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1. FC Union Berlin vs Arminia Bielefeld

2. Bundesliga, 33. Spieltag

1. FC Union vs Bielefeld

2. Bundesliga, 33. Spieltag

So., 02. Mai 2010, 17:30 Uhr
An der Alten Försterei
3 : 0
17.024
SR: Florian Meyer (Burgdorf)

Jetzt aber: Bundesliga 2 - Union ist dabei, auch 2010/2011!

Spielbericht

Statistik:
9 Schüsse gesamt 13
5 Schüsse auf das Tor 5
2 Schüsse neben das Tor 4
2 Abgeblockte Schüsse 4
5 Ecken 3
24 Flanken 17
42% Ballbesitz in % 58%
45% Gewonnene Zweikämpfe am Ball in % 55%
75% Pässe gelungen in % 82%
60% Pässe gelungen in gegn. Hälfte in % 71%
17 Fouls 20
5 Abseits 5



Doch es kam viel, viel besser! Die Eisernen hatten ihre Lektion aus dem Cottbus-Spiel gelernt und ließen vor 17.024 Zuschauern nichts anbrennen. Mit 3:0 fiel der Sieg gegen die Arminia am Ende vielleicht zu hoch aus, aber das störte zumindest unter den rot-weiß gekleideten Anhängern niemanden.

Union-Trainer Uwe Neuhaus hatte das Team im Vergleich zum Montagsspiel auf drei Positionen verändert: Christoph Menz, Björn Brunnemann und Chinedu Ede rückten in die Startelf und diese Maßnahmen sollten sich bezahlt machen. Christoph Menz war am Ende der Union-Spieler mit den meisten Ballkontakten, Chinedu Ede gab die meisten Torschussvorlagen und zwei der drei Tore erzielte, na klar, Björn Brunnemann! Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt, Union ging trotz des verhaltenen Starts bereits nach 16 Minuten durch Brunnemann in Führung und behauptete diese bis zur Pause. Auch danach war von Arminia Bielefeld nicht allzu viel zu sehen. Erst als "Brunne" das zweite Tor erzielt hatte (58.), wachten die Bielefelder auf. Nun verwandelten sie ihre beachtliche Ballbesitz-Quote auch in Chancen, aber sie nutzten sie nicht, was der Bielefelder Coach Frank Eulberg hinterher auch als den entscheidenden Unterschied ausmachte: "Wir hatten gefühlte 80 % Ballbesitz und, genau wie Union, 5 Schüsse auf das Tor, aber Union trifft dreimal und wir nicht. So kann man hier natürlich nichts holen."

Die Niederlage war allerdings für Bielefeld noch das geringste Problem, denn die Existenzangst sitzt viel tiefer bei den Westfalen: "In der Hinrunde hatten wir noch ganz andere Ziele. Jetzt müssen wir hoffen, dass wir in der nächsten Saison wieder hier spielen dürfen. Daran arbeiten wir fieberhaft" so Eulberg.

Für den umjubelten Endstand sorgte in der Schlussminute der eingewechselte "Yusuf" Dogan, der einen Freistoß ins linke obere Eck hämmerte. Der Rest war Freude pur bei den Eisernen, die nun völlig verdient auch im nächsten Jahr in der 2. Bundesliga antreten werden, wie Trainer Uwe Neuhaus resümierte: "Wir haben bis auf ganz wenige Ausnahmen eigentlich nie wirklich enttäuscht und über weite Strecken der Saison nachgewiesen, dass wir die Qualität für die 2. Liga haben. Man hat uns heute angemerkt, dass alle ein wenig angespannt waren und den einen Punkt nicht riskieren wollten. Am Ende haben wir sicherlich verdient gewonnen, wenn auch ein wenig zu hoch."

Ein Spiel steht nun noch an in der laufenden Zweitligasaison. Am kommenden Sonntag geht es zum TSV 1860 München, das vom diesjährigen Exilertreffen in Erding würdig eingerahmt wird. Den Saisonabschluss begeht der 1. FC Union Berlin mit einem hochkarätigen Freundschaftsspiel am Samstag, 15. Mai 2010. Nähere Informationen dazu folgen im Laufe der Woche.

