Erster Heimsieg in 2026:

Unionerinnen schlagen den 1. FC Köln mit 2:1

Zum Auftakt des 19. Spieltags der Google Pixel Frauen-Bundesliga fährt die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin den ersten Sieg im Stadion An der Alten Försterei im Jahr 2026 ein und setzt sich mit 2:1 gegen den 1. FC Köln durch. Dina Orschmann sorgt nach 31 Minuten für die 1:0-Halbzeitführung. Den zwischenzeitlichen Ausgleich der Kölnerinnen in der 67. Spielminute kontert Eileen Campbell in der Schlussviertelstunde mit dem Siegtreffer (78.).

Eine Spielerin in rot-weißer Fußballausrüstung jubelt nach einem Tor, während sie auf das Spielfeld zeigt.

1. FC Union Berlin: Bösl – Weiß (86. Georgieva), Tysiak, Steuerwald, Steinert (77. Heikkinen) – Pawollek, Kamber – D. Orschmann (77. Halverkamps), Heiseler (61. Weidauer), Eurlings (61. Reissner) – Campbell

1. FC Köln: Fuchs – Imping (46. Wiankowska), Agrež, Degen, Gerhardt – Vogt, Feiersinger – Zawistowska (84. Donhauser), Achcińska (46. Bremer), Stolze (46. Andrade) – Jessen

Personal: Nach dem 1:1 beim SC Freiburg nahm das Trainerteam eine Veränderung in der Startaufstellung vor: Hannah Eurlings kehrte für Naika Reissner in die Anfangself zurück.

Zuschauer: 5.497

Tore: 1:0 D. Orschmann (31.), 1:1 Bremer (67.), 2:1 Campbell (78.)

Bösl hält die Null fest – Orschmann nutzt Kölner Abwehrbock zur Führung

Bei Minusgraden im Stadion An der Alten Försterei erwischten die Gäste aus Köln den besseren Start in die Partie: In der 7. Minute tauchte Angreiferin Weronika Zawistowska nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld völlig frei vor Schlussfrau Cara Bösl auf, doch Unions Nummer 1 lenkte den Ball im Eins-gegen-Eins mit einer fantastischen Parade an den Pfosten. Auch bei einer scharfen Hereingabe von der rechten Seite sowie einem zentralen Vollspannschuss von Adriana Achcińska war die Torhüterin zur Stelle und bewahrte ihre Mannschaft somit vor einem frühen Rückstand (12./14.).  

Nach der starken Kölner Anfangsviertelstunde meldete sich Union in der 17. Minute auch erstmals offensiv an: Der Versuch von Eileen Campbell wurde jedoch abgeblockt. In der Folge wurden die Eisernen mutiger und zogen die Partie allmählich auf ihre Seite. Einen individuellen Fehler der Kölnerinnen konnte die aufmerksame Dina Orschmann nach einer halben Stunde zur Führung nutzen: Ein Rückpass von Effzeh-Verteidigerin Sarah Agrež geriet zu kurz, sodass sich Unions Nummer 11 das Leder schnappte, die gegnerische Torhüterin umkurvte und den Ball über die Linie drückte (31.).  

Beinahe hätte die sehr auffällige Flügelspielerin in der 42. Minute einen Doppelpack geschnürt, als sie die Kugel aus 16 Metern äußerst platziert ins untere Eck schoss, doch das Schiedsrichtergespann erkannte zuvor eine Abseitsposition der Torschützin und ließ den Jubel im Stadion schnell wieder verstummen. Auch in der 44. Minute hatten zahlreiche Fans bereits den Torschrei auf den Lippen, als nach einer Ecke im Kölner Strafraum Unordnung herrschte und der Ball gefährlich durch den Fünf-Meter-Raum kullerte (44.). Aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung der Eisernen im Laufe des ersten Durchgangs war die 1:0-Halbzeitführung dementsprechend völlig verdient.   

 

Eine Fußballspielerin in roter Uniform dribbelt den Ball an einer Torhüterin in schwarzer Uniform vorbei auf einem Stadionfeld.
Eine Fußballspielerin in rot weicht der gegnerischen Verteidigung aus und läuft mit dem Ball in Richtung Tor.
Eine Fußballspielszene, in der eine Spielerin im roten Trikot versucht, das Tor zu erreichen, während ein Torwart in blauer Ausrüstung heranrauscht.
Spielszene im Fußball mit einer Spielerin im roten Trikot, die auf das Tor zusprintet. Fans im Hintergrund mit Fahnen und Banners.
Eine Fußballspielerin in rotem Trikot schießt auf das Tor, während Mitspielerinnen in schwarzen Trikots und eine Torhüterin in blau zuschauen.

