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1. FC Union Berlin vs Hertha BSC

Bundesliga - 10. Spieltag

1. FC Union vs Hertha

Bundesliga - 10. Spieltag

Sa., 02. November 2019, 18:30 Uhr
An der Alten Försterei
1 : 0
22.012
SR: Deniz Aytekin

Union bezwingt Hertha mit 1:0

Spielbericht

Der 1. FC Union Berlin geht als Sieger aus seinem ersten Bundesliga-Derby hervor. In einem starken Auftritt der Eisernen erzielt Sebastian Polter in der 90. Minute die verdiente Führung per Strafstoß (90.). In der aufgrund zahlreicher Unterbrechungen gerechtfertigten Nachspielzeit von 10 Minuten fallen keine Tore mehr, das Derby geht mit 1:0 an Union.

1. FC Union Berlin: Gikiewicz – Friedrich, Schlotterbeck, Subotic – Trimmel, Gentner, Andrich, Lenz – Ingvartsen (90.+5 Ryerson), Andersson (80. Polter), Bülter (46. Mees)

Hertha BSC: Jarstein –Klünter, Boyata, Stark, Mittelstädt (90.+1 Selke) – Wolf, Grujic, Skjelbred (46. Löwen), Dilrosun – Ibisevic (82. Kalou), Lukebakio

Zuschauer: 22.012

Tore: 1:0 Polter (90.)

Urs Fischer ließ seine Mannschaft im Hauptstadtderby, wie zuvor auch im Pokalspiel gegen den SC Freiburg, im 3-4-3-System auflaufen. Die offensiv ausgerichteten Köpenicker waren von Beginn an präsent und sorgten für Unruhe im Strafraum der Gäste. Bereits nach drei Minuten die erste gefährliche Szene der Gastgeber: Christopher Trimmel flankte von rechts auf den zweiten Pfosten, wo Christoper Lenz den Ball per Kopf aufs Tor brachte – und den Innenpfosten traf. Union gab, von der ersten Chance beflügelt, weiter den Ton an. Nur drei Minuten nach der ersten Großchance war Hertha-Torwart Rune Jarstein erneut gefordert. Den Kopfball von Marcus Ingvartsen aus etwa 12 Metern entschärfte der Schlussmann der Blau-Weißen jedoch sicher. In der 14. Minute zeigten sich auch die bis dahin blass gebliebenen Gäste erstmals vor dem Tor der Eisernen. Der Kopfball von Lukebakio stellte jedoch keine große Herausforderung für Rafal Gikiewicz dar. Von der Dominanz der Hausherren in die eigene Hälfte gedrängt, verdichtete Hertha nun zunehmend die Räume. Union ließ einen Angriff nach dem nächsten auf die Hälfte der Gäste rollen. Wirklich zwingende Aktionen kamen dabei aber nur selten zustande. Die Charlottenburger lauerten auf Konter, wurden aber immer wieder von der gut agierenden Union-Abwehr gestoppt. Der zweite Torschuss Herthas in Halbzeit eins gehörte Grujic, der einen Kopfball von der Strafraumkante allerdings deutlich über den Querbalken platzierte. Kurz vor dem Pausenpfiff prüfte Marcus Ingvartsen Hertha-Schlussmann Jarstein aus der zweiten Reihe, doch der Schuss des Dänen war nicht platziert genug, um den Torhüter der „Alten Dame“ ernsthaft in Bredouille zu bringen. Mit einem 0:0 ging es in die Pause.

