Eine Pause gemacht.
Jens Härtel hört als Trainer von der U19 auf.
Jens Härtel ist nicht mehr Trainer der U19-Junioren vom 1. FC Union Berlin. Er ist 57 Jahre alt. Er hat dem Verein gesagt, dass er als Trainer eine Pause macht. Er möchte Zeit für sich selbst haben. Er hat die Entscheidung getroffen, weil der DFB-Kontrollausschuss einen Strafantrag gegen ihn gestellt hat. Es geht um diskriminierende Aussagen beim Training. Der Ausschuss will, dass er für einige Wochen nicht als Trainer arbeiten darf.
„Ich habe Fehler gemacht. Ich habe nicht gut als Vorbild im Nachwuchsbereich gearbeitet. Dafür habe ich meine Mannschaft und das Trainerteam um Entschuldigung gebeten. Ich möchte auch dem gesamten Verein eine Entschuldigung geben. Ich wollte niemanden verletzen oder diskriminieren“, sagt Jens Härtel. „Es ist mir wichtig, über mein Verhalten nachzudenken. Ich brauche Zeit dafür und möchte Hilfe suchen. Ich danke meinem Team und den Kolleginnen und Kollegen im Nachwuchsleistungszentrum und beim 1. FC Union Berlin für die Unterstützung auf diesem Weg.“
Der 1. FC Union Berlin hat einen anonymen Brief über Diskriminierung bekommen. Daraufhin hat der Verein sofort mit Hilfe von Experten einen internen Prozess gestartet. Es war keine Gefahr für die Spieler zu erkennen. Bis heute hat sich niemand bei den Anlaufstellen gemeldet, die der Verein angeboten hat. Der Verein wird trotzdem Maßnahmen ergreifen, um diskriminierendes Verhalten zu verhindern. Das wird Teil der Trainerfortbildung beim 1. FC Union Berlin sein.
„Jens Härtel hat sich falsch verhalten. Deshalb haben wir ihn bestraft. Wir respektieren seinen Schritt. Wir haben mit ihm eine Auszeit vereinbart. Sein Verhalten in den letzten Wochen war ehrlich und er wollte die Probleme ansprechen. Das Verhältnis zur Mannschaft ist bis heute gut“, erklärt Lutz Munack, Geschäftsführer Nachwuchs- und Amateurfußball beim 1. FC Union Berlin. „Wir werden unsere Spieler weiter unterstützen und sie ermutigen, sich zu melden, wenn sie schlecht behandelt werden. Unsere Mitarbeiter werden wir gut schulen, um Fehlverhalten zu vermeiden.“