Freitag
24.11.2017

In letzter Minute: Union erkämpft Punkt gegen Darmstadt

Der 1. FC Union Berlin und Bundesligaabsteiger SV Darmstadt 98 trennen sich am 15. Spieltag mit einem 3:3-Unentschieden im Stadion An der Alten Försterei.

Busk – Trimmel, Leistner, Torrejon, Pedersen – Daube (73. Kreilach), Prömel (83. Kroos) – Gogia (67. Skrzybski), Hartel, Hedlund – Polter

Stritzel - Steinhöfer, Banggaard, Sulu, Holland – Altintop, Kamavuaka – Sirigu (59. Kempe), Rosenthal, Mehlem (88. Stark) – Boyd (83. Bezjak)

Zuschauer: 21 108

Tore: 1:0 Prömel (38.), 1:1 Boyd (51.), 2:1 Polter (58. Elfmeter), 61. Boyd (2:2), 2:3 Kempe (66. Elfmeter), 3:3 Rostenthal (90+4, Eigentor)

Trotz ihrer negativen Serie von acht Spielen ohne Sieg in Folge starteten die Gäste aus Darmstadt mutig und druckvoll in die Partie. Durch hohes Pressing versuchten die Hessen, die Eisernen zu Fehlern zu provozieren und verbuchten bereits in der vierten Minute durch Fabian Holland den ersten Abschluss. Nachdem die Anfangsphase überstanden war, kamen auch die Profis des 1. FC Union Berlin besser ins Spiel und übernahmen nach etwa 15 Minuten die Spielkontrolle. Linksverteidiger Kristian Pedersen prüfte in der 19. Spielminute erstmals Florian Stritzel im Tor der Gäste, der sein Debüt in der 2. Liga feierte. Den guten Kopfball des jungen Dänen entschärfte der Keeper jedoch ohne Probleme. Union legte nach und kam durch Akaki Gogia zur nächsten Möglichkeit, der Angreifer setzte seinen Abschluss jedoch neben den rechten Pfosten. Immer wieder versuchten die Köpenicker, in der Offensive ihre Mitspieler per Steilpass in Szene zu setzten, den Abspielen fehlte jedoch noch die letzte Präzision. Offensiv zeigten sich die Gäste aus Hessen lediglich nach Standards gefährlich, die Eisernen bestimmten das Geschehen. In der 38. Spielminute belohnten sich die Hausherren schließlich für ihren Aufwand. Nach feinem Solo legte Krisitian Pedersen die Kugel im Strafraum auf Grischa Prömel ab, der Torhüter Stritzel auf dem falschen Fuß erwischte und zur 1:0-Führung einschob.  Kurz vor der Pause zeigten sich dann plötzlich auch die Gäste noch einmal gefährlich vor dem Union-Kasten. Terrence Boyd setzte einen Kopfball nach Sulu-Flanke in die lange Ecke, Keeper Jakob Busk machte sich ganz lang und kratzte die Kugel in höchster Not von der Linie. Auf der Gegenseite brachte Polter eine scharfe Flanke flach den Fünfmeterraum, Sirigu rettete jedoch im letzten Moment vor dem heranstürmenden Simon Hedlund. Nach 45 + 1 Minuten beendete Schiedsrichter Timo Gerach, der im ersten Abschnitt bereits fünfmal die gelbe Karte gezeigt hatte, die erste Halbzeit.

Nach der Pause startete Darmstadt erneut gut in die Partie und belohnte sich nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff mit dem 1:1-Ausgleich durch Terrence Boyd.  Kamavuaka hatte einen Steinhöfer-Schuss kurz zu Boyd abgelegt, der bullige Stürmer ließ sich nicht zweimal bitten und markierte den Treffer. Die Antwort der Köpenicker ließ nicht lange auf sich warten. Schiedsrichter Gerach entschied nach einem Zweikampf im Strafraum auf Handspiel von Darmstadt-Kaptiän Aytac Sulu und zeigte auf den Punkt. Sebastian Polter verwandelte sicher zur erneuten Führung (58). Doch auch diese Führung sollte nicht lange Bestand haben. Kaum war der Torjubel An der Alten Försterei verstummt, war es erneut Terrance Boyd, der für den Bundesligaabsteiger einnetzte (61.). Trotz des Rückschlags suchte der 1. FC Union Berlin sein Glück weiter in der Offensive. Simon Hedlund setzte sich über die linke Angriffsseite durch und versuchte, den Ball in die Mitte zu flanken, Bangaard sprang das Leder an den Arm, der Pfiff des Schiedsrichters blieb diesmal aus. Nach einem Foulspiel von Christopher Trimmel an Marvin Mehlem zeigte Gerach stattdessen auf der anderen Seite auf den Punkt, der eingewechselte Tobias Kempe verwandelte souverän zur Darmstädter Führung (66.). In einem nun offenen Schlagabtausch musste sich Jakob Busk bei einem Kopfball von Holland auszeichnen (69.), der eingewechselte Steven Skrzybski versuchte sein Glück aus der Distanz. Union warf weiter alles nach vorne, Stritzel rettete in höchster Not gegen Sebastian Polter (76.). Acht Minuten vor Schluss sprang Lilien-Kapitän Sulu die Kugel wieder im Strafraum an die Hand, der Pfiff von Gerach blieb erneut aus. In der Nachspielzeit drückten die Hausherren die Hessen weiter in die Defensive, selbst Keeper Jakob Busk tauchte in der Nachspielzeit vor dem Kasten der Gäste auf. In der letzten Spielsituation landete die Kugel zum großen Jubel der Unioner doch noch im Netz. Nach einer Ecke von Trimmel Köpfte Leistner wuchtig aufs Tor, Holland rettete zwar auf der Linie doch der Ball prallte von Jan Rosenthal zum viel umjubelten Ausgleich in den Maschen.

 „Wir sind heute schwer ins Spiel gekommen, haben dann die erste Halbzeit aber trotzdem klar dominiert, hatten enorm viel Ballbesitz, Darmstadt kam hinten kaum raus. Leider haben wir es in der zweiten Halbzeit nicht geschafft die Flanken zu verteidigen, und wir hatten im Zentrum keine richtige Zuordnung. So bekommen wir in 15 Minuten drei Gegentore. Das war nicht der Plan und daran müssen wir arbeiten“, so Jens Keller auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Die nächste Partie steht für die Eisernen am ersten Advent beim VfL Bochum auf dem Programm. Am Sonntag, dem 03.12.2017 tritt der 1. FC Union Berlin im Vonovia Ruhrstadion an, der Anpfiff erfolgt um 13:30 Uhr.

1. FC Union Berlin