Unentschieden unter Lichtern:
Später Ausgleich bringt einen Punkt gegen Frankfurt
Die Männer-Mannschaft vom 1. FC Union Berlin spielt am Freitagabend gegen die SG Eintracht Frankfurt. Es endet 1:1. Nathaniel Brown macht in der 84. Minute das 1:0 für Frankfurt. Oscar Höjlund bekommt eine Gelb-Rote Karte. Danach gibt es einen Elfmeter für Union Berlin. Leopold Querfeld trifft den Elfmeter und macht das 1:1 in der 87. Minute.
1. FC Union Berlin: Rönnow – Trimmel, Doekhi, Querfeld, Nsoki, Köhn – Schäfer (78. Schäfer), Khedira, Kemlein (88. Král) – Jeong (71. Burcu), Ansah (71. Ilić)
SG Eintracht Frankfurt: Santos – Kristensen, Koch, Theate (90.+3 Amenda), Brown – Götze (82. Dahoud), Höljund, Larsson – Dōan (82. Amaimouni), Kalimuendo, ChaÏbi (67. Bahoya)
Personal: Unions Trainer Steffen Baumgart hat vier Spieler gewechselt. Janik Haberer, Diogo Leite, Oliver Burke und Andrej Ilić spielen nicht. Kapitän Christopher Trimmel, Derrick Köhn, András Schäfer und Ilyas Ansah spielen jetzt.
Zuschauer: 22.012
Tore: 0:1 Brown (84.), 1:1 Querfeld (Strafstoß/87.)
Erste Halbzeit hatte wenig Chancen
Die Fans vom 1. FC Union Berlin feierten das 60. Jubiläum des Vereins zu Beginn des Spiels am Freitagabend. Sie zeigten ihre Freude mit einer tollen Choreografie. Diese Unterstützung merkte man auch auf dem Platz: Die Spieler von Union waren von Anfang an sehr konzentriert. Nach einer kurzen Pause wegen des Nebels hatte Union in der 20. Minute die erste gute Chance. Aljoscha Kemlein gewann den Ball, passte zu Wooyeong Jeong und bekam den Ball zurück. Sein Schuss wurde aber abgeblockt.
Die Hessen mit ihrem neuen Trainer Albert Riera suchten nach Lücken in der Abwehr von Berlin. In der 32. Minute hatte Nathaniel Brown etwas Platz für eine Flanke auf Christopher Trimmel, aber Danilho Doekhi war da und klärte den Ball. Auch die Köpenicker versuchten es mit Flanken, doch der Torwart Kauã Santos von SGE konnte die meisten abfangen (38.).
Vier Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit klärte Robin Koch, der Abwehrchef von Frankfurt, eine Ecke von Trimmel nicht gut. Kemlein schoss dann mutig direkt, aber Santos lenkte den Ball mit einer Hand über die Latte. Nach sieben Minuten Nachspielzeit pfiff der Schiedsrichter zur Pause. Der Stand war 0:0.
Querfeld schießt den Elfmeter und macht das Tor
Nach dem Seitenwechsel hatte Unions András Schäfer die erste Chance. Sein Schuss ging aber hoch über das Tor der Frankfurter (52.). Kurz danach hatte auch die Eintracht eine gute Möglichkeit: Oscar Højlund wollte seinen Mitspieler Frederik Rönnow im Tor überlupfen, traf aber das Tor nicht (56.).
Nach etwa zwanzig Minuten im zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber mehr Ballbesitz. Die Berliner spielten einen langen Pass und gerieten von Druck weg. Kemlein spielte zu Trimmel. Der 38-Jährige brachte den Ball in den Strafraum. Leopold Querfeld köpfte, aber der Ball ging direkt zu SGE-Keeper Santos. Zehn Minuten später traf ein Schuss von Derrick Köhn den Pfosten. Rani Khedira bekam den Ball und passte zu Livan Burcu, der den Linksverteidiger gut in Szene setzte. Doch sein Abschluss ging auch an die Latte (75%).
Kurz vor dem Ende kam nach einer Ecke von Frankfurt der Ball zu Nathaniel Brown. Er wartete nicht lange und schoss den Ball ins Netz, vorbei an Rönnow (84%). Die Unioner antworteten sofort: Højlund, der schon Gelb hatte, machte ein unüberlegtes Foul im eigenen Strafraum und bekam die zweite Gelbe Karte. Den Elfmeter verwandelte Leopold Querfeld und machte das Spiel wieder gleich (87%).
Danach spielten nur noch die Unioner, aber der ersehnte Siegtreffer blieb ihnen verwehrt.
Meinungen nach dem Spiel
„Wir nehmen den Punkt gerne mit. Es war ein schweres Spiel. Frankfurt hatte viel Ball. Sie haben viel versucht, aber wir haben gut verteidigt. In der zweiten Halbzeit waren wir besser. Das 1:0 war für uns ein bisschen unglücklich. Die Situation mit dem Elfmeter hat uns geholfen. Wir wollten danach mehr und hatten auch gute Chancen“, sagt Union-Kapitän Christopher Trimmel nach dem Spiel.
„Wir haben gegen eine gute Mannschaft gespielt. Sie haben den Ball gut gehalten. Nach ihrem Tor sind wir stark zurückgekommen. Wir haben den Ausgleich gemacht. Am Ende des Spiels waren wir stark. Wir wollten unbedingt gewinnen. Es war eine gute Leistung des Teams“, sagte Livan Burcu danach.
„Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die den Ball oft hatte. Aber wir hatten durch Joschi und Derrick schon gute Chancen, zu gewinnen. Es war kein Spiel, in dem beide Mannschaften viele Chancen hatten. Wir haben auch sehr gut verteidigt“, sagt Cheftrainer Steffen Baumgart nach dem Spiel.
Was kommt in den nächsten Tagen?
Die Männer-Mannschaft hat ein Spiel gegen den Hamburger Sportverein. Am Dienstag, dem 10.02.2026, um 11 Uhr, gibt es ein öffentliches Training. Die Mannschaft trainiert bis Freitag. Dann reist sie nach Hamburg. Das Team von Cheftrainer Steffen Baumgart trainiert ohne Zuschauer. Sie wollen sich gut auf das Spiel vorbereiten.