Hallo und Eisern!

Hamburger SV vs 1. FC Union Berlin

Testspiele, 9. Spieltag

HSV vs

Testspiele, 9. Spieltag

So., 11. Februar 2024, 15:00 Uhr
Ulzburger Str. 94, 22850...
1 : 3

Eiserne Ladies besiegen Hamburger SV mit 3:1

Spielbericht

Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin setzt sich im dritten Testspiel der Wintervorbereitung mit 3:1 beim Hamburger SV durch. Auf der Paul Hauenschild Sportanlage in Norderstedt gehen die Hanseatinnen kurz nach der Halbzeit durch Larissa Mühlhaus zunächst in Führung (50.). In der 69. Spielminute gelingt Athanasia Moraitou der Ausgleich für Union, ehe Dina Orschmann und Latoya Bach nur wenige Minuten später das Spiel komplett drehen (74./78.).

Hamburger SV: Naward – Stöckmann, Hirche, Braun, Dönges – Woelki (56. Büchele), Böhler (56. Schittek), Machtens (74. Kirschstein), Baum – Mühlhaus (70. Schulz), Marquardt (56. Krüger)

1. FC Union Berlin: Hornschuch (46. Wagner) – K. Orschmann, Becker, D. Orschmann (83. Youssef) – Metzker (74. Bach), Heiseler (74. Görsdorf), Frank, Moraitou (90+1. Scheel), Sakar – Abu Sabbah (83. Rurack), Blaschka (64. Niesler)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Mühlhaus (50.), 1:1 Moraitou (69.), 1:2 D. Orschmann (74.), 1:3 Bach (78.)

Ausgeglichene erste Halbzeit ohne Höhepunkte

Die Unionerinnen, bei denen Winterneuzugang Fatma Sakar ihr Debüt feierte, begegneten dem Zweitliga-Tabellenführer von Beginn an auf Augenhöhe. Ähnlich wie beim Aufeinandertreffen vor einem Jahr, als sich beide Mannschaften mit 0:0 im Testspiel trennten, sahen die Zuschauer in Norderstedt eine ausgeglichene Partie ohne viele Torchancen. Beide Teams hatten in etwa die gleichen Ballbesitz- und Spielanteile, konnten jedoch nur selten die gegnerischen Abwehrreihen überwinden.

Den einzigen Torschuss des ersten Durchgangs gab Lisa Heiseler in der 22. Minute ab, ihr Versuch aus 20 Metern landete jedoch in den Armen von HSV-Keeperin Lela-Celin Naward. Im direkten Gegenzug klärte Dina Orschmann am Fünf-Meter-Raum per Grätsche vor der einschussbereiten HSV-Stürmerin Larissa Mühlhaus (23.). Großchancen blieben in den ersten 45 Minuten jedoch aus, sodass der Halbzeitstand folgerichtig 0:0 lautete.

Drei Treffer binnen neun Minuten: Union dreht das Spiel

Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel fiel der erste Treffer des Spiels infolge einer Ecke für den HSV. Den Kopfball von Dana Celine Marquardt konnte Katja Orschmann am Fünf-Meter-Raum noch blocken, die Kugel jedoch prallte direkt vor die Füße von Larissa Mühlhaus, welche geistesgegenwärtig reagierte und das Spielgerät aus kurzer Distanz im Netz unterbrachte. Union wirkte nach dem Rückstand kurz verunsichert, sodass Marie Becker nur wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff einen Schussversuch der freistehenden Lisa Baum im Strafraum in höchster Not blocken musste. Im Anschluss an diese Szene sorgten die Köpenickerinnen wieder für eine ausgeglichene, umkämpfte Partie: Ein Klassenunterschied war zu keinem Zeitpunkt des Spiels erkennbar.