Köln gleicht aus – Campbell lässt Union jubeln

Die Eisernen konnten mit der ersten Aktion nach dem Wiederanpfiff direkt an die Phase vor der Halbzeitpause anknüpfen: Erst 30 Sekunden waren vergangen, als Hannah Eurlings ihre Angriffskollegin Eileen Campbell freispielte, die wiederum am Fünf-Meter-Raum für Dina Orschmann querlegte, welche jedoch keinen entscheidenden Druck hinter den Ball bekam und das halbleere Tor dadurch knapp verfehlte.  

Die Kölnerinnen reagierten indes mit gleich drei Wechseln auf den Rückstand zur Pause. Eine der Eingewechselten, Lydia Andrade, hatte in der 48. Minute eine aussichtsreiche Gelegenheit, doch die Flügelspielerin rutschte bei ihrem Schuss aus acht Metern weg, sodass Cara Bösl das Spielgerät ohne Probleme aufnehmen konnte. Insgesamt belebten die frischen Kräfte das Spiel der Domstädterinnen, die sich nach dem Seitenwechsel wieder offensivfreudiger zeigten. Eine weitere Eingewechselte war es dann auch, die nach 67 Minuten den Ausgleich erzielte: Pauline Bremer wurde halbrechts im Strafraum angespielt und schoss den Ball aus zehn Metern platziert ins lange Eck. 

Der Ausgleich sollte jedoch nur zehn Minuten währen, weil auch bei den Eisernen die Joker zündeten: Einwechselspielerin Sophie Weidauer legte mit einem starken Pass für Campbell auf, die aus ähnlicher Position wie Bremer auf der Gegenseite die Torhüterin per Flachschuss überwinden konnte (78.). In den Schlussminuten hatte Union einige aussichtsreiche Kontermöglichkeiten, um die Vorentscheidung zu erzielen, zeigten sich jedoch im letzten Pass zu ungenau. Dies sollte sich jedoch nicht mehr rächen, weil auch Bösl bei einem Distanzschuss von Celina Degen in der 88. Minute noch mal zur Stelle war und den Ball über die Latte lenkte. Nach Ablauf der achtminütigen Nachspielzeit war der erste Sieg im Stadion An der Alten Försterei im Jahr 2026 schließlich offiziell.  

Eine Fußballspielerin in rot-weißer Kleidung sprintet mit dem Ball, während eine Torhüterin im Hintergrund steht. Fanbanner sind sichtbar.
Eine Fußballspielszene, in der ein Spieler mit der Nummer 10 vor dem Torwart ausweicht, während ein weiterer Spieler zuschaut.
Spielerin in rotem Trikot dribbelt den Ball auf dem Fußballfeld, während eine Schiedsrichterin zusieht.
Eine Fußballspielerin in rot-weißer Uniform dribbelt den Ball, während zwei Gegnerinnen in schwarz-gelben Trikots verfolgen.
Torhüterin springt hoch, um den Ball zu fangen, während mehrere Spielerinnen des gegnerischen Teams in der Nähe stehen.
Spielerinnen eines Fußballteams in roten Trikots feiern gemeinsam auf dem Feld vor jubelnden Fans.

Stimmen nach dem Spiel

„Wir sind alle sehr glücklich, den Sieg heute endlich über die Zeit gebracht zu haben. Es tut gut, wieder als Sieger vom Platz zu gehen. Es freut mich natürlich, dass ich mit ein paar Paraden meinen Teil dazu beitragen konnte. Am Ende zählt aber vor allem, dass wir heute die drei Punkte in Berlin behalten konnten“, meinte Schlussfrau Cara Bösl. 

Dina Orschmann fügte hinzu: „Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team, weil wir heute mal den längeren Atem hatten. Es war sehr wichtig, dass wir bis zum Schluss in jeden Zweikampf gegangen sind und an uns geglaubt haben. Wir haben es heute sehr clever gelöst.“ 

„Der Sieg ist heute enorm erleichternd. Wir haben unter der Woche viel darüber gesprochen, wie wir auf Rückschläge reagieren wollen. Was die Mannschaft nach dem Ausgleichstreffer von Köln geleistet hat, verdient ein riesiges Lob. Sie hat heute alles umgesetzt, was wir besprochen haben. Ich bin daher wahnsinnig stolz auf das gesamte Team“, zeigte sich Cheftrainerin Ailien Poese nach dem Abpfiff hochzufrieden. 

Ausblick 

Für die Unionerinnen stehen aufgrund der Länderspielpause nun zwei Wochenenden ohne Pflichtspiele an. Erst am Sonnabend, dem 14.03.2026, wird der Spielbetrieb in der Bundesliga mit dem Auswärtsspiel bei RasenBallsport Leipzig fortgesetzt. Tickets sind im Onlineshop der Leipziger erhältlich.

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