Sonntag
19.02.2017
Fotos: Koch / www.matzekoch.com

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2:1: Union erkämpft drei Punkte im Karlsruher Wildpark

Am 21. Spieltag der 2. Bundesliga besiegt der 1. FC Union Berlin den Karlsruher SC vor 13.531 Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion und steht nach dem Spiel auf dem dritten Tabellenplatz. Für die Tore der Eisernen sorgten Simon Hedlund (Elfmeter) und David Kinsombi (Eigentor), für die Hausherren war Moritz Stoppelkamp (Elfmeter) erfolgreich.

Vor dem Anpfiff wurde Union-Coach Jens Keller wieder einmal zum Umbau seiner Startelf gezwungen. Felix Kroos, der eine Gelb-Sperre absitzen musste, wurde von Eroll Zejnullahu ersetzt, Steven Skrzybski übernahm die Kapitänsbinde von Kroos:
Busk – Trimmel, Leistner, Puncec, Pedersen – Zejnullahu (71. Parensen), Fürstner, Kreilach – Skrzybski (74. Redondo), Polter, Hedlund (88. Kessel)

Die Partie begann furios. Union erarbeitete sich bereits in der ersten Minute die erste Ecke und ging nach fünf Minuten durch einen Strafstoß mit 1:0 in Führung. Sebastian Polter war nach einem Zweikampf mit Kinsombi zu Boden gegangen, den fälligen Elfmeter verwandelte Simon Hedlund trocken in die rechte Ecke. Karlsruhe zeigte sich von dem frühen Rückstand kaum geschockt, sondern reagierte mit wütenden Angriffen. Mehr als ein Pfostentreffer von Stürmer Stefan Mugosa wollte den Hausherren trotz aller Bemühungen in der Anfangsphase nicht gelingen. Union sorgte vor allem durch schnelle Konter für Entlastung, der KSC wirkte mit seinen Angriffen jedoch gefährlicher. In der 35. Spielminute waren es jedoch trotzdem die Hausherren, die erneut einen Gegentreffer hinnehmen mussten. Nach sehenswertem Zuspiel von Eroll Zejnullahu in die Spitze legte Simon Hedlund die Kugel zum einschussbereiten Sebastian Polter. Beim Rettungsversuch bugsierte Abwehrspieler David Kinsombi das Leder vor Polter zum 2:0 in die eigenen Maschen. Kurz vor der Pause versuchte sich noch KSC-Stürmer Hoffer mit guten Schuss, Jakob Busk zeigte sich jedoch hellwach und wehrte den Ball ab, anschließend ging es für beide Mannschaften in die Kabine.

Das erste Ausrufezeichen im zweiten Spielabschnitt setzte Moritz Stoppelkamp. Der sehenswerte Schuss des Karlsruhers landete jedoch krachend am Querbalken (52.). Auf Seiten der Eisernen versuchte es Zejnullahu zwei Mal aus der Distanz. Seine Versuche landeten aber, ebenso wie ein Freistoß von Kreilach, über dem Kasten. Ansonsten erspielten sich beide Teams kaum Möglichkeiten, lediglich Mugosa scheiterte aus ähnlicher Distanz wie schon vor ihm Stoppelkamp. Per Strafstoß gelang den Hausherren schließlich aber doch der Anschlusstreffer. Nach Foul von Toni Leistner an Mugosa ließ sich Stoppelkamp nicht zweimal bitten und erzielte den Treffer zum 1:2 (77.). Nur wenige Momente später bot sich die Chance zum 3:1 für die Eisernen, der Schuss von Kenny Prince Redondo strich jedoch knapp am langen Pfosten vorbei. Die letzten zehn Minuten gehörten allerdings klar den Hausherren, die alles nach vorne warfen, um den Ausgleich zu erzielen. In der 90. Minute scheiterte Franck Kom zweimal aus aussichtsreicher Position per Kopf, nur Sekunden später kassierte der Karlsruher Mittelfeldakteur auf der Gegenseite die Gelb-Rote Karte nach Foul an Polter. Auch in den Schlussminuten schafften es die Köpenicker mit vereinten Kräften das eigene Tor zu verteidigen und gingen am Ende mit 2:1 als Sieger vom Platz.

„Wir haben heute sicherlich nicht unser bestes Spiel gemacht. Trotzdem hat die Mannschaft heute eine gute Facette gezeigt, nämlich dass sie fighten und arbeiten kann. Die frühe Führung hätte uns eigentlich in die Karten spielen müssen, aber wir haben nicht das auf den Platz gebracht, was uns eigentlich auszeichnet. Außerdem haben wir heute einige dumme Freistöße verursacht. Unter dem Strich haben wir aber drei Punkte und wenn wir auf die Tabelle schauen sind wir zufrieden“, so Jens Keller auf der Pressekonferenz nach der Partie in Karlsruhe

Am kommenden Spieltag steht für die Eisernen das nächste Heimspiel auf dem Programm. Im Stadion An der Alten Försterei trifft der 1. FC Union Berlin am Freitag, dem 24.02.2017 auf den TSV 1860 München. Der Anpfiff gegen die Mannschaft aus Oberbayern erfolgt um 18:30 Uhr.

1. FC Union Berlin