Nach Wiederanpfiff der Partie dauerte es nicht lange, bis Schiedsrichter Deniz Aytekin die Partie unterbrechen musste. Grund dafür waren pyrotechnische Erzeugnisse, die wiederholt aus dem Gästeblock auf das Spielfeld und in Richtung der Trainerbank flogen. Nach zwei Minuten schickte der Unparteiische beide Mannschaften zurück in die Kabinen. Nach Wiederaufnahme des Spiels hatte die Partie nicht mehr das Tempo der ersten Halbzeit, dafür nahm es deutlich an körperlicher Intensität zu. Die erste wirklich gefährliche Szene des zweiten Durchgangs gehörte Hertha in der 66. Minute. Ein Freistoß von Eduard Löwen flog aus gut 25 Metern aber knapp am Winkel vorbei. Vier Zeigerumdrehungen später versuchte Löwen es aus dem laufenden Spiel mit einem ähnlichen Abschluss, setzte den Ball aber wieder neben das Tor. Auch Union prüfte den gegnerischen Torhüter immer wieder aus der zweiten Reihe. Jarstein, der dabei nicht immer eine gute Figur machte, konnte einen Abschluss von Marcus Ingvartsen aber im Nachfassen unter Kontrolle bringen (77.). In der 88. Minute dann die Schlüsselszene der Partie: Joshua Mees behielt im Strafraum die Übersicht und bediente Christian Gentner mit einem eleganten Pass. Beim Versuch, den Bundesliga-Routinier am Abschluss zu hindern, kam Boyata einige Schritte zu spät (88.). Aytekin entschied auf Strafstoß und bestätigte seinen Entschluss auch nach der Überprüfung der Szene am Monitor. Sebastian Polter, der bereits in München einen Elfmeter souverän verwandelte, trat an und brachte das Stadion An der Alten Försterei zum Explodieren. Seinen wuchtigen Schuss in die linke Ecke bekam Jarstein zwar noch an die Finger, konnte den Treffer jedoch nicht verhindern (90.). In den zehn Minuten der Nachspielzeit verwalteten die Eisernen ihre Führung äußerst geschickt und ließen keinen Gegentreffer zu. Somit gewannen die Köpenicker ihr erstes Hauptstadt-Derby in der Bundesliga mit 1:0.

Urs Fischer zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft hochzufrieden:

„Besonders die erste Hälfte hat mir heute sehr gut gefallen. Es war ein überzeugender Auftritt. Ich hatte zu keinem Punkt das Gefühl, dass wir das Spiel aus der Hand geben würden. Am Schluss waren wir auch ein bisschen glücklich mit dem Elfmeter, aber wir haben über 90 Minuten sehr viel aufgewendet, um als Sieger vom Platz zu gehen. Deshalb ist es für mich insgesamt ein hochverdienter Sieg“, so der Cheftrainer der Eisernen auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Für seine Mannschaft geht es am kommenden Samstag, dem 09.11.2019 um 15:30 Uhr mit der Bundesliga weiter. Dann spielt Union in der OPEL ARENA beim 1. FSV Mainz.

Union empfängt Hertha

Vorbericht

Am Sonnabend, dem 02.11.2019, empfängt der 1. FC Union Berlin den Stadtrivalen Hertha BSC zum ersten Hauptstadt-Derby in der Bundesliga. Der Anpfiff erfolgt um 18:30 Uhr, das Stadion An der Alten Försterei öffnet zwei Stunden vor Spielbeginn seine Pforten.

Rückblick auf den 9. Spieltag: Union mit breiter Brust in Bayern, Hertha verliert zu Hause gegen Hoffenheim

Die Eisernen waren am vergangenen Wochenende zu Gast beim FC Bayern München. Der Aufsteiger aus Berlin-Köpenick trat gegen den Rekordmeister mutig auf und stellte der individuellen Klasse der Münchner Einsatz und Leidenschaft entgegen. Dennoch ging Bayern in der 15. Minute durch einen Volley-Abschluss Benjamin Pavards in Führung. Robert Lewandowski erhöhte nach 53 Minuten auf 2:0. Union kämpfte, vom Rückstand unbeeindruckt, weiter und belohnte sich kurz vor Ende der Partie mit dem Anschlusstreffer: Sebastian Polter verwandelte einen Strafstoß souverän (86.). Der leidenschaftliche Einsatz der Eisernen wurde letztlich aber nicht mit einem Punkt gekrönt – die Partie endete 1:2 aus Berliner Sicht.

