Freitag
18.03.2016
Mitspieler feiern Benjamin Köhler nach dem Spiel (Fotos: Hänsch / Hupe)

Mitspieler feiern Benjamin Köhler nach dem Spiel (Fotos: Hänsch / Hupe)

Festung Alte Försterei: Union baut Heimserie gegen Braunschweig aus

Vor 19.026 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei siegte der 1. FC Union Berlin gegen Eintracht Braunschweig mit 3:1 (0:0). Für die Eisernen war es der fünfte Heimsieg in Serie. Bobby Wood, der sein 14. Saisontor erzielte und ein Doppelschlag von Damir Kreilach sorgten für die rot-weiße Jubelfeier. Zudem feierte der vom Krebs geheilte Benjamin Köhler ein emotionales Pflichtspiel-Comeback.

Union-Trainer André Hofschneider musste im Spiel gegen Eintracht Braunschweig auf Routinier Michael Parensen verzichten. Der 29-Jährige war aufgrund seiner fünften Gelben Karte gezwungen, ein Spiel auszusetzen. Für ihn rückte Eroll Zejnullahu in die erste Elf. Im Abschlusstraining verdrehte sich Christopher Trimmel das Knie. Dementsprechend konnte der Österreicher nicht mitwirken. Die Aufstellung im 4 – 3 – 3-System las sich wie folgt:

Busk – Kessel, Puncec (81. Pogatetz), Leistner, Redondo – Zejnullahu (77. Köhler), Daube, Kreilach – Quiring (87. Nikci), Wood, Brandy

Defensiv stabil, engagiert und konzentriert gingen beide Teams von Beginn an zu Werke. Die Kontrahenten wirkten gleichermaßen agil. Keine der beiden Mannschaften konnte sich eine sichtbare Überlegenheit erspielen. Die erste gute Möglichkeit der Partie hatten die gelb gekleideten Braunschweiger. Über die rechte Berliner Abwehrseite flog ein Flankenball in die Mitte. Den Braunschweiger Kopfball parierte Union-Torhüter Jakob Busk mit einem hervorragenden Reflex und der Hilfe des Querbalkens (3.). Auf der anderen Seite ergaben sich Halbchancen für Christopher Quiring (5.), Damir Kreilach und Bobby Wood (20.). Treffen konnte jedoch keine der beiden Mannschaften. Somit ging es zur Pause mit einem torlosen Remis in die Kabine.

Was die erste Hälfte an Torraumszenen vermissen ließ, holten die Protagonisten in den zweiten 45 Minuten nach. Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine – sowohl in personeller als auch spielerischer Hinsicht. Weiterhin agierten beide Teams ebenbürtig. Nach 58 Minuten brach dann aber Bobby Wood den Bann. Ein kurzes Zuspiel von Eroll Zejnullahu beförderte der Top-Torjäger der Eisernen trocken aus gut acht Metern ins Braunschweiger Gehäuse. Es war der 14. Saison-Treffer des US-Amerikaners, der damit mit den bisherigen Union-Zweitligarekordtorschützen Sreto Ristic und Sebastian Polter gleichzog. Die Freude auf Seiten der Gastgeber währte nur wenige Minuten. Phillip Tietz besorgte kurz darauf den Braunschweiger Ausgleich. Von der Strafraumkante verwertete der Angreifer ein Zuspiel von Nik Omladic zum 1:1 (62.). Mit einem Unentschieden wollte sich keine der beiden Mannschaften zufrieden geben. Der neuerliche Führungstreffer gelang wieder den Eisernen. Nach einer Freistoßflanke von Dennis Daube köpfte Damir Kreilach den Ball wuchtig zum 2:1 ins Tor (69.). Braunschweig-Keeper Rafal Gikiewicz blieb ohne jegliche Chance. Die Braunschweiger versuchten erneut das Blatt zu wenden, doch die Gastgeber ließen sich die sehr gute zweite Halbzeit nicht verderben. Damir Kreilach macht kurz vor dem Ende endgültig den Deckel drauf. Einen Gikiewicz-Fehler nutzte der Kroate eiskalt zum 3:1-Endstand. Besonders freuen durfte sich Benjamin Köhler nach 77 Minuten. Unter Standing Ovations wurde der 35-Jährige, bei dem im Januar 2015 Lymphdrüsen-Krebs diagnostiziert wurde, nach 77 Minuten eingewechselt und feierte sein Pflichtspiel-Comeback im Stadion An der Alten Försterei.

„Wir waren in Halbzeit eins nicht die bessere Mannschaft. Da stand es jedoch noch 0:0. Wir wollten dann in Abschnitt zwei besser auftreten. Das hat das Team dann sehr gut umgesetzt. Nach dem 1:1 sind wir nicht eingeknickt. Wir haben sofort wieder das Heft des Handelns in die Hand genommen. Auch nach dem erneuten Führungstreffer haben wir weiter gut nach vorn gespielt“, so André Hofschneider nach der Partie.

Für die Eisernen steht nun ein relativ entspanntes Osterfest an. Erstmals seit Jahren findet das Eiersuchen aufgrund der Länderspielpause nicht in den Zweitligastadien sondern im heimischen Garten statt. Weiter geht es für die Köpenicker am Freitag, dem 01. April 2016. Um 18:30 Uhr gastieren die Rot-Weißen beim FC St. Pauli im Hamburger Millerntor-Stadion.

Während der Länderspielpause bestreiten die Eisernen ein Testspiel gegen Hertha 03 Zehlendorf. Das Spiel gegen den Tabellenführer der NOFV-Oberliga wird am kommenden Donnerstag (24.03.2016) um 18:30 Uhr auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld ausgetragen.

1. FC Union Berlin