In der 69. Minute gelang es den Eisernen Ladies nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte überfallartig nach vorne zu spielen, was prompt zum Torerfolg führte. Über Celine Frank, Fatma Sakar und Lisa Heiseler fand der Ball schließlich den Weg zu Dina Orschmann, die das Spielgerät unter Bedrängnis in den Strafraum zu Athanasia Moraitou spitzelte. Diese nagelte das Leder völlig freistehend unter die Latte zum 1:1-Ausgleich.

Die Unionerinnen waren vom Treffer nun förmlich beflügelt und störten den HSV in der Folge mit ihrem hohen Angriffspressing bereits früh im Spielaufbau. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich sollte dieses Vorgehen für die Führung sorgen: Erneut gewann Frank den Ball in der gegnerischen Hälfte, ehe die Kugel wieder Dina Orschmann erreichte, welche kurz vor dem Strafraum einen Doppelpass mit Sarah Abu Sabbah spielte und die Kugel schließlich aus 13 Metern im Fallen flach im Eck unterbrachte (74.). Die Eisernen Ladies spielten sich in einen Rausch und durften wiederum nur vier Zeigerumdrehungen später ein drittes Mal jubeln. Eine Flanke von Dina Orschmann, die auch zuvor an beiden Treffern beteiligt war, fand die kurz zuvor eingewechselte Latoya Bach, welche den Ball aus zehn Metern maßgenau per Innenseite ins Eck legte (78.).

Die Rot-Weißen hatten dem Zweitliga-Tabellenführer binnen neun Minuten den Stecker gezogen. Vom HSV kamen in den Schlussminuten nochmals vereinzelte Versuche, den Rückstand zu verkürzen, doch auch Schlussfrau Melanie Wagner war zur Stelle und verhinderte per Fußabwehr in der 85. Minute den Anschlusstreffer. Entsprechend blieb es letztlich beim imponierenden 3:1-Erfolg gegen die Norddeutschen.

Stimmen zum Spiel

„Wir haben in der ersten Halbzeit gegen den Tabellenführer der 2. Bundesliga gut die Spielkontrolle übernommen. Das war bereits sehr ordentlich, aber da haben wir es noch nicht geschafft, uns zwingende Torchancen zu erarbeiten. In der zweiten Halbzeit wirkten wir zu Beginn etwas hektisch und haben das Spiel etwas aus der Hand gegeben, doch nach dem Rückstand haben wir wieder zielstrebig in die Tiefe gespielt und konnten uns auch belohnen. Wir sind wahnsinnig stolz auf die Mannschaft und freuen uns natürlich über den Sieg“, analysierte Cheftrainerin Ailien Poese die Partie.

„Wir haben gezeigt, dass wir gegen den Tabellenführer der 2. Bundesliga sehr gut mithalten können. Es war natürlich ein sehr zweikampfintensives Spiel mit nur wenigen Torraumszenen, aber wir haben mal wieder Mentalität bewiesen und am Ende 3:1 gewonnen. Ich glaube, besser geht es gar nicht“, fasste Torschützin Latoya Bach das Spielgeschehen zusammen.

Ausblick

Am kommenden Sonntag, dem 18.02.2024, absolvieren die Eisernen Ladies das nächste Testspiel. Im Trainingszentrum Oberspree im Bruno-Bürgel-Weg 63 empfangen die Unionerinnen um 14 Uhr den ATS Buntentor aus der Regionalliga Nord.

Unionerinnen zu Gast beim Hamburger SV

Vorbericht

Am kommenden Sonntag, dem 11.02.2024, gastiert die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin im Testspiel beim Hamburger SV. Die Partie gegen den Zweitliga-Aufsteiger wird um 15 Uhr auf der Paul-Hauenschild-Sportanlage in Norderstedt angepfiffen.

