Acht Tore:
Union spielt Unentschieden in Hamburg
Die Frauenmannschaft von 1. FC Union Berlin hat am 8. Spieltag in der Bundesliga 4:4 gegen den Hamburger SV gespielt. Die Hamburgerinnen machen in den ersten 15 Minuten 2 Tore (10. und 15. Minute). Lia Kamber bringt Union Berlin kurz vor der Halbzeit auf 1:2 (45+2. Minute). Nach der Halbzeit gibt es einen Elfmeter für Hamburg. Hamburg macht das Tor und führt wieder (49. Minute). Dann machen Nele Bauereisen (50. Minute) und Jill Janssens (67. Minute) zwei Tore für Union. Jetzt steht es 3:3. Ein weiterer Elfmeter bringt Hamburg wieder in Führung (72. Minute). In der Schlussphase macht Dina Orschmann das letzte Tor (85. Minute) und es steht 4:4.
1. FC Union Berlin: Böhi – Schneider (72. Veit), Tysiak, Steuerwald, Pujols – Janssens, Hausicke, Kamber (61. Gräwe), Reissner (61. Egli) – Bauereisen, Weidauer (72. Orschmann)
Hamburger SV: Szemik – Eggert, Mirzaliyeva, Böhler, Dönges (73. Wrede) – Linberg (90.+3 Klinck), Machtens, Stoldt, Bartz (84. Räcke) – Brunnthaler, Morich
Personal: Es gab eine Änderung im Team: Sophie Weidauer spielte statt Eileen Campbell.
Zuschauer: 3.836
Tore: 1:0 Stoldt (10.), 2:0 Linberg (15.), 2:1 Kamber (45.+2), 3:1 Stoldt (49., Foulelfmeter), 3:2 Bauereisen (50.), 3:3 Janssens (67.), 4:3 Stoldt (72., Foulelfmeter), 4:4 Orschmann (85.)
Der HSV führt früh im Spiel – Kamber macht ein Tor vor der Pause
Die Unionerinnen starteten gut in das Spiel. Nach wenigen Minuten hatten sie die erste Chance. Jill Janssens eroberte den Ball rechts. Sie spielte zu Nele Bauereisen. Deren Schuss traf den rechten Pfosten (4.).
Trotz des guten Starts lagen die Köpenickerinnen früh zurück. Mit ihrem ersten Angriff kamen die Gastgeberinnen vor das Union-Tor. Svea Stoldt schoss zentral, der Ball wurde unglücklich von Steuerwald abgelenkt. Der Ball ging unhaltbar über Nadine Böhi ins Tor. Es stand 1:0 für die Gastgeberinnen (10.).
Die Eisernen reagierten sofort. Sie hätten kurz danach ausgleichen können. Bauereisen war frei vor der Torhüterin Szemik, verlor aber im Eins-gegen-eins (13.). Statt eines Ausgleichs gab es den nächsten Rückschlag: Camilla Linberg schoss einen schönen Freistoß über die Mauer ins rechte obere Eck. Es stand 2:0 für die Hanseatinnen (15.).
Danach kontrollierten die Berlinerinnen das Spiel. Ein Doppelpass zwischen Steuerwald und Reissner endete mit einem Foul vor dem Strafraum (30.). Kurz danach spielte Kamber einen langen Pass zu Janssens. Ihr Schuss wurde in letzter Sekunde geblockt (35.). Auch der HSV blieb gefährlich. Nach einem Fehlpass in der Berliner Abwehr traf Paulina Bartz das Tor knapp vorbei (37.). Wenig später traf sie nur das Außennetz (40.).
Nach einem starken Konter spielten Reissner und Bauereisen einen Doppelpass durch die HSV-Abwehr. Reissner kam frei zum Schuss, aber Szemik hielt stark (44.). In der Nachspielzeit trafen die Eisernen doch noch: Nach einer Hereingabe von Reissner bekam Lia Kamber den Ball. Sie schoss entschlossen und traf zum 1:2-Anschlusstreffer (45.+2). So ging es in die Kabinen.
Fünf Tore nach der Halbzeit – Union kämpft immer wieder
Der zweite Durchgang begann schlecht für die Köpenickerinnen. Ein umstrittener Strafstoß wurde gegeben. Stoldt schoss und machte das 3:1 für Hamburg (49.). Die Antwort der Unionerinnen kam schnell: Nur eine Minute später brachte Pujols den Ball von links in den Strafraum. Bauereisen köpfte und verkürzte auf 2:3 (50.). Union spielte dann aktiv, während der HSV auf Konter wartete. Weidauer vergab eine große Chance. Sie schoss nach einem langen Ball von Pujols, aber Szemik hielt den Ball (53.).
Der Ausgleich kam wenig später durch einen schönen Angriff: Nach einem Pass von Bauereisen schoss Janssens den Ball flach zum 3:3 ins Netz (67.). Die Freude hielt aber nicht lange. Die Schiedsrichterin gab erneut einen Strafstoß für Hamburg. Stoldt schoss und machte ihr drittes Tor zum 4:3 (72.).
Die Unionerinnen gaben nicht auf und wollten den Ausgleich. Mehrere Schüsse wurden zuerst blockiert oder gingen nicht durch die Hamburger Abwehr. Fünf Minuten vor dem Ende wurden sie belohnt. Wieder brachte Pujols eine präzise Flanke in den Strafraum. Diesmal köpfte die eingewechselte Orschmann zum 4:4-Ausgleich (85.). Die Unionerinnen nahmen nach einem aufregenden Spiel wenigstens einen Punkt aus Hamburg mit.
Stimmen nach dem Spiel
„Wir haben das Spiel lange bestimmt. Wir hätten das Spiel gewinnen sollen. Hamburg hat gut kontern können. Sie haben zwei Elfmeter bekommen. Das kann passieren. Wir haben immer wieder kämpfen können. Wir haben unseren Charakter gezeigt und den Punkt hart gearbeitet. Wir nehmen die guten Dinge mit für das Pokalspiel in der nächsten Woche.“, sagte Nele Bauereisen.
*Das Zitat wurden aus dem Original in Leichte Sprache übersetzt
Die Torschützin des 4:4, Dina Orschmann, sagt über das Spiel: „Es war ein sehr wildes Spiel. Wir lagen oft hinten. Das hat sich komisch angefühlt. Ich bin stolz auf uns. Wir sind immer wieder zurückgekommen. So ein Spiel ist gut für die Saison. Diese Einstellung nehmen wir mit ins nächste Spiel gegen den HSV.“
*Das Zitat wurden aus dem Original in Leichte Sprache übersetzt
„Ich denke gemischt über die Begegnung. Wir haben mehr als 90 Minuten ein gutes Spiel gemacht und ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir hatten immer wieder Probleme, aber wir haben uns immer wieder aufgerafft. Das ist nicht einfach. Es lief viel gegen uns, aber wir haben uns nicht davon abbringen lassen. Am Ende haben wir einen Punkt gewonnen“, sagt die Trainerin Marie-Lousie Eta über ihr Team.
*Das Zitat wurden aus dem Original in Leichte Sprache übersetzt
Blick auf die nächsten Tage
Die Unionerinnen haben wenig Zeit zum Ausruhen. Sie haben eine große Trainingswoche. Am Mittwoch, dem 28.11., gibt es ein öffentliches Training. Das Training ist um 14 Uhr im Trainingszentrum Oberspree. Der Fokus liegt auf dem nächsten Spiel am Samstag. Dort spielen sie gegen den Hamburger SV. Im Achtelfinale vom DFB-Pokal kämpfen die Teams um den Einzug in die letzten Acht.