Sonntag
17.04.2016
Fotos: Hänsch / Koch

Fotos: Hänsch / Koch

1:0-Sieg gegen Heidenheim: Union erobert Platz 6

Vor 19.634 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei gewann der 1. FC Union Berlin mit 1:0 gegen den 1. FC Heidenheim. Für die Eisernen war es der sechste Dreier in Folge im eigenen Stadion. Durch den Sieg eroberten die Berliner den sechsten Tabellenplatz in der 2. Fußball-Bundesliga. Unions Top-Torschütze Bobby Wood erzielte bereits nach 18 Minuten das Tor des Tages.

Union-Trainer André Hofschneider nahm gegenüber dem 4:0-Auswärtssieg beim SC Paderborn nur eine Änderung vor und stellte somit fast die Elf der Vorwoche auf. Nur Eroll Zejnullahu und Christopher Quiring tauschten die Plätze. Der junge Zejnullahu nahm zunächst auf der Bank Platz. Quiring übernahm im 4 – 3 – 3-System einen Platz in der offensiven Dreierreihe.  

Busk – Kessel, Leistner, Puncec, Parensen – Kroos, Daube (84. Fürstner), Kreilach – Quiring (65. Nikci), Wood, Brandy (72. Redondo)

Von Beginn an war das Spiel zwischen den beiden Kontrahenten sehr ausgeglichen. Union war im eigenen Stadion um Spielkontrolle bemüht. Heidenheim verstand es jedoch, immer wieder ihre schnellen Außenbahnspieler gut in Szene zu setzen. Die beste Chance der Anfangsphase ging auf das Konto der Eisernen. Heidenheim-Keeper Jan Zimmermann zeigte nach einer Freistoßflanke eine kleine Unsicherheit, die Damir Kreilach zum Abschluss aus kurzer Distanz verhalf. Der frühe Torjubel blieb jedoch aus, weil ein Heidenheimer in höchster Not auf der Linie klärte (18.). Mehr Glück hatte Bobby Wood knapp zehn Minuten später. Einen Eckball von Felix Kroos verlängerte Michael Parensen mit dem Hinterkopf in den Fünfmeterraum, wo der US-amerikanische Nationalspieler völlig frei sein 17. Saisontor einnicken konnte (27.). Die Heidenheimer ließen sich vom Rückstand nicht beeindrucken und spielten auch nach dem Berliner Führungstreffer mutig weiter. Norman Theuerkauf setzte Marc Schnatterer in Szene, der den Ball per Direktabnahme knapp über den Union-Kasten schoss (31.). Es blieb bis zur Pause ein Spiel auf Augenhöhe. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Marc Schnatterer die größte Ausgleichschance für die Gäste. Ein langer Ball aus der Heidenheimer Hälfte erwischte die aufgerückte Hintermannschaft der Eisernen eiskalt. Schnatterer machte sich allein auf den Weg Richtung Union-Keeper Jakob Busk. Durch ein beherztes Tackling im Strafraum hinderte Toni Leistner den Angreifer jedoch in letzter Sekunde am Abschluss (45.).  

Mit einer starken Parade gegen den Versuch von Robert Leipertz eröffnete Jakob Busk die zweiten 45 Minuten (52.). Heidenheim bestimmte bis zum Schluss der Partie, agierte jedoch zu oft vor dem gegnerischen Tor harmlos. Insgesamt verteidigten die Eisernen die Führung mit viel Herz, in Richtung des Heidenheimer Strafraums ging jedoch nicht mehr viel. So blieb die Partie zwar spannend, jedoch insgesamt auf beiden Seiten ohne größere Torraumszenen. Union verwaltete die knappe 1:0-Führung klug und brachte den sechsten Heimsieg in Folge über die Zeit.  

„Mit dem Ergebnis bin ich natürlich zufrieden. Wir waren heute aber ein glücklicher Gewinner. Von uns war in Abschnitt zwei nicht mehr viel zu sehen. Wir haben es da selten geschafft, Ballbesitzphasen zu bekommen. Aber auch so ein Sieg gibt drei Punkte, von daher nehmen wir das gern mit. Im Augenblick haben wir in der Defensive die Qualität und halten die Null“, so André Hofschneider nach der Partie.

Am kommenden Samstag, dem 23. April 2016 treten die Köpenicker beim 1. FC Nürnberg an. Das Spiel gegen den Tabellendritten im Grundig-Stadion beginnt um 13:00 Uhr.

1. FC Union Berlin