Hertha empfing am letzten Spieltag die TSG Hoffenheim. Die Gäste konnten sich in den letzten 15 Minuten des ersten Durchgangs doppelt absetzen: Die Tore von Locadia (33.) und Kramaric (38.) sorgten dafür, dass die TSG mit einem komfortablen Vorsprung in die Pause gehen konnte. Lukebakio und Kalou besorgten den temporären Ausgleich, der Schlusspunkt der Partie gehörte jedoch den Hoffenheimern: Benjamin Hübner traf in der 79. Minute zum 3:2-Endstand für Hoffenheim.

Derbycheck: Union kann sich mit einem Sieg absetzen

In Pflichtspielen sind die Köpenicker und die Charlottenburger viermal aufeinandergetroffen. Die Begegnungen fanden alle in der 2. Bundesliga statt. Mit je einem Sieg, zwei Remis und einem Torverhältnis von 6:6 ist die Bilanz bislang komplett ausgeglichen. Für die Eisernen, die nach dem starken Auftritt in München und dem Pokal-Sieg in Freiburg mit viel Selbstvertrauen und Rückenwind in die Partie blicken, bietet sich damit die Möglichkeit, das Verhältnis zu ihren Gunsten zu kippen. Spannend: bislang konnte keiner der beiden Klubs in diesem Duell vor heimischer Kulisse siegen. Doppelter Anreiz für die heimstarken Köpenicker, die heißersehnte Partie am Sonnabend für sich zu entscheiden.

Ante Covic muss im Duell der Berliner Bundesligisten auf Arne Maier verzichten. Der Mittelfeldspieler laboriert an einer Knieverletzung. Auch der Einsatz von Eduard Löwen, der im Pokal-Spiel gegen die SG Dynamo Dresden auf der Bank saß, ist wegen Knieproblemen fraglich. Darüber hinaus fehlt Vladimir Darida, für den die Partie gegen Hoffenheim mit Gelb-Rot vorzeitig endete.

Urs Fischer, Cheftrainer des 1. FC Union Berlin, hat ebenfalls Ausfälle zu verzeichnen: Akaki Gogia, Grischa Prömel, Suleiman Abdullahi und Michael Parensen stehen voraussichtlich allesamt nicht zur Verfügung.

Der Schweizer freut sich auf sein erstes Derby in Deutschland:
„Ich erwarte ein tolles Spiel! Ein Derby ist ein Derby, ein Stadtderby sogar noch spezieller. Es wird wichtig sein, eine gute Mischung aus Aggressivität und Coolness zu finden. Wir müssen daran anknüpfen, was wir in den vorangegangenen Spielen sehr gut gemacht haben“, so Fischer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Serviceinfos: Frühzeitiges Anreisen empfohlen

Das Stadion An der Alten Försterei ist restlos ausverkauft.

Allen Stadionbesuchern wird empfohlen, frühzeitig anzureisen. Rund um das Stadion An der Alten Försterei ist mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. Zudem kann es zu temporären Sperrungen der Straßen An der Wuhlheide und Rudolf-Rühl-Allee kommen.

Eine Anreise mit Öffentlichen Verkehrsmittel wird daher empfohlen. Die S-3 fährt zwischen 15 Uhr und 21 Uhr im 5-Minuten-Takt, während bei einigen TRAM-Linien Schienenersatzverkehr gilt.

Im Stadion wird es ausschließlich alkoholfreie Getränke geben.

Wer das Derby nicht live verfolgen kann, bleibt über die Social-Media-Kanäle der Eisernen oder den Union-Liveticker auf dem Laufenden.

AFTV Videos

Rafal Gikiewicz

Rafal Gikiewicz

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Hertha

Rafal Gikiewicz

ist Spieler des Tages gegen Hertha

SpielStatistiken

1. FC Union Berlin vs Hertha BSC

54 % Ballbesitz 46 %
74 % Passquote 74 %
45 % Zweikampfquote 55 %
14 Torschüsse 7
18 Flanken 13
3 Abseitsstellungen 1
1 Gelbe Karten 1
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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Datum Heim Ergebnis Gast