Gegnercheck

Analog zur Professionalisierung der Frauenabteilung des 1. FC Union Berlin hat auch der Hamburger SV in den vergangenen Jahren seine großen Ambitionen betont. Die Rothosen, die bereits von 2003 bis 2012 ununterbrochen in der Bundesliga spielten, wollen mittelfristig wieder ins Fußball-Oberhaus zurückkehren. Dabei waren die Hamburgerinnen zwischenzeitlich von 2016 bis 2019 sogar nur in der viertklassigen Verbandsliga vertreten. Mit der Rückkehr in die Regionalliga kam jedoch auch der Wunsch, wieder an die einst erfolgreichen Zeiten in der Bundesliga anzuknüpfen. In der Saison 2021/22 sicherten sich die Hanseatinnen erstmals die Meisterschaft in der Regionalliga Nord, mussten sich allerdings in der anschließenden Relegation Turbine Potsdam II (1:0, 0:4) geschlagen geben. Der HSV blieb seiner Linie jedoch treu und holte sich auch in der vergangenen Saison mit 25 Siegen aus 26 Partien den Titel in der Regionalliga Nord. Der Gegner in der Relegation sollte nun Viktoria Berlin heißen. In beiden Spielen zeigte der HSV eine starke Leistung und setzte sich am Ende mit 3:0 sowie 3:1 deutlich gegen den Nordost-Vertreter durch, sodass der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang.

Auch jene Liga mischt der HSV aktuell ordentlich auf. Nach der Hinrunde führt der Hamburger SV die Tabelle mit 26 Zählern aus 13 Partien punktgleich mit dem einstigen Serienmeister 1. FFC Turbine Potsdam an. Zum Vergleich: Turbine Potsdam war in der Saison 2016/17 noch Herbstmeister in der Bundesliga, während der HSV parallel in der Verbandsliga Hamburg spielte. Erst vor eineinhalb Jahren mussten sich die Hamburgerinnen in den Relegationsspielen noch der zweiten Mannschaft von Turbine geschlagen geben. Nun stehen sie als Aufsteiger vor der ersten Mannschaft an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga.

Die junge Mannschaft von Cheftrainer Marwin Bolz, der selbst erst 26 Jahre alt ist und das Traineramt im vergangenen Sommer nach der überraschenden Trennung von Aufstiegstrainer Lewe Timm übernahm, brilliert vor allem in der Offensive. Mit 32 Treffern stellt der HSV den besten Angriff der 2. Bundesliga und weiß auch die beiden besten Torjägerinnen der Liga in seinen Reihen. Das 21-jährige Eigengewächs Larissa Mühlhaus führt mit zehn Saisontreffern die Torschützenliste an, Stürmerkollegin Dana Celine Marquardt traf bisher siebenmal. 

Am 7. Januar haben die Frauen mit der Raute auf der Brust die Vorbereitung auf die Rückrunde aufgenommen und seitdem drei Vorbereitungsspiele absolviert. Zum Auftakt gab es einen 10:1-Erfolg gegen Regionalligist Holstein Kiel, dann eine 2:3-Niederlage gegen den dänischen Erstligisten Kolding IF und am vergangenen Sonnabend einen 4:1-Sieg gegen den Regionalliga West-Tabellenführer VfL Bochum. Die Partie gegen die Eisernen Ladies ist für den HSV die Generalprobe vor dem Rückrundenauftakt am 18. Februar gegen Borussia Mönchengladbach.

Bilanz

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr trafen beide Mannschaften bereits an derselben Stelle in einem Testspiel aufeinander. In einer ausgeglichenen Partie, die mitunter auch recht zäh war und nur wenige Torraumszenen bot, trennten sich die Teams damals mit 0:0. In einem Pflichtspiel trafen beide Vereine bislang noch nicht aufeinander.

Stimme vor dem Spiel

„Wir sind gespannt auf das Spiel gegen den HSV, der eine beeindruckende Hinrunde in der Zweiten Liga absolviert haben. Wir freuen uns auf einen sehr starken Gegner, der uns sicherlich alles abverlangen wird“, blickt Cheftrainerin Ailien Poese auf die bevorstehende Partie.

Serviceinfos

Die Partie wird um 15 Uhr auf der Paul-Hauenschild-Sportanlage in Norderstedt angepfiffen.

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