„Das letzte Mosaiksteinchen“

Vorbericht

Es kam Unerfreuliches zusammen für den 1. FC Union Berlin am 32. Spieltag der 2. Bundesliga. Zunächst gewann Hansa Rostock überraschend auf dem „Betze“ und als wäre dies nicht genug, setzte es darüber hinaus am Montag eine klare Auswärts-Schlappe im Cottbusser Stadion der Freundschaft. Die Ernsthaftigkeit, mit der Teammanager Christian Beeck in der Pressekonferenz die gute Vorbereitung auf das Spiel gegen Arminia Bielefeld herausstellte, lässt erwarten, dass nach einigen Anläufen am Samstag der finale Zähler auf dem Punkte-Konto von Union landet. Der Sportdirektor spricht vom letzten fehlenden Mosaiksteinchen, um den Klassenerhalt zu 100 Prozent perfekt zu machen und fordert deshalb: „Wir sind noch nicht ganz durch und brauchen nicht nur ein gutes Spiel, sondern auch ein gutes Ergebnis.“

Dass der Bundesligaabsteiger Qualität besitzt, individuell und auch in der mannschaftlichen Breite, beweist die Hinrundentabelle. Nach einigen Spieltagen als Tabellenführer rangierte Bielefeld zur Halbzeit der Saison auf dem dritten Tabellenrang, noch vor Düsseldorf und Augsburg. Seit dem Beginn der Rückrunde scheint bei den Ostwestfalen indes der Wurm drin zu sein. Mit dem Punkteabzug in Verbindung mit einigen überraschend negativen Ergebnissen wurde das Thema Aufstieg endgültig beiseitegelegt.

Schwankende Resultate machen das Team aus der Sicht von Uwe Neuhaus unberechenbar: „Bielefeld ist für uns eine Wundertüte“, beurteilt Trainer Uwe Neuhaus den kommenden Kontrahenten und bezieht sich bei dieser Einschätzung auf die Niederlage Bielefelds gegen Kaiserslautern und die prompte Antwort eine Woche darauf  gegen Düsseldorf, wo gar in Unterzahl spielend ein Punkt erkämpft wurde. „Ich rechne mit heftiger Gegenwehr. Die Bielefelder sind sicherlich nicht bereit hier alles liegen zu lassen, das sind sie ihren Fans schuldig“, erwartet Trainer Neuhaus einen energisch auftretenden Gegner.

Von seiner eigenen Mannschaft erhofft sich der Coach im letzten Heimspiel der Saison nochmals eine überzeugende Leistung, die mit einem Sieg gekrönt werden soll. Auf die Geschehnisse in den anderen Partien will sich Uwe Neuhaus derweil nicht verlassen: „Wir werden die Situation nicht unterschätzen und auch nicht darauf vertrauen, dass Rostock und Frankfurt ihre Spiele verlieren. Es ist wichtig, ruhig zu bleiben und auf unsere eigenen Stärken zu vertrauen“, so der Trainer zur Ausgangslage am Samstag.

Patrick Kohlmann wird nach abgesessener Gelbsperre wohl gegen Bielefeld wieder auf die linke Abwehrposition zurückkehren. Marco Gebhardt startete in dieser Woche mit der Trainerausbildung und konnte daher nicht das volle Trainingspensum bewältigen, wird aber ungeachtet dessen zur personellen Absicherung aller Voraussicht nach mit im Kader stehen. Weiterhin nicht zur Verfügung stehen Carsten Busch, Paul Thomik und Michael Parensen.

Das Stadion An der Alten Försterei öffnet am Sonntag um 14:30 Uhr seine Tore (Eingänge Hämmerlingstraße und Waldseite). Das Spiel 1. FC Union Berlin vs. Arminia Bielefeld beginnt 17:30 Uhr.

SpielStatistiken

1. FC Union Berlin vs Arminia Bielefeld

2 Gelbe Karten 1
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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Datum Heim Ergebnis Gast