Ein Blick hinter die Kulissen:
Ohne Organisation funktioniert das Trainingslager nicht
Während eines Fußballspiels schauen die Zuschauer auf die elf Spielerinnen. Aber hinter der Mannschaft arbeitet ein großes Team. Dieses Team sorgt dafür, dass alles gut läuft - auf dem Platz und daneben. Heute sind drei Personen wichtig: Viktoria Tänzer, die Mannschaftsleiterin, Jan Walle, der Zeugwart, und Sofia Wünsch, die Teambetreuerin.
„Die Planung für Oliva Nova begann im August“
Im August 2025, bevor das erste Bundesliga-Spiel ist, hat Viktoria Tänzer angefangen, das Wintertrainingslager zu planen. Sie ist die Mannschaftsleiterin in dieser Saison. Sie schaut nach Hotels und Trainingplätzen. Sie bespricht alles mit dem Trainerteam. Am Ende entscheidet sie sich wieder für den Ort Oliva in Spanien. Dort gibt es gute Trainingsbedingungen.
„Wichtig bei der Wahl des Ortes sind die guten Bedingungen für das Training und ob der Preis stimmt“, sagt Tänzer.
Auch das Testspiel gegen CD Castellón musste geplant werden. Es ist für Mittwoch. „Wir arbeiten mit einer Agentur. Sie helfen uns, mögliche Gegner zu finden. Sie unterstützen uns auch bei der Organisation während der Hinrunde“, berichtet Tänzer.
Unionerinnen haben eigenen Koch
Zum ersten Mal hat die Frauenmannschaft einen Koch vom 1. FC Union Berlin. „Einen eigenen Koch dabei zu haben, ist wirklich gut. Es zeigt, dass wir professioneller werden“, sagt Tänzer. Im nächsten Tagebuch-Eintrag wird erklärt, was der Koch alles machen muss.
Was macht ein gutes Trainingslager für die Mannschaftsleiterin? Tänzer lacht: „Wenn die An- und Abreise gut klappt, ist das schon sehr wichtig.“ Auch der Zeitplan vor Ort muss genau eingehalten werden. Alles muss gut organisiert sein.
Tetris spielen – Logistische Herausforderungen
Für Zeugwart Jan Walle haben die ersten Absprachen mit dem Trainerteam und dem Management schon im Oktober und November angefangen. So kann alles rechtzeitig am Zielort sein. Es gibt viele Dinge: Trainings- und Spielkleidung, Bälle, Laptops, Drucker und medizinische Materialien. Nichts passiert zufällig, weil man nie weiß, was vor Ort passiert. Dieses Mal war es besonders schwer, weil alles in Kisten verpackt werden musste. Dieses Jahr wurde auch das Equipment mit dem Flugzeug transportiert. Es gab kleine Verzögerungen bei einigen Gepäckstücken, aber am Ende hat alles geklappt. Jetzt kann das Team sich auf das Training konzentrieren.
Ein typischer Tag im Trainingslager: Walle erklärt
Walles Tag beginnt meistens um 7 Uhr morgens im Kit-Room. Dort bereitet er die Trainingskleidung für die Spielerinnen vor. Er sorgt dafür, dass das Trainerteam und die Mannschaft alles haben, was sie brauchen. Zwischen Frühstück, Besprechungen und Platzcheck arbeitet er ständig. Er organisiert alles im Hintergrund, bereitet das Material vor und sammelt nach dem Training die Wäsche ein. Die Wäsche wird mit dem Hotel gereinigt. Nach einer kurzen Kaffeepause nach dem Mittagessen wiederholt sich das Ganze am Nachmittag: Vorbereitung, Training, Organisation. Er will immer für alle Ansprechpartner sein. Seit einigen Monaten hilft ihm Sofia Wünsch. Sie ist besonders bei häufigen Ortswechseln eine große Unterstützung. Ob Kisten transportieren oder Fragen von Spielerinnen beantworten: „Zu zweit geht vieles leichter. Als Zeugwart muss man immer bereit sein, auf alles zu reagieren“, sagt Walle.
Zitat des Tages: „Welcher Stress?” – Viktoria Tänzer lächelt und antwortet auf die Frage, was ihren Job trotz Stress besonders macht.
Die Tagebucheinträge im Überblick: