haben noch keine Punkte in dieser Saison. Ein Eigentor von Nadine Böhi macht es den Kölnerinnen leicht. Sie führen früh mit 1:0 (19. Minute). Nach der Halbzeit spielen die Kölnerinnen besser. Pauline Bremer macht das 2:0 mit einem Kopfball (50. Minute). Lydia Andrade schießt das 3:0 für Köln (83. Minute).
1. FC Union Berlin: Böhi - Janssens (86. Heiseler), Tysiak, Steuerwald, Steinert (56. Pujols) – Gräwe (32. Bauereisen), Hausicke, Kamber – Campbell, Weidauer (56. Egli), Reissner (56. Weiß)
1. FC Köln: Schmitz – Leimenstoll (46. Bohnen), Sterner, Vogt, Gerhard – Nachtigall (58. Donhauser), Elsen, Feiersinger, Jessen – Bremer (70. Andrade), Ziemer (85. Zeller)
Personal: Die Trainerin von Union Berlin, Marie-Louise Eta, änderte zwei Spieler: Sophie Weidauer spielte statt Lisa Heiseler. Amber Tysiak spielte wieder, weil Tomke Schneider nicht spielen konnte.
Zuschauer: 2.000
Tore: 1:0 Böhi (Eigentor/19.), 2:0 Bremer (50.), 3:0 Andrade (83.)
Spiel ist ausgeglichen - Fehler bringt Rückstand
Das Spiel begann sehr schnell und intensiv. Die Gastgeberinnen und die Unionerinnen drückten gleich am Anfang. Beide Teams versuchten, den Ball schnell zu spielen (5.). Die erste Chance für Köln wurde von der Union-Defensive gut verteidigt, mit Amber Tysiak und Samantha Steuerwald (6.). Danach war das Spiel ausgeglichen. Es gab viele intensive Zweikämpfe (14.), aber kaum Torchancen. Nach 18 Minuten machten die Gastgeberinnen mehr Druck. Zuerst verhinderte eine Abseitsposition ein Tor für Union. Dann verhinderte der Pfosten den Rückstand. Wenig später erzielten die Kölnerinnen aber ein Tor: Nach einem Fehler in der Abwehr von Union entstand Chaos im Strafraum. Die Gastgeberinnen erzielten das 1:0 (19.).
Nur wenige Minuten später hatte Union die Chance zum Ausgleich: Jill Janssens flankte den Ball zu Lia Kamber. Ihr Kopfball war aber zu ungenau und ging am Tor vorbei (25.). Danach übernahm Union mehr Kontrolle und spielte den Ball sicher. Köln reagierte schnell: Nach einem schnellen Angriff hatten die Gastgeberinnen eine Chance im Strafraum, aber Lina Hausicke klärte zur Ecke (33.).
Aus der Ecke entstand dann eine Konterchance für Union. Janssens sprintete schnell über das Feld und wollte vor dem Tor selbst schießen. Doch die Torhüterin von Köln, Lisa Schmitz, hielt den Schuss gut (34.). In den letzten Minuten der ersten Halbzeit blieb das Spiel intensiv, aber es gab keine weiteren Tore. So ging es mit 1:0 für die Gastgeberinnen in die Pause.
Union hat nach der Halbzeit Schwierigkeiten. Aber sie kämpfen bis zum Ende.
Nach der Pause starteten die Gastgeberinnen besser. Ein Eckstoß von den Kölnerinnen wurde zuerst geklärt. Doch die Gefahr blieb. Pauline Bremer war schnell und köpfte den Ball, den Nadine Böhi gehalten hatte, zum 2:0 ins Netz (50.). Die Kölnerinnen waren danach aktiver. Sie hatten in wenigen Minuten zwei weitere Chancen, verschenkten diese aber (53.).
Das Trainerteam von Union reagierte und wechselte drei Spielerinnen (56.). Die neuen Spielerinnen brachten frischen Wind ins Spiel. Die größte Chance für die Berlinerinnen kam von Neuzugang Judit Pujols. Sie kämpfte im Strafraum und passte den Ball zu Nele Bauereisen. Ihr Schuss schien ins Tor zu gehen, wurde aber in letzter Sekunde von einer Kölner Abwehrspielerin geblockt (60.). Die Unionerinnen gaben nicht auf und Lia Kamber hatte die nächste Chance. Sie schoss aus der zweiten Reihe, aber die Kölner Torhüterin Schmitz hielt den Ball gut (62.).
In der 83. Minute machten die Kölnerinnen das entscheidende Tor: Ein langer Ball aus dem Mittelfeld sah harmlos aus. Doch Lydia Andrade reagierte schnell und lief im richtigen Moment los. Allein vor dem Tor blieb sie ruhig und machte das 3:0. Beide Teams kämpften bis zum Schluss, aber es fielen keine weiteren Tore. Das Spiel endete 0:3 für die Unionerinnen.
Meinungen nach dem Spiel
„Einen Punkt aus vier Spielen ist nicht gut. Das ist nicht der Start, den wir wollten. Wir waren am Ende unklar. Wir müssen daran arbeiten. Wir müssen unsere Chancen besser nutzen. Positiv ist, dass wir viel Energie und Kampfgeist haben. Wir haben bis zum Schluss gekämpft“, sagte Naika Reissner nach dem Spiel.
„Wir haben nach dem vierten Spieltag noch keine Punkte. Das war nicht so geplant. Wir wollten besser in die Saison starten. Wir wussten, dass Köln ein starker Gegner ist und hart spielt. Das haben wir leider nicht gut gemacht. Wir sind unglücklich in Rückstand geraten. Danach haben wir es nicht geschafft, mit dem Ball, den wir hatten, Tore zu schießen. Das nehmen wir mit: Wir hatten viel Ballbesitz. Jetzt müssen wir den Ball ins Tor bringen“, sagt Anna Weiß nach dem Spiel.
„Nach dem Spiel heute sind wir nicht glücklich. Wir hatten uns das anders gedacht. Am Anfang sind wir gut ins Spiel gestartet. Aber im Laufe des Spiels haben wir in vielen Dingen nicht genug gemacht. Dann lagen wir hinten und hatten Probleme, mit Rückschlägen umzugehen. Daran müssen wir arbeiten. Auch im Angriff sind wir nicht konsequent genug. In vielen Bereichen müssen wir in der nächsten Woche arbeiten. Dann wollen wir gegen RB Leipzig besser spielen“, sagte Trainerin Marie-Louise Eta nach dem Spiel in Köln.
Blick auf die nächsten Tage
Am Sonntag ruht sich die Mannschaft aus. Sie hat viel trainiert und Spiele gehabt. Jetzt müssen sie Kräfte sammeln. Am Montag beginnt das Team wieder mit neuer Energie. Sie bereiten sich auf die nächste Aufgabe vor. Es geht um die Heimspielwoche. Am Sonntag, dem 20.09.2026, spielen die Unionerinnen um 18:30 Uhr gegen RB Leipzig im Stadion An der Alten Försterei. Tickets für das Spiel gibt es online.